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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Partei und das Parlament
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

111 
Vor allen Dingen wird der Premierminister selbst vom Volke bezeich 
net, er ist das nationale Haupt seiner Partei. Selbst in den Tagen, wo 
es noch kein demokratisches Wahlrecht gab, konnte Georg III. Pitt 
nicht lange vom Amte entfernt halten. Die Königin Viktoria konnte 
sich Palmerstons nicht entledigen, solange das Volk fest zu ihm hielt, 
und durfte ihren feindseligen Gefühlen gegen Gladstone nicht im Wider 
spruch mit der öffentlichen Meinung frönen. Als 1880 der Ruf an die libe 
rale Partei erging, die Geschicke des Landes in die Hand zu nehmen, 
konnte Lord Hartington, der damals ihr Chef war, das Ministerium 
nicht bilden, noch vermochte es Granville; denn Gladstone war des 
Volkes Erwählter. Der Ministerpräsident ist in Wirklichkeit der Aus 
erwählte des Volkes, was immer die nominellen Formalitäten seiner 
Berufung sein mögen. 
Mir liegt nichts daran, daß das Haus der Gemeinen die Minister direkt 
wähle. Eine zu hohe Prämie würde dann auf das bloße Reden gesetzt wer 
den. Große Personengruppen, wie parlamentarische Parteien, schenken 
eben eloquenten Appellen, die die Urteile einer Menge in Gefühlssachen 
oder Prinzipienfragen ins Schwarze treffen lassen, ihnen aber in konkre 
ten Einzelheiten undVerwaltungsangelegenheiten so unheilvoll sind, ein 
geneigteres Ohr. Außerdem wäre ein vom Parlamente direkt nominier 
tes Ministerium nicht einen Deut unabhängiger, als ein nach heutiger 
Methode zusammengesetztes, während es Elemente lästiger, unbe 
quemer Reibung viel leichter enthalten und ausbrüten kann. Wenn 
auch das jetzige Verfahren willkürlich erscheinen mag, so haben die 
Ministerpräsidenten doch keine absolute Freiheit bei der Verteilung 
der Portefeuilles. Indem das Haus zeigt, daß es von bestimmten Män 
nern beeinflußt wird und ihren Ratschlägen Aufmerksamkeit spendet, 
wählt es sie für die Ministerposten aus. Der Chef der Regierung muß 
ihnen bei nächster Gelegenheit ein Amt überlassen, will er sich nicht 
das Vertrauen seiner Partei verscherzen. Gewiß kennt diese Regel 
schreiende Ausnahmen, aber eine Regel bleibt es trotzdem. 
Es ergibt sich eine ganz natürliche Ordnung von Verantwortlich 
keiten. Der Ministerpräsident ist eine nationale Gestalt, er wird vom 
lag vielmehr in erster Linie darin, daß das Glück der Liberalen nach einer langen 
Periode der Opposition ganz plötzlich umschlug und die Männer, die einen Posten 
hätten erhalten können, nicht erprobt waren. Der andere Grund war, daß das 
Kabinett vor den allgemeinen Wahlen konstituiert werden mußte und der Pre 
mierminister deshalb über die wirklichen Anforderungen der öffentlichen Meinung 
im dunklen war.
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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