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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
R
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Resiablätter 
364 
Rettich 
Mazeration mit fetten Ölen oder festen Fetten 
gewonnen werden kann. Das käufliche Reseda 
öl (lat. Oleum resedae pingue, frz. Huile par- 
fumde de rdsdda, engl. Oil of reseda) besteht aus 
einem solchen mit Resedablüten aromatisierten 
fetten Öl und wird als Zusatz zu Haarölen ver 
wendet. Ein mit festem Fett hergestelltes Pro 
dukt heißt Pomade de Rdsöda, während Ex- 
trait de Rdsdda durch Behandeln der Pomade 
mit feinstem Sprit erhalten wird. Ein unter dem 
Namen Reseda-Geraniol im Handel befind 
liches Präparat wird gewonnen, indem man Re 
sedablüten mit Geraniol destilliert. 
Resiablätter sind Plätzchen, welche abführende 
Stoffe (Rhabarber) enthalten und als Geheim 
mittel gegen Fettleibigkeit angepriesen werden, 
Resina ist die lateinische Bezeichnung für 
Harz: R. alba, weißes Fichtenharz; R. ammo- 
niaci, Ammoniakharz oder Gummiharz; R. anime, 
Animeharz; R. benzoe, Benzoeharz; R. draconis, 
Drachenblut; R. elastica, Kautschuk; R. elemi, 
Elemiharz; R. guajaci, Guajakharz; R. jalapae, 
Jalapenharz; R.mastiche, Mastix; R.pini, Fichten 
harz; R. sandaraca, Sandarak; R. scammonii, 
Skammoniumharz. S. d. betreffenden Aufsätze. 
Resinit ist eine aus Formalin, Phenol, Salzen 
und Farbstoffen hergestellte Masse, die in flüs 
siger Form zum Imprägnieren von Holz und 
Pappe, als Ersatz für Email und Emaillack 
und dg!., in fester Form an Stelle von Steinnuß, 
Horn, Zelluloid zu Schfnucksachen, Knöpfen, 
Griffen und Schildern verarbeitet wird. 
Resol ist ein zur Desinfektion von Abort 
gruben empfohlenes Gemisch von Holzteer, Holz 
geist und Ätzkali. 
Resonanzhölzer. Diesen Namen führen im 
Holzhandel aus Tannen- und Fichtenstämmen 
gefertigte dünne Holzplatten, die bei der Her 
stellung von Musikinstrumenten Verwendung fin 
den und namentlich im Böhmerwald, Oberbayem 
und dem westlichen Teile des sächsischen Erz 
gebirges in großer Menge gewonnen werden. 
Zu ihrer Herstellung eignet sich nur ganz ge 
sundes. astfreies Plolz mit feinen und gleich 
starken Jahresringen, aber ohne Harzgallen. 
Früher wurde alles Resonanzholz gespalten, wäh 
rend jetzt auch Sägen hierzu eingerichtet sind. 
Je nach der Größe und Güte unterscheidet man 
Resonanzbodenholz für Klaviere, Geigendeckel 
holz, Gitarrenholz, Baßdeckelholz usw. 
Resorbin, eine Salbenmasse, wird durch Emul 
gieren von Wachs und Mandelöl mit Gelatine und 
Seifenlauge hergestellt. Sie bildet unter anderem 
die Grundlage des Resorbin-Quecksilbers 
(Unguentum Hydrargyri cum Resorbino para- 
tum) aus t Teil Quecksilber und 2 Teilen Resorbin. 
Resorzin (Meta-Dioxybenzol, lat. Resorcinum, 
frz. Rdsorcine, engl. Resorcin), C e H 4 (OH) 2 , wurde 
zuerst von Hlasiwetz und Barth bei der Ein 
wirkung von schmelzendem Alkali auf einige 
Gummiharze (Galbanum, Asa foetida. Akaroid- 
harz) erhalten und entsteht auch bei der trockenen 
Destillation des Brasilins. Zur fabrikmäßigen 
Darstellung vermischt man Benzol vorsichtig 
mit der vierfachen Menge rauchender Schwefel 
säure, führt die entstehende Monosulfosäure 
durch Erhitzen auf 275 0 in die Benzoldisulfosäure 
über und neutralisiert mit Kalkmilch. Die von 
dem unlöslichen Kalziumsulfat abfiltrierte Lösung 
des benzoldisulfosauren Kalziums wird mit Soda j 
behandelt, die vom hierbei ausfallenden Kalzium- I 
karbonat abfiltrierte Lösung des Natriumsalzes j 
zur Trockne verdampft und beizyo 0 mit Natrium- 1 
hydroxyd geschmolzen. Aus der wäßrigen Lösung 
der Schmelze wird nach dem Ansäuren mit I 
Salzsäure das Resorzin mit Äther ausgeschüttelt. I 
Die nach dem Abdestillieren des Äthers hinter- | 
bleibende harte und brüchige, ziemlich weiße I 
Masse ist für die Farbenfabriken genügend rein, 1 
wird aber für medizinische Zwecke durch Kristal- 1 
lisation und Sublimation noch weiter gereinigt. I 
Es bildet dann farblose rhombische Tafeln, die | 
in Wasser, Alkohol und Äther leicht löslich, in I 
Schwefelkohlenstoff, Benzin, Benzol und Chloro- j 
form aber praktisch unlöslich sind. Der Schmelz- I 
punkt liegt bei 118 0 , der Siedepunkt bei 278°. I 
Das chemisch reine R. (Resorcinum puriss.) I 
wird medizinisch als Antiseptikum und innerlich t 
gegen Erbrechen, das technische R. zur Her 
stellung der R.-Farben (Eosin, Kokzin, Nopalin, t 
Phloxin, Mandarine, R.-blau, Jaune und Ponceau j 
d’Orient, Scharlach) benutzt. 
Resorzinblau (fluoreszierendes Blau, frz. j 
Bleu fluorescent), ein äus Resorzin hergestellter I 
Teerfarbstoff der Oxazinreihe, das Ammo 
niumsalz des vierfach bromierten Resorufins, I 
OC 6 H 3 (NO)C 6 H 3 OH, kommt als braunrote, dicke, 
mit grünen Kriställchen erfüllte Flüssigkeit in 
den Handel. Es gibt mit heißem Wasser eine 1 
rotviolette, grün fluoreszierende Flüssigkeit, die I 
Seide und Wolle mit bräunlicher Fluoreszenz t 
blau färbt. Zuweilen wird auch das Lackmoid 
(s. d.) als R. bezeichnet. 
Resorzinbraun, ein seit 1881 bekannter Azo 
farbstoff, bildet ein braunes Pulver, das sich in 
Wasser mit braunerF arbe löst und Wolle im saueren j 
Bade braun färbt. Das R. besteht aus dem Na- 
tronsalze desXylidinazosulfanilsäureazoresorzins- 
Restitutionsfluid ist eine Mischung von Kap- 
sikumtinktur, Kampferspiritus, Ammoniak, Äther,. I 
Alkohol, Kochsalz und Wasser, die namentlich 
als Einreibungsmittel für Tiere verwendet wird. 
Rettich (frz. Radis, engl. Radish). Diesen 
Namen führen verschiedene 0,4—0,7 m hohe 
Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler, 
und zwar hauptsächlich: Ölrettich, Rüben 
rettich und Radieschen oder Monatsrettich. 
Der aus China stammende Ölrettich hat sich in 
Deutschland nicht verbreitet, weil er gleich an 
spruchsvoll wie Raps, aber nicht so einträglich 
und noch empfindlicher ist. Die Radieschen und 
der gewöhnliche R. werden ihrer Wurzel wegen im 
großen von Gärtnern angebaut und bilden einen 
GegenstanddesörtlichenGemüsehandels.Die besten 
Rettich-Sorten sind; langer schwarzer Er 
furter, runder Erfurter, weißer Erfurter 
sowie runder und schwarzer Wiener. Der R- 
soll zart sein und nicht pelzig und hart, fleckig | 
oder faul werden. Man überwintert ihn deshalb 
mit den Köpfen, am besten in Gruben oder 
Mieten. Von den Radieschen sind die runden 
und länglich runden die zarteren und besseren- 
Die vorzüglichsten Sorten bilden die rosenroten 
runden Monatsradieschen, die, scharlachroten 
runden Treibradieschen, die rosenroten R. mit 
weißer Spitze, die länglichweißen, ovalen und 
rosenroten Radieschen, und zwar sind die m 
Mistbeeten gezogenen am besten.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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