Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

2. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Fondsbörse. 237 
Hinweisen zu können, daß gerade der solide Handel sich nur durch den Terminhande! 
sichern kann gegen die Gefahren der Kursschwankungen. Beispielsweise haben die 
Kornhäuser ihren Mißerfolg zum großen Teile dem Umstand zuzuschreiben, daß sie 
sich gegen ihre Engagements, gegen ihre Einkäufe und Verkäufe nicht decken konnten, 
und daß sie Spekulationsrisiken auf sich allein nehmen mußten. 
Die beiden Gesichtspunkte, die ich vorhin angeführt habe, genügen, um die wirt 
schaftliche Rolle zu kennzeichnen, welche der Terminhandel zu erfüllen hat, und um 
ihn als eine der wichtigsten Grundlagen einer starken Börse festzustellen. 
Aber es gibt auch noch eine andere Voraussetzung für eine starke, leistungs 
fähige Börse, eine Voraussetzung, die viel zu wenig beachtet wird, und über die sich 
nur kleine Kreise, wie es mir scheint, im klaren sind. Diese Voraussetzung ist die 
Leichtigkeit der Umsätze für den Handel an der Börse. Die Leichtigkeit der Umsätze 
aber wird gerade durch große Umsatzsteuern aus der Welt geschafft, es wird ein 
Zustand eingeführt, der das Gegenteil von einer leichten Umsatzmöglichkeit darstellt. 
Ich habe schon vorhin auseinandergesetzt, wie groß die Umsätze sind, die sich aus 
dein Besitz an mobilem Kapital ergeben, und wie groß die Ansprüche sind, die jahraus, 
jahrein an das mobile Kapital gestellt werden. Indem sich nun alle diese Umsätze an 
der Börse konzentrieren, geschieht das nicht in der Weise, daß jedem Angebot und 
jeder Nachfrage sofort eine entsprechende Nachfrage oder ein entsprechendes Angebot 
gleicher Art und gleichen Umfanges gegenübersteht. Ich brauche nur einige Beispiele 
anzuführen. Es kommt alle Tage vor, daß Beträge 3 prozentiger preußischer Konsols 
zum Verkaufe angeboten find, gesucht wird aber 3 prozentige Reichsanleihe. Es 
kommt alle Tage vor, daß westpreußische Pfandbriefe zum Verkauf angeboten sind, 
daß aber nur Käufer vorhanden sind für ostpreuhische. Sie erinnern sich der Zeit, 
wo alle Welt in Deutschland russische Papiere verkaufen wollte; es waren keine ernst 
lichen Kapitalisten da, die russische Wertpapiere kaufen wollten. Umgekehrt ist die 
Zeit noch gar nicht so weit entfernt, wo alle Welt in Deutschland italienische Papiere 
kaufen wollte, aber es waren keine ernsthaften Verkäufer für italienische Papiere 
vorhanden. Und wenn heute Reichs- oder Staatsanleihen emittiert werden, dann 
sind nicht gleich die endgültigen Käufer für die gesamten Anleihen vorhanden; es 
wird nur ein Teil dieser Anleihen sofort untergebracht; der Rest muß allmählich 
Unterkunft suchen. 
Die Aufgabe des Börsenhandels besteht nun darin, überall da einzutreten, wo 
einer Nachfrage nicht sofort in derselben Art und demselben Umfange das ent 
sprechende Angebot gegenübersteht, und umgekehrt. In allen diesen Fällen soll der 
Vörsenhandel bewirken, daß die wirtschaftlichen Zwecke, die mit der Nachfrage 
verfolgt werden, erfüllt werden können, wenngleich gar kein endgültiger Kapitalist 
vorhanden ist, der ein entsprechendes Angebot macht, und umgekehrt, daß die wirt 
schaftlichen Zwecke, die mit dem Angebot verfolgt werden, sofort erfüllt werden 
können, während gar kein endgültiger Käufer vorhanden ist. 
Die Geschäfte an der Börse wickeln sich aber nicht so ab, daß etwa nun ein 
Börsenhändler die angebotenen Wertpapiere kauft und sie sich wachen- und monate 
lang in den Kasten legt. Damit würde weder ihm noch der Allgemeinheit gedient 
sein: der Allgemeinheit deswegen nicht, weil, wenn jemand wachen- und monatelang 
ein Kursrisiko übernehmen soll, er einen sehr erheblichen Kursabschlag fordern muß, 
und dem Börsenhändler nicht, weil er dadurch seine Mittel festlegen und es ihm un 
möglich sein würde, sich an künftigen, alle Tage von neuem herantretenden Geschäften 
zu beteiligen. Der Börsenhändler will das eingegangene Engagement sofort erledigen. 
Findet er nicht gleich jemand, der als endgültiger Käufer oder Verkäufer eintritt, so 
übergibt er das Engagement einem anderen, der seinerseits sucht, daß er einen end 
gültigen Käufer oder Verkäufer findet. Und so wechseln die Geschäfte, die nur einen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.