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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
N
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Nitrophosphate 
301 
Nüsse 
wird durch Behandlung vonNaphthalin mit einer 
Mischung von Salpetersäure und Schwefelsäure 
gewonnen und bildet gelbe prismatische Kristalle, 
die unlöslich in Wasser, aber in Alkohol, Äther 
und Schwefelkohlenstoff leicht löslich sind. Das 
N. schmilzt bei 6i°, der Siedepunkt liegt bei 
304 0 C. 
Nitrophosphate, die aus Knochenmehl, Guano 
oder; Phosphorit mit Salpetersäure (anstatt der 
Schwefelsäure) bereiteten Superphosphate, kom 
men nur selten im Handel vor, weil sie, ob 
gleich als Düngemittel sehr wirksam, zu teuer 
sind und an der Luft rasch feucht werden. 
Nitroprussidnatrium (Nitroferridzyan- 
natrium, lat. Natrium nitroprussicum, frz. 
Nitroprussiate de soude, engl. Nitroprussiate of 
soda), das empfindlichste Reagens auf in Wasser 
lösliche Sulfide, wird dargestellt, indem man 
gelbes Blutlaugensalz mit verdünnter Salpeter 
säure unter Erwärmen mischt und die saure 
Flüssigkeit mit kohlensaurem Natrium sättigt, 
filtriert und zur Kristallisation verdampft. Beim 
Umkristallisieren aus Alkohol wird das Salz in 
rubinroten Kristallen erhalten, die dem roten 
Blutlaugensalz ähnlich sind. Alkalisulfidlösun 
gen färben sich auf Zusatz des Reagens so 
fort purpurrot bis blau, während mit Schwefel 
wasserstoff keine Färbung entsteht. Aus dem 
N. wird durch Fällung mit Kupfervitriol das 
Nitroprussidkupf er (lat. Cuprum nitroprussi 
cum) erhalten, ein nach dem Trocknen grau 
grünes Pulver, das zur Prüfung ätherischer Öle 
auf Fälschung mit Terpentinöl oder anderen 
sauerstofffreien Ölen dient. Beim Erhitzen in 
sauerstoffhaltigen Ölen färbt sich das Pulver 
schwarz oder schwarzgrau, und das Öl nimmt 
andere, dunklere Färbung an, während mit Ter 
pentinöl oder anderen sauerstofffreien Ölen keine 
Veränderung eintritt. 
Nitrosophenolfarbstof f e (C h i n o n o x i rn f a r b - 
Stoffe) enthalten die Atomgruppe NO . OH 
und entstehen durch, Einwirkung von salpe 
triger Säure auf Phenole wie Resorzin, Naph- 
tol u. a. Die sauren, meist grünen Farbstoffe 
der Gruppe dienen zur Beizenfärbung und 
geben mit Eisenhydroxyd grüne, mit Chrom 
hydroxyd braune Lacke von hoher Licht- und 
Waschechtheit, Als wichtigste Glieder der Reihe 
seien angeführt: Solidgrün (Dinitroresorzin), 
Naphtholgrün B (Eisensalz des nitrosonaph- 
tolsulfosauren Natriums), Gambin R u. V oder 
Elsässergrün J (Nitrosonaphtol), Dioxin 
(Nitrosodioxynaphtalin). 
Nitrotoluol, ein für die Teertarbenfabrikation 
unentbehrliches chemisches Präparat, C7H7NO2, 
bildet drei isomere Modifikationen, Ortho-, 
Meta- und Paranitrotoluol. — Ersteres ist 
eine gelbe P'lüssigkeit von bittermandelölähn- 
lichem Geruch, einem spez. Gew. von 1,163 und 
dem Siedepunkt 218,5 0 C. ln der Kälte wird 
nicht fest. — Das Metanitrotoluol erstarrt in 
der Kälte, schmilzt dann wieder bei 16° C und 
siedet bei 230,5° C. — Das Paranitrotoluol bil 
det bei gewöhnlicher Temperatur weiße glän 
zende Kristalle, die einen mehr an Anis als an 
Bittermandelöl erinnernden Geruch besitzen. Sie 
schmelzen bei 54° und sieden bei 237 0 C. — 
Außerdem gibt es noch mehrere Binitro- 
toluole oder Dinitrotoluole und Trinitro- 
toluole. 
Nitrum (lat.) bedeutet Salpeter, N. cubi- 
cum Chilesalpeter, N. flammans salpetersaures 
Ammoniak, N. prismaticum gewöhnlicher Sal 
peter, N. tabulatum geschmolzener Salpeter in 
Plätzchenform. 
Nörzfelle (Minks). Der Nörz oder Nerz, 
die sog. Sumpfotter (Mustela lutreola), ein 
dem Marder ähnliches Raubtier, lebt im nörd 
lichen Europa, Asien und Amerika und kommt 
auch in Norddeutschland vereinzelt vor. Das 
etwa 50, mit dem Schwänze 64 cm lange Tier 
hat ein glänzend kastanienbraunes Oberhaar, 
das nicht so lang als beim Zobel wird, und 
darunter einen graubraunen Flaum. Kehle und 
Brust sind bei dem russischen und asiatischen 
N. fast immer weiß, während die amerika 
nischen nur an der Lippe weiße Auszeichnung 
besitzen. Nörz ist ein beliebtes Pelzwerk, wel 
ches im allgemeinen zwischen Zobel und Edel 
marder eingereiht wird. Die Handelsware 
stammt aus Rußland und Nordamerika, wo 
besonders die Ostküste, Neuengland und Maine 
die feinsten und dunkelsten Felle liefern. 
Nopalin, ein schöner roter Farbstoff für Seide 
und Wolle, besteht aus einer Mischung von 
Binitronaphthol mit Bibromnitrofluoreszein. 
Nosophen (Jodophen), ein als Jodoform 
ersatz empfohlenes Antiseptikum, entsteht bei 
der Behandlung von alkalischer Phenolphtalein- 
lösung mit Jodjodkalium als ein gelbes geruch- 
und geschmackloses Pulver, das in Wasser und 
Säuren unlöslich ist, von Äther und Chloroform 
aber leicht aufgenommen wird. N. ist in chemi 
scher Hinsicht Tetrajodphenolphtalein. 
Novaspirin wird durch Einwirkung von Phos^- 
phorpentachlorid auf Anhydromethylenzitronen- 
säure und nachfolgende Veresterung des Reak 
tionsproduktes mit Salizylsäure dargestellt und 
ist demnach der Disalizylsäureester der An- 
hydromethylenzitronensäure. Das in Wasser gar 
nicht, in Alkohol und Äther leicht lösliche weiße 
Pulver vom Schmelzpunkt 151° wird anstatt des 
Aspirins angewandt, dessen unangenehme Neben 
wirkungen ihm fehlen. 
Novokain ist ein färb- und geruchloses Kri 
stallpulver, das sich in Wasser und Alkohol lölt 
und für sich oder mit Suprarenin als wenig 
giftiger Kokainersatz für lokale Anästhesie be 
nutzt wird. N. ist das salzsaure Salz des 
Paraamidodiäthylaminoäthanols. 
Nüsse (lat. Nuces, frz. Noix, engl. Nuts). 
Unter, dem Namen Nüsse ohne nähere Be 
zeichnung begreift man im Handel gewöhn 
lich nur die Walnüsse oder welschen 
Nüsse und die Has-elnüsse. — Der stattliche 
Walnußbaum (Juglans regia) stammt aus 
Persien, wanderte schon im Altertum nach dem 
Westen aus und wird gegenwärtig im süd 
lichen und mittleren Europa häufig angebaut. 
Die Römer nannten die Nuß Juglans, Jupiters 
Eichel. In Deutschland finden sich die Nuß 
bäume in den nördlichen Gegenden nur ver 
einzelt und bringen auch nicht immer reife 
Früchte hervor, hingegen sind sie angepflanzt 
im Süden und Südwesten, in den Rheingegen 
den, in Franken, Mähren, Tirol, der Schweiz, 
| m vielen Departements von Frankreich und
	        

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Gesetz Betreffend Kinderarbeit in Gewerblichen Betrieben. Verlag von Gustav Fischer, 1904.
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