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Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

Monograph

Identifikator:
89109413X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-7293
Document type:
Monograph
Author:
Rauers, Friedrich http://d-nb.info/gnd/116364726
Title:
Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang
Place of publication:
Bremen
Publisher:
Verlag von Franz Leuwer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (282, 46 Seiten, [8] Blatt)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Handel, Strassen, Achsverkehr und Binnenschiffahrt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang
  • Title page
  • Contents
  • Handel, Strassen, Achsverkehr und Binnenschiffahrt
  • Zum Postwesen
  • Zur allgemeinen Handelspolitik. Zollwesen
  • Statistik
  • Index

Full text

— 21 
benachbarten Seeplätze. 1 ) Andererseits sucht auch die ostfriesische Aus 
fuhr und Einfuhr z. T. in Bremen und Hamburg ihren Markt. 2 ) Hamburgs 
Entwicklung charakterisiert gerade umgekehrt das allgemeine Waren 
geschäft. Es erwarb in keinem Einzelartikel eine erste europäische 
Stellung, aber es wurde seit den Freiheitskriegen die erste Handels 
stadt des europäischen Kontinents, indem es Amsterdam überflügelte. 3 ) 
Allerdings ist dabei in Betracht zu ziehen, dafs sich im neunzehnten 
Jahrhundert drei Städte in den Handel der Rheinmündungen teilen. 1 ) 
Dazu kam die weitreichende Bedeutung, die die Hamburger Bank 
für den älteren Geldverkehr hatte. 
Der Verkehr Bremens mit den Stapelartikeln empfing einen 
besonderen Anstoss, als das Bahnnetz ausgestaltet und gleich 
zeitig die Konsolidierung des Zollwesens im Hinterlande erreicht 
war. Der Verkehr mit diesen Waren kann über die Grenzen des 
üblichen Axverkehrs hinausgreifen, und ein nennenswerter Verkehr 
*) Küstenschiffahrt, Konsignation und Landverkehr. 
2 ) Max Peters, 1899—1905, I. Bd., S. 169 ff., II. Bd., S. 174 f. f. 
3 ) Beutmann, Skizzen S. 157; v. Reden, II. Abt., S. 9.; (Geffken), 
Die Stellung der Hansestädte, II, Hamburg 1854, S. 42 ff. u. a. Hamburg importierte 
allmähliob die Kolonialwaren direkt, die man früher aus ihm von England zog. 
Zucker, Kaffee, Gewürze bilden den stärksten Bestandteil. Dazu kam der alte 
Manufaktehandel (MaxPeters, I.Bd., S. 1B2, II. Bd. S. 126). Vor 1885 standHam- 
burg unter den europäischen Häfen an fünfter, heute an zweiter Stelle (Schäfer, 
Weltgeschichte II. Bd,, S. 331). Hamburg ist heute derjenige Hafen auf dem 
Festlande, der im Handel London, das der erste Weltmarkt und für einige 
Waren der einzige ist, die stärkste Konkurrenz macht. Die Charakteristik seines 
Handels trifft noch heute zu; es ist nach Nemyork der erste Kaffeemarkt. Für 
London macht sich namentlich eine Konkurrenz in Kakao, Tee, Gewürzen, 
tropischen Naturhölzern und Häuten bemerkbar. Zu dem ersten Auftreten der 
neueren Waren, den Anfängen der Kolonialwaren, die z. T. nicht unter Stapel- 
uud Gastrecht der althansischen Waren gezogen wurden, s. hamburgisches Rats 
mandat von 1604 bei Joh. Friedr. Blank, Sammlung der von E. H. Rath 
der Stadt Hamburg ausgeg, Mandate, Hamburg 1763, I. Teil, No. 265, S. 491. 
4 ) Amsterdams und auch Rotterdams grofse Bedeutung beruhte auf dem 
Handel der holländischen Kolonialprodukte. Amsterdam hat heute noch die 
Bedeutung eines Weltmarktes für ostindische Produkte und bedient im übrigen 
sein Hinterland. Rotterdam hat heute starken Eigeuhandel nur in Kaffee, 
und im übrigen eine grofse Blüte des Speditionsgeschäfts. Antwerpen hat 
ähnlich wie Hamburg angefangen London in früheren Monopolartikeln Kon 
kurrenz zu machen und hat eine führende Rolle in argentinischem Weizen und 
Häuten und westafrikanischem Elfenbein. Havre, dessen Übergreifen sogar nach 
Südwestdeutschland unter den früheren Verhältnissen in Betracht kam, 
ist heute noch von Bedeutung für den Handel mit Kakao und Gewürzen 
und wegen seiner Beteiligung am Kapitalmarkt, gegenüber seiner früheren 
Stellung heute von Bremen überflügelt. — S. a. Max Peters, I. Bd., S. 141; 
Duckwitz, Denkwürdigkeiten, S. 34.
	        

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Geschichte Des Bremer Binnenhandels Im 19. Jahrhundert Namentlich Unter Den Alten Verkehrsformen Und Im Übergang. Verlag von Franz Leuwer, 1913.
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