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Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

Monograph

Identifikator:
89109413X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-7293
Document type:
Monograph
Author:
Rauers, Friedrich http://d-nb.info/gnd/116364726
Title:
Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang
Place of publication:
Bremen
Publisher:
Verlag von Franz Leuwer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (282, 46 Seiten, [8] Blatt)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zur allgemeinen Handelspolitik. Zollwesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang
  • Title page
  • Contents
  • Handel, Strassen, Achsverkehr und Binnenschiffahrt
  • Zum Postwesen
  • Zur allgemeinen Handelspolitik. Zollwesen
  • Statistik
  • Index

Full text

— 221 — 
Die beiden Verbindungen waren das Resultat der Einigungs 
bestrebungen, die zwischen süd- und mitteldeutschen Staaten sich 
auf den Konferenzen zu Darmstadt und Stuttgart abgespielt, aber 
nicht zur Einigung geführt hatten. Württemberg und Bayern traten 
1828 allein zusammen, Hessen-Darmstadt wandte sich nach Preufsen, 
womit von vornherein ein Keil in die dritte Gruppe getrieben war, 
die sich nun nach Punktationen zu Oberschöna und Frankfurt am Main 
in Kassel 1828 zum mitteldeutschen Handelsverein zusammenschlofs. 
Es war das die Partei der grofsen Handelsstädte und der 
Kleinstaaten, des freien deutschen Handels im alten Verstände. Der 
Plan ging von Sachsen aus, das das Interesse seiner grofsen Handels 
stadt Leipzig verfolgte und seine traditionelle Politik, die es einst 
gegen die Handelspolitik Friedrichs des Grofsen einzusetzen gehabt 
hatte, fortsetzte 1 ). Man hätte zwar an einen Schutz der sächsischen 
Industrie, die im neunzehnten Jahrhundert dem Lande ganz be 
sonders das Gepräge gegeben hat, denken können, aber die Grofs- 
marktstellung Leipzigs, die keinen partiellen Abschlufs oder Anschlufs 
duldete, gab den Ausschlag 2 * * * * * ). Von Sachsen aus griff die Idee sofort 
über in die Hansestädte. Der kgl. sächsische Minister Hans Georg 
v. Carlowitz, der der Urheber des Plans gewesen war, erhielt das 
bremische Ehrenbürgerrecht 8 ), das sehr selten verliehen wurde. 
Warum Smidt eine solche Vorliebe für den Plan entwickelte, ergibt 
sich aus der Konstellation der bremischen Handelsstrafsen in der 
Karte. Es ist das spezifische Handelsgebiet Bremens,* das damals 
zusammentrat, und wenn der Verein den Transit erleichterte, wie er 
versprach, oder aber Erschwerungen hintenanhielt, standen Bremen 
seine altgewohnten Handelsstrafsen bis nach Süddeutschland und 
bis nach Preufsen, soweit der Verkehr nach da hinübergreift, zur 
Verfügung. 
Man kannte es in den Städten kaum anders, weil man nie 
in einem abgeschlossenen Staate gelebt hatte. Man dachte an einen 
offenen Verkehr durch ganz Deutschland, Freiheit des Transits, 
wobei dann jeder Einzelstaat sich mit seinen Untertanen einiger- 
*) Vergl. mein Zur Geschichte der alten Handelsstrafsen in Deutschland, 
Gotha 1907, S. 13, 14, 22. 
2 ) Max Sohippel, Grundz. d. Handelspolit., z. Orientier, i. d. Wirt 
schaft!. Kämpfen, Berlin u. Bern 1902, S. 74, sagt: Die neuemporkommenden 
Verleger der sächsischen Hausindustrie bedeuteten noch keine einflufsreiche 
Grofsbürgerschicht, wie die alte Handelsbourgeoisie Leipzigs. 
8 ) Über die bremischen Ehrenbürger hat W. v. B i p p e n eine Miszelle in 
seinem Aus Bremens Vorzeit, Bremen 1886, S. 200, gegeben.
	        

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Geschichte Des Bremer Binnenhandels Im 19. Jahrhundert Namentlich Unter Den Alten Verkehrsformen Und Im Übergang. Verlag von Franz Leuwer, 1913.
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