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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

107 
statiert werden. Aber auch hier, wo immer die Art der Arbeit 
es zuläßt, ganz merkwürdige Zusammenhänge zwischen dem 
gleichmäßig monotonen Geräusch der Maschinen und dem in 
tellektuellen Habitus. 
Ein Metallarbeiter, der ein Fallwerk bedient, schreibt: „Das 
Getöse der Maschinen ist die Ursache meines phantastischen 
Geistes. Es surren mir dabei die verschiedensten Melodien, ja, 
ganze Tonwerke im Kopfe herum.“ Ein anderer: „Wie oft ver 
träume ich die Stunden an der Drehbank, während der Stahl 
von der langsam zwischen den Spitzen sich drehenden Welle 
spiralförmig aufgerollte Blechspäne von vielen Metern Länge 
abschält. In das rhythmische Knattern der Treibriemen auf den 
Transmissionsscheiben mischt sich das vibrierende Kreisen und 
Bumßen der großen Gußstücke, auf die der fest angezogene 
Schubbstahl anbeißt. Dieser Schwall von disharmonischen Me 
tallstimmen lagert sich wie eine flimmernde, akustische, nur 
dem Ohr wahrnehmbare Hohlkugel um die bewegte Maschine 
und um den, der sie bewacht. Erregt daher seine im 
Mittelpunkt dieser Schallwellenbewegung schwellende Phanta 
sie. Man starrt mit körperlichen Augen auf das langsam sich 
umwälzende Arbeitsstück. Die Hand ruht lässig, aber bereit 
an der Supportkugel, nur die Gedanken schweifen durch die 
roten Fabrikmauern, nur das wachsame Ohr registriert den ver 
änderten Gang der Maschine oder das Stumpfwerden des 
schneidenden Drehstahls. Die Klangfarbe der von Stahl und 
Eisen erzeugten Töne entspricht Worten, deren Rhythmus die 
Bewegung der Maschine bestimmt. Man hört auf, anders als 
in Rhythmen zu denken. — — Man dichtet, und der Treib 
riemen skandiert. Wie manches Gedicht verdanke ich dem me 
tallenen Klingen der Drehbank. — — — —“ 
Etwas realer verhält sich ein Metalldreher: „Bei der Ar 
beit denke ich über die Zukunft meiner Familie. Wirst du Glück 
haben, um deiner Familie ein sorgenloses Leben zu sichern? 
Wirst du die kühnen Gedanken, die dein Hirn durchfliegen, in 
Wirklichkeit umsetzen können? Oder bist du nur ein Sklave 
deiner Phantasie ? Solche Gedanken habe ich bei der Arbeit, 
die immer größere Dimensionen annehmen, je mehr ich an 
mein Elend denke.“ Die in den Großstädten konzentrierten Me 
tallarbeiter zeigen überhaupt, soweit ihnen die Möglichkeit offen
	        

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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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