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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

476 Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik. III. Sonstige Kernfragen. 
115 Schilling erzielt wurde, deckt dieser Preis nicht die Kosten. Es ist also für 
Deutschland keine Gefahr, daß, wie man gescherzt hat, der Konsum seines Hochheimer 
durch den von Cochheimer in England ersetzt werde. Vielmehr ziehen bei so hohem 
Preise es die Engländer vor, sich den Wein, den sie trinken, durch Hinaussenden von 
Baumwoll- und Wollenwaren, von Eisen, Maschinen, Kohle und anderen Produkten, 
deren Herstellung ihnen Gewinn bringt, aus Portugal, Spanien, Frankreich, Italien 
und Deutschland zu verschaffen. Allein sie beziehen aus dem Ausland nicht bloß Wein, 
den sie zu Hause nur teurer herstellen könnten. So sind die Baumwollindustrie Lan- 
cashires und die Wollindustrie Porkshires sowie die Hartwarenindustrie Birminghams 
berühmt. England vermöchte wohl seinen ganzen Bedarf an baumwollenen und 
wollenen Garnen und Geweben und an Hartwaren sowie alles, was es an andere 
Länder davon verschleißt, selbst herzustellen. Aber trotzdem beziehen die Engländer 
starke Baumwoll- und Wollgarne und gröbere Gewebe und Solinger Waren aus 
Deutschland, dem sie andere Qualitäten von Baumwollgarnen, Roheisen, Maschinen 
überwiegend aus Gußeisen, Steinkohlen, hartes Kammgarn, andere Wollgarne dafür 
schicken. Wie kommt dies? Halten wir uns bei der Beantwortung an die Baum 
wollgarne. Vermöge seines feuchten Klimas hat Lancashire besondere Produktions 
vorteile bei der Herstellung der feineren Nummern der Baumwollgarne. Bei ihrer 
Herstellung macht es den größten Gewinn. Obwohl es sämtliche gröberen Nummern 
Baumwollgarn, die es selbst braucht oder an andere Völker verkauft, selbst herstellen 
könnte, zieht es doch vor, einen großen Teil derselben von Deutschland gegen seine 
feineren Baumwollgespinste einzutauschen. Denn auf diese Weise wirft seine Pro 
duktivkraft die größten Überschüsse ab. Wollte es dagegen seinen ganzen Bedarf an 
starken Baumwollgarnen selbst decken und zu dem Zweck etwa gar die Einfuhr starker 
Garnnummern aus Deutschland durch einen Schutzzoll ausschließen, so könnte dies 
seinen bei der Herstellung und dem Verkauf feiner Nummern erzielten Gewinn und 
die höchstmögliche Verwertung seiner Produktivkraft nur schmälern. Dieser syste 
matischen Konzentration seiner Produktivkräfte auf die Produktionszweige, welche die 
höchsten Überschüsse über die aufgewendeten Kosten abwerfen, verdankt England die 
alles übertreffende Zunahme seines Reichtums in der zweiten Hälfte des 19. Jahr 
hunderts. 
Wie aber verhält es sich mit jenem „extremen Fall" (v. Mayr), in dem das 
Ausland sich als der ökonomisch günstigere Standort für alle Arten der Produktion 
darstellt und den gesamten Weltbedarf zu liefern vermag? Führt der Freihandel hier 
nicht folgerichtig zur Entvölkerung des Vaterlandes und Ansiedelung seiner Bewohner 
im produktions-geeigneteren Ausland? Ganz gewiß; auch hat die Menschheit von 
jeher in so extremen Fällen jene Folgerungen gezogen. So ist die Ungunst der Pro 
duktionsbedingungen die Ursache, warum die Polargegenden unbewohnt und Wüsten 
gegenden nur schwach bewohnt sind, warum in vergangenen Zeiten die Völker ihre 
Heimat regelmäßig verließen, sobald deren Produktionsbedingungen für sie unzu 
reichend wurden, und warum die Ansiedelung in neuen Ländern in dem Maße statt 
gefunden hat, als sie günstigere Existenzbedingungen boten. Und der Erfolg liefert, 
weit entfernt von einer Widerlegung, vielmehr eine Bestätigung der Richtigkeit des 
Freihandelsprinzips. Es war dies nämlich nicht nur im Interesse der fortschreitenden 
Kultur des Erdballs, sondern auch der betreffenden Nationen. Solange sie noch 
keinen anderen Produktionszweig als die Landwirtschaft kannten und Handel und 
Industrie noch gänzlich unentwickelt waren, hatten sie, als ihre Bevölkerung zunahm, 
gar keine andere Wahl, als auszuwandern oder zu verhungern. Von dem Augen 
blick aber, da sich in den Ländern, die sie heute innehaben, Handel und Industrie zu 
entwickeln begannen, wurde das Vorkommen jenes „extremen Falls", daß ein Land 
hinsichtlich sämtlicher Produktionsbedingungen hinter dem Ausland zurücksteht, einfach
	        
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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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