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Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

Monograph

Identifikator:
891221816
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-76666
Document type:
Monograph
Author:
Neurath, Otto http://d-nb.info/gnd/118587420
Title:
Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Georg D. W. Callwey
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (231 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

5 
65 
6. Beschaffung von Zeichengeld. 
1. Allgemeines. 
Wir haben gesehen, welch scharfen Unterschied man zwischen den Geld 
sorten machen muß, die nur im Inlande verwendbar sind, und jenen, welche 
auch im internationalen Verkehr verwendet werden können. Um diesen Unter 
schied möglichst markant hervortreten zu lassen, werde ich die verschiedenen 
Geldbeschaffungsmethoden, getrennt für inländisches Zeichengeld und für Welt 
geld, erörtern. Es kann zwar unter Umständen auch Zeichengeld gegen Welt 
geld umgetauscht werden, aber im Kriegsfälle kann man mit diesen Umtausch 
möglichkeiten nicht immer mit Sicherheit rechnen und man darf, wenn man 
vorsichtig sein will, nur das als Weltgeld in Rechnung stellen, was in einem 
bestimmten Augenblick an Weltgeld vorhanden ist, wobei das Weltgeld in 
erster Reihe in Gold, in zweiter auch in Golddevisen oder Goldguthaben im 
Auslande bestehen kann. Die Trennung in Weltgeld und Inlandsgeld muß 
deshalb mit Nachdruck hervorgehoben werden, weil, wie die Erfahrung lehrt, 
nicht selten die finanzielle Kriegsbereitschaft eines Staates in der Weise be 
rechnet wird, daß man ,die Goldbestände mit den Staatskassenbeständen — die 
sowohl aus Zeichengeld, als auch aus vollwertigem Goldgeld bestehen — und 
dem Notenemissionsrecht oder Anleiherecht zu einer Summe vereinigt. Diese 
Summe besagt begreiflicherweise nichts über die finanzielle Kriegsbereitschaft, 
denn Zeichengeld kann ja beliebig vermehrt werden, während dies für Weltgeld 
nicht gilt Wer daher die fiinanzielle Kriegsbereitschaft eines Staates zu be 
rechnen unternimmt, muß vor allem ein gesondertes Zeichengeldkonto und ein 
gesondertes Weltgeldkonto aufstellen. 
Zunächst wollen wir uns ganz kurz über die Quellen orientieren, aus denen 
der Staat während des Krieges seinen Bedarf an Inlandszahlungsmitteln in erster 
Linie deckt. Es sind dies: 
a) Kriegsschatz, 
b) Anleihen, 
c) Steuern, 
d) Schaffung von Zeichengeld, sei es nun papierenes, metallisches oder 
girales Zeichengeld. 
Die Methode (d ist für Weltgeld unanwendbar. Wenn der Staat kein 
Gold vorrätig hat, ist er außerstande, es in Kriegszeiten herzustellen. Die 
Methode c) kann zwar auch dazu dienen, Weltgeld heranzuziehen, das in der 
Bevölkerung zerstreut ist, sie kann aber nur dort angewendet werden, wo die 
Herrschgewalt des Staates wirksam ist, während z. B. Methode b) sowohl im 
Inlande als auch im Auslande Verwendung finden kann. 
2. Kriegsschatz. 
Unter einem Kriegsschatz wollen wir jene Geldbestände verstehen, die 
dem Staat im Kriegsfälle tatsächlich zur Verfügung stehen. Ob eine bestimmte 
Geldsumme juristisch als Kriegsschatz ausgesondert erscheint, ist zwar nicht 
gleichgültig, aber doch eine Frage zweiten Ranges. 
Wenn eine bestimmte Geldsumme juristisch nicht als Kriegsschatz be 
zeichnet ist, so kann der Staat im Kriegsfall doch manche Schwierigkeiten 
haben, das Geld in seine Hand zu bekommen. Er kann sich möglicherweise 
genötigt sehen, Brachialgewalt mindestens formell zur Anwendung zu bringen, 
was dem Prestige nicht eben förderlich ist. Was für Schwierigkeiten sich er 
geben können, vermag man z. B. daraus zu entnehmen, daß im deutsch-franzö- 
schen Krieg die französische Regierung nur nach langem Verhandeln von der 
Bank Geld erhalten konnte. Gambetta . plante bereits gewaltsame Eingriffe, 
als die Bank schließlich doch nachgab und dem Staat unter schweren und demü 
tigenden Bedingungen — Domänen mußten verpfändet werden — Gelder 
zur Verfügung stellte. 
Ob man einen Kriegsschatz anlegen solle oder nicht, wurde bereits im 
18. Jahrhundert viel diskutiert. Schon damals konnte man mit ihm allein keinen 
Krieg mehr führen und war daneben auf andere Geldquellen angewiesen. Gegen
	        

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Durch Die Kriegswirtschaft Zur Naturalwirtschaft. Verlag von Georg D. W. Callwey, 1919.
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