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Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

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Bibliographic data

fullscreen: Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

Monograph

Identifikator:
893655864
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16023
Document type:
Monograph
Author:
Heumann, Paul
Title:
Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen
Place of publication:
Barmen
Publisher:
Kunstanstalt F. Josephson
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (179 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Geistige Anregung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen
  • Title page
  • Grundlagen und Richtlinien
  • Aufgaben der Barmer Wohlfahrtspflege im Weltkriege
  • Ausübende Tätigkeit, ihre Gliederung und wirtschaftliche Durchbildung
  • Gewinnung der Geldmittel
  • Arbeits- und Betriebsgemeinschaft des Nationalen Frauendienstes und der Wohlfahrtzentrale
  • 1. Abwehr der unmittelbaren Kriegsschäden
  • 2. Anpassung an die Kriegsnotwendigkeiten
  • Material- und Abfallsammlung
  • Ernährungsfürsorge
  • Bekleidungsfürsorge
  • Wohnungsfürsorge
  • Erhaltung und Förderung des Nachwuchses
  • Jugendpflege
  • Arbeiterinnenfürsorge
  • Aufklärungsarbeit
  • Geistige Anregung
  • Rückblick und Ausblick
  • Contents

Full text

einmal befdimubten Händen zu entfernen, und dab nur das Sublimat, am betten in Verbindung 
mit dem Alkohol, tatfädilich eine Hark bakterientötende Kraft entfaltet. Wie zielbewujjt die deutchen 
Militärbehörden — übrigens im Gegenfab zu anderen Heeresverwaltungen, namentlidi der franzö- 
fifdien — endlidi die Tuberkulofe im Heer bekämpfen, zeigt fchon die Tatrache, dafj feit 1890 eine 
befondere Zählkartenfammelforfchung über jeden wegen Lungentuberkulofe oder Lungenblutung 
aus den Lazaretten entlaffenen Mann durdigeführt wird. Wie in der Zivilbevölkerung, fo haben 
auch im Heere die verfchiedenen Mafsnahmen zur Eindämmung diefer verbreitetften Volkskrankheit, 
namentlich die Ausnübung der Walderholungsftätten, der Genefungsheime, der Lungenfürforgeftellen 
und der Heilftätten den erfreulichen Erfolg gehabt, dab die Zahl der Tuberkulofeerkrankungen in 
ftändiger Abnahme begriffen ist. 
In der von dem Kaiferin-FTiedrich-Haus und einigen andern Körperfchaften reich befchickten 
hiftorifchen Abteilung, in der wir fchaudernd die roh gefertigten Sägen, Zangen und Meffer früherer 
Jahrhunderte gewahren, befindet [ich ein eigentümlicher, diagnoflifchen Zwecken dienender Apparat: 
ein elektrifcher Kugelfucher. Die beiden Arme des zangenartigen Inftruments, das mit einem 
elekirifchen Läutewerk in Verbindung fleht, wurden in die Wunde eingetührt; trafen fie auf ein 
Gefcliob, fo wurde der Strom gefchloffen und das Läutewerk hub an zu fchellen. Geiftreich in der 
Theorie, wahiTcheinlich ziemlich unbraudibar in der Praxis und uns heutzutage geradezu ziemlich 
vorflindflutlich anmutend. Das Genie Röntgen hat uns einen Kugelfucher berdiert, der feinem 
Konkurrenten aus dem Siebziger Kriege überlegen ift, wie der mafchinengewehrbewaffnete deutfche 
Soldat dem fpeerfchwingenden Aftralneger. Und wenn man von einem alten, menfchenfreundlichen 
Medizinmann den Ausfpruch verzeidinet, er möchte nidit Arzt Tein, ohne das Morphium, To wird 
heute gewib mandier Chirurg tagen: ohne Röntgenftrahlen mödiie ich nicht Kriegschirurgie be 
treiben. Es verfteht fich von felbft, dab die deutfche Heeresverwaltung fidi die wunderbare Ent 
deckung des deutfchen Gelehrten im Dienfle der Verwundetenfürforge in weiteftem Umfange dienfl- 
bar gemadit hat; die Barmer Ausheilung legt Zeugnis davon ab. Eine grobe Anzahl künftlerifch 
vollendeter Röntgenaufnahmen gibt auch dem Laien einen Begriff von dem Ungeheuern Anwendungs 
gebiet der rätrelhaften Strahlen, die es — zumal mit Hille des ftereoskopifdien Verfahrens — dem 
Arzt ermöglichen, den Sib des Gefchoffes im Körper, wie auch den Umfang etwaiger Knochen- 
zertrümmerungen genau zu beftimmen. Den befondern Anforderungen des Krieges find die trag 
baren Röntgeneinrichtungen angepajjt, deren S romerzeugungsanlage einfadi aus einem Benzin 
motor, einer DYnamomafchine, einer Schalttafel und dem Verbindungsftab befiehl; fie find mit einer 
Umfchaltvorrichlung verfehen, die bei einem vorhandenen Leitungsanfdilub den Betrieb für die 
jeweilig vorhandene Spannung ermöglicht. Nicht nur der Chirurg,- auch der Zahnarzt bedient fidi 
bei der Verwundetenbehandlung oft und mit beftem Erfolge der Röntgenftrahlen, um ein zuver- 
lhffiges Bild von dem Zuftand der verlebten Kieferknochen zu erhalten und daraufhin die häufig 
notwendigen plaftifdien Operationen und andere Eingriffe ficher vornehmen zu können. Was die 
moderne Zahnheilkunde bei ausgedehnten Kieferzertrümmerungen und anderen fchweren Ver 
lebungen der Mundhöhle zu leihen vermag, das erhellt aus den vorzüglichen Abbildungen des 
Prof. Bruhn und anderen Serienbildern, die uns die Entwicklung der Heilung eines Kieferverleblen 
von feiner Verwundung bis zum Abfchlub des Heilverfahrens vorführen. 
Aber von folchen befondern Verlebungen abgefehen, bleibt die Verwundeten- und fpeziell 
die KriegskriippelfüiTorge natürlich in elfter Linie zunächft dem Chirurgen und Orthopäden Vorbe 
halten. Da werden vollftändig zerftörte Sehnen, deren Verhüt in früheren Zeiten unfehlbar zu einer 
Lähmung des von ihnen verfolgten Gebietes führen mu|te, entweder durch Verpflanzung einer 
gefunden Sehne oder durch Einfügung einer künftlichen (feidenen) Sehne erfebt, zerriffene Nerven 
mit Erfolg genäht, verfteifte Gelenke gelöft und durch Zwüchenlageruug von Weichleilen beweglidi 
gemacht und manche andere technifche Kunfiftückchen ausgeführt, die noch vor einem Menfchen- 
alter als unerhört gegolten hätten. Befondere Aufmerkfamkeit wendet der behandelnde Arzt von 
vornherein dem Zuftande der Gelenke zu. Durch befondere Schienen und Verbandmethoden fudit 
er den Sdiaden auszugleidien, den die bei fdiweren Verwundungen meift erforderlidie längere 
Ruhigllellung der Gelenke fo leidit im Gefolge hat und verhütet in diefen, wie audi in vielen 
andern Fällen die drohende Verkrüppelung des verlebten Gliedes. Medikomechanifche Pendel 
apparate, Fleiblufikafien, Elektrizität und Bäder dienen weiterhin dem Zweck, die volle Beweglich-
	        

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Wohlfahrtzentrale Der Stadt Barmen. Kunstanstalt F. Josephson, 1917.
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