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Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Monograph

Identifikator:
890236992
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15675
Document type:
Monograph
Author:
Wehberg, Heinrich http://d-nb.info/gnd/1054450218
Title:
Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XIII,170 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 1891
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
  • Title page
  • Contents
  • I. Programm des Humanistischen Sozialismus. 1891
  • II. Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 1891
  • III. Die Verstaatlichung der Bergwerke. 1892
  • IV. Die Wohnungsfrage. 1895
  • Personenregister
  • Sachregister

Full text

48 
Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 
Zivilisation vorfinden. Leider haben sie da zur Saat- und 
Erntezeit mit dem Mangel an Arbeitskräften zu kämpfen, der 
eine Folge unserer wechselnden Verhältnisse ist. Der Klein 
bauer behält hier die Knechte nicht über Winter, selbst nicht 
für geringen Lohn, und diese sind daher genötigt, für die 
rauhe Jahreszeit in den Städten ihr Unterkommen zu suchen. 
Haben sie das dortige Leben einmal gekostet, dann ziehen 
sie nimmer auf das Land zurück. Die Einwanderung nimmt 
jetzt wieder in einer für die Amerikaner beunruhigenden "Weise 
zu, namentlich aus Italien, Ungarn und Polen. Wie die 
vielen Tausende, welche an unseren Küsten landen, für 
die nächste Zukunft ihr Leben fristen werden, ist eine 
Frage, die niemand beantworten kann.“ 
Was die Auswanderung aus den europäischen Staaten 
.angeht, so ist sie besonders stark aus den Gegenden, wo 
keine industriellen Betriebe den Bauern, Tagelöhnern Ersatz 
für das verlorene oder preisgegebene Besitztum bieten. Der 
Zug aus dem Osten nach dem Westen, die Sachsengängerei 
.aus dem Gebiete der schlesischen Magnaten, ist bekannt. 
Entvölkert werden weite Landstrecken; und statt fleißige 
Menschen zu ernähren, liegt der Boden zum Vergnügen 
der großen Herren, welche es lohnender finden, Schafheerden 
dort weiden zu lassen, als menschliche Wesen zu dulden. 
Überall derselbe Vorgang der Vergrößerung der Latifundien. 
Das hat in der Tat das Gesetz erlaubt, den nationalen 
Boden, das unantastbare Erbteil des Volkes, in die Hände 
Einzelner gleiten zu lassen. Unerhört! Es möge der 
Bericht über eine brutale Ausweisung von Pächterfamilien 
aus neuester Zeit Platz finden. Aber man ist das gewöhnt, 
und fast findet kein Mensch etwas auffälliges darin: 
„In Folge der Ausweisung auf den Olphertschen Gütern 
in der irischen Grafschaft Donegal sind jetzt 1300 Menschen 
daselbst obdachlos. Nur sechs Pächter sind auf ihren Stellen 
belassen worden. Es werden in aller Eile Hütten gebaut, 
um den Armen ein Unterkommen zu gewähren. Bei Killult 
und Baitony sind auf diese Weise zwei neue Dörfer im Ent 
stehen begriffen, und eine dritte Kolonie befindet sich unmittel 
bar vor dem Olphertschen Schlosse.“
	        

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Die Bodenreform Im Lichte Des Humanistischen Sozialismus. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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