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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Der Staat
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

22 
sie zum Staatskirchentum geworden; denn sie fordert Anerkennung 
und Unterstützung vom Staate und begründet diesen Anspruch da 
durch, daß ihr Gedeihen zur Erfüllung der Staatsaufgaben beitrage. 
Zweifellos ist der Staat verpflichtet und daran interessiert, dem 
Einzelnen die Kultusfreiheit zu sichern und die sittlichen und geist 
lichen Errungenschaften hochzuhalten, nur liegt es in der Natur des 
moralischen und geistlichen Lebens, daß der Staat ihm durch sein 
aktives Eingreifen keine neuen Impulse geben kann. Vielmehr er 
folgt die entgegengesetzte Wirkung: das Leben stagniert, und es ist 
eine bemerkenswerte Erscheinung, daß sich das Wiedererwachen dieser 
Lebensenergien jedesmal durch mehr oder weniger prononzierte Ab 
weichungen von den Formeln und Gebräuchen charakterisiert hat — 
ich erinnere an unsere eigene Hochkirchen-Bewegung —, auf die der 
Staat, der Religionsbeschützer, als Merkmale und Zeichen der von 
ihm virtuell anerkannten Sache hat bestehen müssen. Die geistliche 
Freiheit der Kirche ist mit dem Staatspatronate unvereinbar. Reli 
giöse Gemeinschaften, wie die Hochkirche, können wohl in geistlichen 
und rituellen Dingen den Ruf nach Freiheit erheben, ja sie mögen ihre 
Forderungen selbst eine Zeitlang mit Erfolg verfechten, weil der Staats 
schutz kaum noch mehr als eine Formsache ist und nur fortdauert, 
um politischen Parteigängern der jeweiligen Parlamentsmehrheit Kir 
chenämter 1 zu reservieren, aber solange diese Assoziationen innerhalb 
der Staatskirche bleiben, können sie in erwähnten Angelegenheiten 
offenbar keine Freiheit beanspruchen. Im Mittelalter war die Ver 
bindung zwischen der Kirche und dem Staate eine logische Folge der 
damaligen Denkart, die beide Mächte als Offenbarungen von Gottes 
Gegenwärtigkeit auf faßte und von ihnen die Verehrung des göttlichen 
Vertreters erwartete. Doch über die Zeiten konnte dieser Geist nicht 
triumphieren: heute ist das Bündnis nur noch ein Trümmerhaufen 
von Zeremonien und Formen, die verwelken und dahinsiechen, nach 
dem des Lebens Glut und Wärme längst erloschen ist. 
In manchen Punkten reicht die Bedeutung dieser Verknüpfung 
allerdings über die bloße Form hinaus und wirkt direkt schädigend. 
Die verhängnisvolle Verquickung der Funktionen der Kirche und des 
1 Die staatliche Anerkennung der Religion in Schottland ist noch bedeutungs 
loser. Sie besteht aus einem Vertreter des Königs, der alljährlich in Holyrood 
einen Empfangstag abhält, wo die Prediger, die an der Generalversammlung 
der Staatskirche teilnehmen, zugegen sind.
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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