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Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Monograph

Identifikator:
890236992
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15675
Document type:
Monograph
Author:
Wehberg, Heinrich http://d-nb.info/gnd/1054450218
Title:
Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XIII,170 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 1891
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
  • Title page
  • Contents
  • I. Programm des Humanistischen Sozialismus. 1891
  • II. Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 1891
  • III. Die Verstaatlichung der Bergwerke. 1892
  • IV. Die Wohnungsfrage. 1895
  • Personenregister
  • Sachregister

Full text

32 
Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 
So wertvoll die freie Verfügung über den Boden seitens 
des Besitzers ist und so wenig sie im allgemeinen angetastet 
werden darf, so unheilvoll ist die Vernachlässigung der 
ewigen Gesetze gewesen, daß der Grund und Boden Eigen 
tum der Gesamtheit ist. Er ist ein freies Geschenk der 
Natur an alle, welche durch den Staat in entwickelteren 
Gemeinwesen vertreten sind. Dieser überläßt das Produktions 
instrument an die einzelnen, welche ihn benutzen können, 
aber an das Gemeinwesen die Leistung der Naturkräfte, 
welche man Grundrente nennt, vergüten. In einem Staate, 
wo die Gerechtigkeit thront, gehört diese Grundrente dem 
Staate, man darf in solchem Wesen erwarten, daß die Grund 
rente der faktische Ausdruck der wirklichen naturalen Nutz 
leistung des Bodens ist, daß sie nicht die letztere über 
steigt, wie es heute der Fall. Aber wir müssen heute dafür 
leiden, daß man nicht der ewigen Gerechtigkeit und ihren 
Anforderungen gefolgt ist, daß man den Boden dem Schacher 
anheimgegeben, daß man einzelnen erlaubt, die Leistungen 
des Bodens in ihre Hände zu bringen. Sehen wir von dem 
altbefestigten Großgrundbesitze ab, so ist es immer mehr 
das Streben der Pfiffigen geworden, Boden in ihren Besitz 
zu bringen, um dessen Kräfte sich bezahlen zu lassen, sei 
es durch Pacht oder durch Hypothekenzinsen. Ja, nicht 
damit genug, daß die wirklichen natürlichen Nutzwerte in 
privater Grundrente dem Gemeinwesen genommen wurden; 
die Grundrente ist eben schon gar kein Maß mehr für die 
Leistung der Bodenkräfte, da sie dieselben weitaus überragt. 
Die Pachten und Zinsforderungen enthalten unendlich mehr 
als die natürliche Leistung des jeweiligen Bodens, sie rauben 
den Bauern — wenn wir vorläufig von dem landwirtschaft 
lichen Boden sprechen — einen großen, ja den größten 
Teil des Arbeitslohnes. 
Statt dem Gemeinwesen zuzufallen, welches sie für die 
Wohlfahrt aller Mitglieder verwenden würde, ziehen relativ
	        

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Die Bodenreform Im Lichte Des Humanistischen Sozialismus. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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