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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

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36 9 
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40 
87 a 
87* 
So ich mit dem Bohrhammer arbeite, verspüre ich, 
daß das Herz viel schneller anfängt zu schlagen, 
die ganze Organe mehr aufgeregt sind, als gewöhn 
lich, daß die Glieder nach einer Weile anfangen zu 
flattern, und ich nach ein paar Stunden sehr müde 
bin, bei Sohlenbohrlöcher ist es nicht so schlimm, 
weil dann der Bohrhammer Auflager hat, sodaß sich 
derselbe viel leichter drücken läßt. (2.) [B. S.] 
Ich verspüre an meinem Körper teilweise Be 
schwerden, die darin bestehen. I. Brustweh, Kno 
chenreißen, teilweise Reumatismus, Kopfweh. Das 
Eintreten der Müdigkeit richtet sich zum größten 
Teil nach den Luftverhältnissen unter Tage. Sonst 
werde ich nach 6 Stündiger kräftiger Arbeitszeit sehr 
müde. (1. t.) [B. Schles.] 
Wenn es Schicht ist, dann bin ich eigentlich nicht 
mehr müde, dann bin wrak. (3. t.) [B.R.] 
5 Stunden. Bin den am ganzen Körper abgemüdet 
und habe alle Kräfte ausgeschwitzt. (3. t.) [B. S.] 
Mir hat der Bergbau schon gewaltig mitgespielt. 
Ich habe oft in kalter Temperatur völlig durchnäßt 
stundenlang arbeiten müssen und oft gefroren, daß 
mir die Zähne klapperten. Anderseits habe ich bei 
30—35% Celsius, oft ganz nakt schwer schuften 
müssen, (i.t.) [B. R.] 
Hier läßt sich schwer eine bestimmte Zeit angeben, 
da die Ermüdung nicht immer gleich früh eintritt. 
Die Intensität der Arbeit, die Beschaffenheit der 
84 
Luft u.s.f. ist auf den einzelnen Arbeitsstellen un 
geheuer verschieden, ebenso schwankt doch das 
körperliche Wohlbefinden infolge äußerer Einflüsse 
nicht unbedeutend. (2. t.) [B. R ] 
Auch dieses ist wieder so eine merkwirdige Frage! 
Zugegeben daß verschiedene Arbeit den Geist mehr 
anspornt aber Müde?; ist jeder Bergman der halb 
wegs seine Schuldigkeit gethan hat. Nach wieviel 
Stunden Arbeit die Müdigkeit eintritt ist nicht zu 
beantworten, da ein Unparteiischer am Zechenthor 
beobachten kann mit welch schleppenden Gange 
die Kumpels schon zur Arbeit kommen, also die 
Glieder von einem Tag zum andern gar nicht aus 
ruhen. (1.) [B. Schles.] 
Ich habe mir Eingearbeitet. Aber nach 4 Stunden 
bin ich gewöhnlich Ermüdet. (4. t.) [B. Schles.] 
Mann gewöhnt sich an die tägliche Arbeit. Wenn 
nur die Antreiberung nicht zu sehr überhand nimmt, 
so wird auch jeder gerne Arbeiten. Wenn mann 
7—8 Stunden gearbeitet hat, so hat mann auch genug 
davon, und sehnt sich nach Ruhe. (2.) [R. S.] 
Weil wir in einem Flötz von nur 1 M. Höhe ar 
beitenhat man eben nach wenigen Stunden Rücken 
schmerzen. Weil die Arbeit nicht immer gleich 
mäßig anstrengend ist, kann von einer gewöhn 
lichen Ermüdung keine Rede sein. Ist die Arbeit 
aber sehr anstrengend und wenig Luft vorhanden 
die Temperatur sehr warm, dann in 1—2 Stunden. 
(2.) [B.R.]
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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