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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Akazienholz 
7 
Alabaster 
in Äther löst. 2. Das gelbe A. von Xanthor- 
rhöa hastilis erhält man in länglichrunden, bis 
3 cm breiten Stücken von tiefbraunroter Farbe, 
die auf dem Bruche gelb sind und auch ein 
gelbes Pulver geben. Es ist ziemlich hart, läßt 
sich mit dem Fingernagel nur schwer ritzen und 
besitzt einen angenehmen benzoeartigen Geruch 
und aromatischen, etwas süßlichen Geschmack. 
•— Beide Sorten enthalten außer verschieden 
artigen Harzsäuren Zimtsäure, Benzoesäure und 
ein ätherisches Öl. — Man benutzt sie zur Dar 
stellung gefärbter Weingeistlacke, von Harz 
seifen und zum Leimen des Papiers. Früher 
fertigte. man auch Pikrinsäure daraus. 
Akazienholz (Acacienholz, Robinienholz, 
frz. Bois d acacie, engl. Acaciawood). Das Holz 
der in Nordamerika heimischen, bei uns jetzt 
überall verbreiteten Robinia Pseudacacia ist 
V °a gelblicher Farbe, feinkörnig, biegsam, zäh 
und fest, läßt sich gut polieren und leicht fär 
ben und widersteht der Fäulnis und demWurm- 
iraße sehr gut. Unter Wasser hält es sich von 
allen Holzarten am besten. In Europa benutzt 
man es zu Tischler- und Drechslerarbeiten so 
wie namentlich zu Radspeichen, Radkämmen, 
Weinpfählen und Hammerstielen, in Amerika 
auch zum Schiffsbau sowie vof allem zu Schiffs 
nägeln (bis 75 cm). 
Akkumulatoren (Accumulatoren), Appa 
rate, welche dazu dienen, die von einer galvani 
schen Batterie oder einer Dynamomaschine ent 
wickelte Elektrizität, aufzunehmen und aufzu 
speichern, um sie zu beliebiger Zeit wieder ver 
werten zu können. Im Hinblick auf das hohe 
Gewicht der meist aus Blei bestehenden A., wel 
ches ihre Verwendung für Kraftwagen erschwert, 
bemühen sich verschiedene Erfinder, besonders 
Edison, Kompositionen aus leichteren Me 
tallen, Nickel- und Silberperoxyd, zu konstru 
ieren; wie es scheint, bis jetzt ohne endgültigen 
Erfolg. 
AkoYn, ein von der Firma Heyden herge 
stelltes Derivat des Guanidins, Diparanisylphene- 
tylguanidinchlorhydrat, welches als Anästheti- 
kum empfohlen wird und vor dem Kokain ge 
wisse Vorzüge haben soll. 
Akonitin (lat. Aconitinum, frz. und engl. Aco 
nitine) findet sich neben anderen Alkaloiden, 
besonders in dem Kraut und den Knollen des 
Eisenhutes (A. napellus), aus welchen es früher 
durch Extraktion mit warmem Alkohol unter 
Zusatz von Schwefelsäure und nachherige Fäl 
lung mit Alkalien hergestellt würde. Da hiermit 
eine teilweise Zersetzung verbunden ist, extra 
hiert man jetzt in der Kälte und ersetzt die 
Schwefelsäure durch Weinsäure. Die im Handel 
vorkommenden Sorten bestehen nicht aus dem 
feinen A., sondern aus einem Gemisch mehrerer 
Alkaloide. Das sog. Deut sch e A, von Aconitum 
napellus enthält neben Akonitin meist Pikro- 
Akonitin und Akonin. Ihm ähnlich ist das Fran 
zösische A. (A. gallicum), während das Eng 
lische A. (A. anglicum) von Aconitum ferox 
hauptsächlich aus PseudorA. besteht. In neuerer 
Zeit hat man versucht, die außerordentlich ver 
schieden wirksamen Präparate in anderer, mehr 
vdssenschaftlicher Weise einzureihen, und unter 
scheidet jetzt: Amorphes Akonitin, welches 
f^ern französischen und deutschen A. entspricht, 
Kristallisiertes A., welches in Form schöner 
Kristalle erhalten wird, und das ebenfalls kri 
stallisierte Pseudo-A. ImHinblick auf die z.T. 
recht geringe Wirksamkeit der amorphen Sorten 
wäre es erwünscht, wenn nur noch kristallisier 
tes A. bzw. Pseudo-A. verordnet würden. Das 
reine A. bildet farblose, bei 190—198° schmel 
zende Tafeln, welche in Wasser schwer, in Al 
kohol, Äther, Chloroform und Benzol leicht 
löslich, in Petroläther unlöslich sind. Die wäß 
rige Lösung zeigt einen scharfen, brennenden 
Geschmack, reagiert schwach alkalisch und ist 
linksdrehend. Das A. wird von konz. Schwefel 
säure und Salpetersäure ohne Färbung gelöst 
und gibt mit den meisten allgemeinen Alkaloid 
reagenzien charakteristische Niederschläge. Das 
Pseudo-A. unterscheidet sich von ihm durch 
das Verhalten gegen Vanadin-Schwefelsäure, 
wobei eine violette Färbung auftritt. Das A. 
sowie die verschiedenen Präparate desselben 
sind äußerst starke Gifte. Sie finden innerlich 
wie äußerlich medizinische Anwendung gegen 
Gelenkrheumatismus, Neuralgie usw., und müssen 
unter den direkten Giften aufbewahrt werden. 
Akopyrin (Azetopyrin, Az et y 1 salizy 1- 
saures Antipyrin), ein weißes, in Alkohol 
leicht, in Wasser kaum lösliches kristallinisches 
Pulver, wird gegen Fieber, Kopfschmerzen und 
Gelenkrheumatismus verordnet. 
Akori, eine seltene blaue Korallensorte von 
der afrikanischen Küste. 
Akridinfarbsfoffe. Unter diesem Namen faßt 
man eine Anzahl Farbstoffe zusammen, welche 
sich vom Akridin, HC(C 6 H^) 2 N, bzw. Phenyl 
akridin (Chrysanilin), C (i H ? C . (C„H 4 ) 2 N, ableiten. 
Phosphin (Chrysanilin-Nitrat), aus" denNeben- 
produkten der Fuchsinfabrikation bereitet, färbt 
Seide, Wolle und Baumwolle goldgelb, wird 
aber heute nur noch als sog. Ledergelb zum 
Färben von Leder benutzt, Benzoflavin dient 
zum Gelbfärben von Baumwolle, Akridingelb 
von Seide und Baumwolle. 
Alabaster (frz. Alabätre, engl. Alabaster) nennt 
man die feinkörnigen, weißen, mehr oder we 
niger durchscheinenden Arten des natürlichen 
wasserhaltigen Schwefelsäuren Kalkes (Kal 
ziumsulfates) oder Gipses, die besonders zu 
Voltera bei Florenz und bei Sestri, unweit Genua, 
weiter auch in Tirol, Thüringen, Schlesien, Würt 
temberg, im Amt Liebenburg (Prov. Hannover) 
und Frankreich (bei Cluny) gebrochen werden. 
Da der A. sehr weich ist, läßt er sich in den 
Steinbrüchen sehr leicht ohne Anwendung von 
Sprengmitteln gewinnen und ebenso leicht ver 
arbeiten. Man fertigt daraus teils an den Fund 
orten selbst, teils an anderen Orten, so in Paris, 
Voltera, Florenz, Siena, Gröden in Tirol, Nürn 
berg, Niedersachswerfen (bei Nordhausen), am 
Harze usw. mancherlei Kunst- und Gebrauchs 
gegenstände, die aber nicht im Freien, sondern 
nur in geschlossenen Räumen aufbewahrt und 
aufgestellt werden können, da sie von der Witte 
rung stark angegriffen 'werden. Vom Marmor 
unterscheidet sich der A. leicht dadurch, daß 
er beim Befeuchten mit Säuren kein Aufbrausen 
zeigt. Die Abfälle von der Herstellung, der Ala- 
bästerwaren werden fein gemahlen und als ge 
brannter oder ungebrannter A. als weißes 
Farbmaterial in den Handel gebracht.
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Sozialen Verhältnisse Im Kohlenbergbau Der Ver. Staaten. Verein f. Bergbaul. Interessen, 1927.
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