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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Aldol 
10 
Alinit 
silben von Alkohol und dehydrogenatus (wasser 
stoffberaubt) benannt, findet sich im Runkel 
rübenspiritus, im rohen Holzgeist und im Vor 
lauf des mit Holzkohle entfuselten Spiritus. 
Im großen wird er dementsprechend bei der 
Reinigung von Rohspiritus durch Holzkohle 
gewonnen, wobei die in den Kohlenporen kon 
densierte Luft oxydierend auf einen Teil des 
Alkohols wirkt. Dieser bei der Destillation zu 
erst übergehende Teil wird besonders aufge- 
fangen (Vorlauf) und liefert bei der fraktio 
nierten Destillation den sogenannten technischen 
A. Den reinen Ä. stellt man gewöhnlich durch 
Oxydation des Alkohols mittels Braunsteins 
oder Kaliumchromats und Schwefelsäure dar. 
A., CH3.CHO, ist eine farblose, leicht be 
wegliche Flüssigkeit von erstickendem Ge 
ruch, welche bei 21 0 C siedet und bei o° ein 
spez, Gew. von 0,8009 besitzt. Mit Wasser und 
Alkohol ist A. in jedem Verhältnis mischbar, 
nimmt aus der Luft leicht Sauerstoff auf und 
oxydiert sich zu Essigsäure. Wie alle A. wirkt 
er reduzierend und scheidet aus ammoniakal. 
Silberlösung einen Silberspiegel ab. Im Handel 
unterscheidet man technischen A. (venale) und 
chemisch reinen A. (absolutum). Letzterer fin 
det nur zu wissenschaftlichen Zwecken Verwen 
dung. In der Farbentechnik wurde der A. früher 
zur Darstellung des sog. Aldehydgrüns benutzt, 
während er jetzt zur Gewinnung von Chinaldin 
und Chinolingelb dient. 
Aldoi, der Aldehyd der Oxybuttersäure, C 3 H 6 . 
(OH)CHO, entsteht bei Behandlung von Azet- 
aldehyd mit kalter Salzsäure als eine färb- und 
geruchlose, dickliche Flüssigkeit, welche als 
Schlafmittel Anwendung findet. 
Ale (spr. Ehl) ist ein englisches obergäriges 
Nationalbier, von welchem man zwei Hauptsorten 
unterscheidet, nämlich bitteres A., auch India- 
Ale oder Pale-Ale genannt, welches vorzugs 
weise in England konsumiert wird, und mildes 
A. oder Scottish-Ale, das in Schottland vor 
gezogen wird. Zum Export, namentlich nach 
heißen Ländern, eignet sich nur die erstere, 
sehr stark gehopfte Sorte. Außer diesen beiden 
Hauptsorten unterscheidet man noch je nach 
den Orten, wo dasselbe gebraut wird, verschie 
dene Untersorten, so z. B. London-Ale, Bour- 
ton-Ale, Leeds-Ale. Gutes A. hat eine blaß 
gelbe Farbe, schäumt stark und zeichnet sich 
durch große Klarheit aus. Nach einer Analyse 
des Dresdrier Untersuchungsamtes enthielt Pale- 
Ale von Bass & Co. 5,8 o/ 0 Alkohol, 4,64 0/0 Ex 
trakt, entsprechend 15,660/0 Stammwürze und 
70,35 % Vergärungsgrad, 0,29,0/0 Mineralstoffe, 
0,170/0 Milchsäure, 0,650/0 Maltose, 0,490/0 Ei 
weißstoffe, 0,130/0 Glyzerin. Ingwer-Ale von 
Belfast istA.,-welches einenAuszug von Ingwer 
wurzel enthält. 
Ahmanns Vegetable-Bathing Prepareds, ein 
aus 30 g Paprika und 1 g Roßkastanie bestehen 
des Geheimmittel, vor welchem der Rat zu Dres 
den eine öffentliche Warnung erlassen hat. 
Ahrceholz ist das Holz einer in Chile wach 
senden Konifere (Fitzroya patagonica), 
deren Stämme oft eine sehr bedeutende Dicke 
erreichen und wegen der schlechten Transport 
verhältnisse gewöhnlich im Walde selbst zer 
schnitten werden. Das meist ohne den weißen, 
dünnen Splint in den Handel kommende rote 
Kernholz ist sehr dauerhaft, zieht und wirft sich 
nicht und läßt sich leicht spalten. Ausfuhrhafen 
für Alercebretter ist Puerto Mont, von wo sie 
nach Coquimbo, Valparaiso und Peru gelangen. 
In Chile wird auch das Harz dieses Baumes 
(Alerceharz) zur Bereitung von Lacken be 
nützt. 
Aleuritesöl, das fette Öl der Candle- oder 
Bankulnüsse, welche auf den Molukken ge 
gessen werden, wird in Japan und China als 
Zusatz zu Leinöl und Firnis im großen herge 
stellt, von den Eingeborenen der Südseeinseln 
zu Leuchtzwecken benutzt. 
Aleuronat nennt die Firma Hundhausen ein 
gelblich-weißes, pulverförmiges Nährpräparat 
aus Weizenkleber, welches bei 13—140/0 Stick 
stoffgehalt ein nahezu reines Eiweiß darstellt. 
A. findet als Kräftigungsmittel zur Erhöhung 
des Stickstoffgehaltes der Nahrung sowie zur 
Herstellung von Diabetikerbrot Anwendung. 
Einige inDresden hergestellte Aleuronatbrote 
enthielten 18—190/0 Stickstoffsubstanz. 
Alfa (Haifa, Sparto, Espartofaser), ein 
Faserstoff, der aus einer in Marokko, Tunis und 
Algier in großer Menge wachsenden und auch 
in Plantagen kultivierten Grasart, Stipa tena- 
cissima, gewonnen wird und dort einen be 
deutenden Ausfuhrartikel bildet. A. dient in Spa 
nien, Italien und Österreich zur Korbflechterei 
und als Durchzugsstroh der Virginiazigarren, 
die grobe Faser zu Seilerarbeiten, Fischer 
netzen, die feine gebleichte Faser, namentlich 
in England und Spanien, zur Papierherstellung. 
Schon seit Jahrhunderten werden ferner aus den 
festen Fasern Gebirgsschuhe (Calzei spartei) 
verfertigt. Die Faser, welche nicht aus dem 
Plalme, sondern aus den zylindrisch gestalteten 
Blättern gewonnen wird, ist grüngelblich, glanz 
los, rauh im Anfühlen und im Vergleiche mit 
den gewöhnlichen Spinnfasern steif. 
Alfenid (frz. Alfenide, engl. Argentan) nennt 
man Legierungen aus Kupfer, Zink und Nickel, 
also eine Art Neusilber. Die nickelreicheren be 
sitzen eine sehr schöne weiße Farbe, die nickel 
ärmeren werden gewöhnlich galvanisch versil 
bert. 
Algarobilla (Algarovilla), Hülsenfrüchte 
mehrerer südamerikanischer Pflanzen (Inga Mar 
thae, Prosopis Algarobo, Caesalpinia melano- 
carpa, Balsamocarpum brevifolium usw.), deren 
kleine linsenförmige, schwärzliche Bohnen wegen 
ihres hohen Gerbstoffgehaltes (bis zu8oo/ 0 ) zum 
Schwarzfärben und in der Tintenfabrikation 
verwandt werden. A. kommt in Säcken von 
75 kg zum Verkauf. 
Algiermetall, eine weißglänzende, ziemlich 
leicht schmelzbare und sehr gußfähige Legie 
rung aus 94,5 0/0 Zinn, 5 °/o Kupfer und 0,5 0/0 
Antimon, oder aus 7 Teilen Zinn und 1 Teil 
Antimon, wird zu Tischglocken, Klingeln usw. 
verarbeitet. 
Algin (Alginsäure), eine eiweißähnliche, aus 
Meeresalgen stammende Substanz, wird als Ap 
preturmittel und zur Herstellung photographi 
scher Papiere benutzt. 
Alinit, ein graues amorphes Pulver, welches 
neben Stärke und Aleuron lebensfähige Kul 
turen des Bacillus megatherium enthält und als
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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