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Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Monograph

Identifikator:
890236992
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15675
Document type:
Monograph
Author:
Wehberg, Heinrich http://d-nb.info/gnd/1054450218
Title:
Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XIII,170 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 1891
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
  • Title page
  • Contents
  • I. Programm des Humanistischen Sozialismus. 1891
  • II. Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 1891
  • III. Die Verstaatlichung der Bergwerke. 1892
  • IV. Die Wohnungsfrage. 1895
  • Personenregister
  • Sachregister

Full text

66 
Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 
welche in Stamms „Allwohlsbund“ gedruckt ist, meine Ansicht 
dahin ausgesprochen, daß das Gemeinwesen die Grundrente 
herabsetzen könne. 
Nunmehr habe ich die Überzeugung gewonnen, daß das 
Gemeinwesen von den Besitzern des Bodens in gerechten 
Zuständen nur für die natürliche Leistung der Naturkräfte, 
wie sie in dem Boden sich äußern, einen Entgelt fordern 
kann: „die naturale Grundrente“, daß es aber auch diese ohne 
Ausnahme von allen Besitzern fordern muß. Die heutige 
„Lage“ ist wesentlich Produkt der wirtschaftlichen und sozialen 
Zustände und wird, wenn überall Wohlhabenheit und überall 
Verkehr, verschwinden. 
Wo der Boden in den Besitz einzelner übergegangen, da 
kann von dem, der ihn haben will, jeder Entgelt gefordert 
werden, da der Boden immer seltener zu haben ist. Dazu 
kommt die Ansammlung der großen Vermögen in wenigen Händen, 
welches um Rente wirbt. Es kann sogar soviel gefordert 
werden, daß der ganze Arbeitslohn geraubt wird. 
Die Grundrente kann außerdem nur steigen in einem iso 
lierten Staate, der durch Zölle gleichsam abgeschlossen ist. 
Da ich aber stets und zuerst Freihändler war, so ist es mir 
doppelt unmöglich, an eine steigende Grundrente zu glauben. 
Da ich nur aphoristische Gedanken auf das Papier werfe, 
so deute ich nun den Weg an. 
Meiner Überzeugung gemäß muß der Staat den Grundbesitzern 
ermöglichen, die „Monopolgrundrente“, wie sie sich in höheren 
Kaufpreisen und Hypothekenverschuldungen heute zeigt, ab 
zulösen, dadurch, daß er die Hypothekargläubiger zwingt, ihr 
Kapital unkündbar und amortisierbar zu überlassen. Die 
Grundbesitzer lösen ab durch die Vermittelung der Staats 
banken , wobei ihnen der fallende Zinsfuß auch noch zugute 
' kommt. Wer nicht ablösen wollte, ist dem Staate verschuldet, 
da der Grundkredit verstaatlicht wird, der bei einer gewissen 
Höhe der Verschuldung das Vorkaufsrecht hat. Der Staat 
kommt so allmählich in größeren Besitz. Wann er Verpächter 
allen Gebietes sein wird, ist nicht zu sagen. Für Ankauf 
im ganzen bin ich nicht, im Gegenteil will ich mehr freie 
und weniger belastete Eigentümer. 
Doch auch, wenn der Staat alles Ackerland ankaufte — 
Bergwerke, Wälder, Wiesen, Weiden, Flüsse, muß er auf 
diese Weise erwerben, da sie über die Arbeit der Natur hin 
aus nichts oder wenig abwerfen —, so wird die heutige 
„Monopolgrundrente“ fallen müssen. 
Es wird nur die „Naturalgrundrente“ übrigbleiben. Was 
über die Leistung der Naturkräfte gewonnen wird, ist lediglich 
menschlicher Arbeit und der Verwendung von Kapital zu ver 
danken. Was also mehr auf dem Acker erzeugt wird, gehört
	        

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Die Reichseisenbahnen. Verlag von Julius Springer, 1919.
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