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Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

Monograph

Identifikator:
891221816
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-76666
Document type:
Monograph
Author:
Neurath, Otto http://d-nb.info/gnd/118587420
Title:
Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Georg D. W. Callwey
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (231 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

159 
IX. 
Die Wirtschaftsordnung der Zukunft und die 
Wirtschaftswissensch aften. 
(1917.) 
Die Wirtschaftsform des Weltkrieges und die durch ihn bedingten 
dauernden Veränderungen konnte man schon vorher in großen Umrissen aus 
der gesamten Entwicklungsrichtung und den besonderen Bedingungen des 
Krieges ableiten. Man mußte annehmen, daß ein jahrelang dauernder Welt 
krieg verwaltungswirtschaftliche und n a t u r al Wirtschaft liehe 
Einrichtungen begünstigen und die Schaffung eines Wirtschaftsplanes 
nahegelegt werde, um auf Grund desselben die vorhandenen Kräfte im Interesse 
des Staates zu verteilen und möglichst vollständig auszunützen. Über die Kriegs 
zeit konnte man leichter als über die Friedenszeit bestimmtere Aussagen machen, 
weil der Krieg das Handeln der Menschen wesentlich eindeutiger als der Frieden 
bestimmt. In großen Kriegen siegt im allgemeinen die zentralisierte Staats 
gewalt über den Individualismus, während wir neben Friedenswirtschaften mit 
hochentwickeltem Individualismus solche kennen, in denen die Regierungen 
durch planmäßiges Eingreifen dem Einzelnen seine Stellung im Rahmen des 
Ganzen anzuweisen bemüht sind. Wir sehen denn auch jetzt schon einander 
widerstreitende Kräfte den kömmenden Friedenszustand vorbereiten. Die einen 
suchen die bisherigen organisatorischen Maßnahmen zu fördern, um sie in den 
Frieden hinüberzuretten, weil sie den Einzelnen vor den Zufälligkeiten der 
Konjunktur schützen und die Kräfte zielbewußt auszunützen gestatten, ganz 
abgesehen davon, daß auch eine unmittelbarere Beeinflussung der Einkommen 
dadurch ermöglicht werde. Andere wieder halten die Kriegswirtschaftsmaß 
nahmen für grundsätzlich verfehlt und unerträglich und sehnen den freien Wett 
bewerb herbei, der alles Untüchtige ausmerze und zur Tätigkeit ansporne. Und 
wenn die Verkehrswirtschaft unschöne Formen des Erwerbs und manches) 
Elend im Gefolge habe, so sei auf der anderen Seite das in einer Wirtschafts- 
bureaukratie durch Streberei erworbene Einkommen ebensowenig erfreulich 
wie die durch die Sicherung des Daseins bedingte Stumpfheit. 
Sollte man sogar imstande sein, auf Grund verwickelter Beweisführungen 
die Wirkungen der einen und der anderen Wirtschaftsform unbestritten fest 
zustellen, so genügt das noch lange nicht, um den Willen einheitlich zu beein 
flussen. Was den einen als Vorteil erscheint, erscheint vielleicht den anderen 
als Nachteil. Übrigens sind wir von einem einigermaßen übereinstimmenden 
Urteil über die Kausalzusammenhänge noch recht weit entfernt. Sind wirklich 
tiefere Widerstände gegen die organisierte Wirtschaft vorhanden, so wird auf 
das Argument, daß die Verkehrswirtschaft im Kriege versagt habe, gar rasch 
die Antwort gegeben, nur die zufällig zu Kriegsbeginn herrschende Form der 
Verkehrswirtschaft habe versagt, die wirklich freie Verkehrswirtschaft würde 
die Versorgung gewährleistet haben, gerade die Unvollständigkeit der Ver 
kehrsfreiheit, das Bestehen gewisser Kartelle und anderer Monopole sei schuld 
an allem gewesen. Wieder andere werden vielleicht zugeben, daß für Zeiten 
großer plötzlicher Umwälzungen regulierende Eingriffe zweckmäßig sein 
könnten, in Zeiten der Ruhe und kontinuierlichen Entwicklung aber belebe die 
freie Konkurrenz das Wirtschaftsleben und sichere die wirtschaftlichste Be 
darfsbefriedigung. So bedeutsam Einsicht und Erfahrung sind, man darf ihre 
historische Tragweite nicht überschätzen. Wir müssen daher festzustellen
	        

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Durch Die Kriegswirtschaft Zur Naturalwirtschaft. Verlag von Georg D. W. Callwey, 1919.
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