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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Das Wahlrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

32 
komitee Hilfe spendet, ist genau so berufen, über die Folgen der be 
stehenden Ordnung für die Menschheit ein Urteil zu fällen, als der er 
folgreiche Arbeitgeber. Gelingen und Mißerfolg müssen in der Staats 
persönlichkeit zu gleichem Recht vertreten sein, der Unglückliche und 
der Gesegnete müssen beide auf dem Richterstuhle sitzen. 
Beunruhigen könnte von meinem Standpunkt nur der Gedanke, wie 
man sich gegen die Demoralisation des Esaus der Gesellschaft wapp 
nen soll, der täglich gewillt ist, sein Geburtsrecht für ein Linsengericht 
zu verkaufen. Um aber die Gefährlichkeit unserer Esaue gründlich zu 
erkennen, müssen wir die Gemeinschaft der politisch Verkommenen 
bis in die Wurzeln durchforschen. Wohl mag der Preis des Armen ein 
verächtliches Linsengericht sein, aber das Übel liegt nicht in dem un 
bedeutenden Preise, sondern daß der Arme überhaupt verkäuflich ist. 
Es gibt eine Entsittlichung, die Folge ist sowohl des Nichtstuns und der 
Abhängigkeit von bestehenden Gebrechen — z. B. von Einkünften aus 
dem Alkoholkonsum und anderen Dingen, die eine reiche Ernte sozialer 
Degradation bringen — als auch der Armut. Des Reichen Anhänger 
sind illegitimen Einwirkungen in demselben Grade ausgesetzt, als der 
Landstreicher auf den Heerstraßen oder der Zechbruder in den Gast 
häusern. Politische Unfähigkeit, geistige Schlaffheit und moralische 
Entgleisungen sind unter den Wohlhabenden Großbritanniens gerade 
so häufig wie bei den Armen. Man begeht den Fehler, Kleidung, Kul 
tur des Benehmens und des Bankiers Bilanzen mit Weisheit und Bil 
dung zu verwechseln. Auch kann man diese Sittenverderbnis nicht 
einfach aus den politischen Einflüssen sondern, wie man Spreu vom 
Weizen scheidet, da die Krankheit nicht etwa durch eine Mischung 
von Spreu und Weizen, sondern durch eine schlechte Weizenart ver 
ursacht wird. Hier handelt es sich um eine organische Schwäche des 
politischen Körpers, die nur durch ein Stärkungsmittel gehoben wer 
den kann, wie eine Erziehungsmethode es bietet, die die Staatsbürger 
für hohe soziale Gesichtspunkte empfänglich macht und sie lehrt, 
hauptsächlich für den allgemeinen Nutzen zu wirken und zu schaffen. 
Könnten die kranken Teile abgetrennt werden, so wäre ich damit ein 
verstanden, aber die bis jetzt vorgeschlagenen Mittel sind dazu unge 
eignet. Der unzweckmäßigste Prüfstein wäre jedoch der Besitz; denn 
er konservierte im politischen Körper nicht allein die Krankheitsfor 
men, sondern würde ihren Einfluß noch vermehren.
	        

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Om Kredit Och Vexlar. Edlund, 1880.
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