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Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

Monograph

Identifikator:
891221816
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-76666
Document type:
Monograph
Author:
Neurath, Otto http://d-nb.info/gnd/118587420
Title:
Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Georg D. W. Callwey
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (231 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

63 
Tabelle X. 
F U 11 a r t o n s c h e s Prinz i p 
Zirku 
lations 
zeit 
Akt. 
Pass. 
B 
Akt. 
Pass. 
Akt. 
Pass. 
Notenbank 
Akt. 
Pass. 
a, b 
a, b 
a, b 
b, 100 
[Noten] 
b 
100 
[Wechsel] 
100 
[Wechsel] 
100 
[Wechsel] 
100 
[Wechsel] 
b 
100 
[Wechsel] 
100 
[Noten] 
C 
Personen 
Waren . 
Preise . 
A 
a 
100 
c 
c 
c 
100 
[Noten] 
a 
a 
B 
b 
100 
C 
c 
100 
100 
[Wechsel] 
100 
[Wechsel] 
100 
[Wechsel] 
100 
[Noten] 
100 
[Noten] 
100 
[Noten! 
tieren. Er verlangt daher von B Geld. B kann nun zur Notenbank gehen und 
den Wechsel gegen Geld verkaufen. Die Notenbank ist damit Gläubigerin 
des A geworden und da B sein Giro auf den Wechsel setzen muß, kann sie 
sich auch an B halten, wenn A nicht zahlen sollte, C erhält nun von B das 
Geld und gibt B die Ware c. C kann seinerseits wieder Waren einkaufen. 
Der Einfachheit halber nehmen wir an, daß er dies bei A tut, der so seinerseits 
wieder in die Lage versetzt wird, die Wechselschuld bei der Notenbank zu 
bezahlen. Unser Schema zeigt, wie sich Zeitpunkt für Zeitpunkt die Bilanzen 
aller Beteiligten ändern. In der Praxis wird A die Ware b sehr oft weiter 
verarbeiten und dann an C weiter veräußern. Wir sehen, die Waren haben 
ihre Plätze in derselben Weise, wie in Tabelle VIII dargestellt ist, vertauscht, 
ohne daß diesmal von vornherein Geld vorhanden gewesen wäre und ohne daß 
am Schluß Geld vorhanden sein müßte. Wir sehen, daß die Menge der zirku 
lierenden Noten im vorliegenden Falle von der Menge der diskontierten Wechsel 
abhängig ist, die wieder von der Menge der umgesetzten Waren abhängt, 
wenn nur Warenwechsel diskontiert werden. Nimmt der Warenumsatz ab, so 
kommen weniger Wechsel zum Diskont und die zirkulierende Notenmenge ver 
ringert sich automatisch, da ja die Wechselschuld bezahlt werden muß. Diese 
automatische Zirkulation (Fullartonisches Prinzip) spielt im modernen Geld- 
und Kreditwesen eine große Rolle, sie ist für die Kriegswirtschaft wn größter 
Bedeutung. 
Ich habe absichtlich die Notenzirkulation theoretisch in einer Form ein 
geführt, die deutlich erkennen läßt, daß die Notenzirkulation als Mittel des 
Güterumsatzes nichts mit der in der Öffentlichkeit so oft erwähnten Metall 
deckung zu tun hat. Vorgreifend möchte ich nur erwähnen, daß die Metall 
deckung heute zwei Zwecke erfüllt: sie dient dem internationalen Ver 
kehr und zuweilen auch der Beruhigung der eigenen Bürger. Wenn ein Bürger 
im Besitz von Noten ist und Auslandszahlungen zu leisten hat, kann es für ihn 
von großer Wichtigkeit sein, sich Auslandsgeld, also bei uns Gold zu verschaffen. 
Wenn er Mißtrauen gegen den Staat hat, kann dies Mißtrauen verschieden be 
ruhigt werden. Zuweilen ist Gold nötig, zuweilen aber genügt die Angabe 
silbernen Zeichengeldes. Dies war z. B. während der Krise 1912, 1913 in 
Galizien und in der Bukowina der Fall, wo die Menschen massenhaft Silber 
ansammelten, das sie zum Teil vergruben. Der im Kriegsfälle erforderliche 
Münzenbedarf hängt so mit der Dummheit breiter Massen zusammen. Denn, 
daß der Staat in einle derartige Verwirnung geraten sollte, daß die Kaufkraft 
des Silbers, welche in zehn Einkronenstücken enthalten ist, größer werden sollte.
	        

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Durch Die Kriegswirtschaft Zur Naturalwirtschaft. Verlag von Georg D. W. Callwey, 1919.
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