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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Asebu 
54 
Ati 
daß 5 o/o unverbrennliche Stoffe darin enthalten 
sind. Bezüglich einiger technisch verwertbaren 
Aschen (Knochenasche, Holzasche) vgl. die ent 
sprechenden Aufsätze. 
Asebu (Easuiboku) sind die bitter schmek- 
kenden, giftigen Blätter der in China und Japan 
heimischen Andromeda japonica. Der wirk 
same Stoff, das Asebotoxin,Andrometoxin 
oder Andromedatoxin gehört zu den Glyko 
siden. 
Aseptin. Unter diesem Namen wird Bor 
säure für Konservierungszwecke verkauft. 
Doppelaseptin ist ein Gemenge von Borsäure 
und Alaun. Beide Mittel sind zwar wirksam, 
aber für Genußmittel zu verwerfen, da sie als 
gesundheitsschädlich anzusehen sind. 
Aseplinsäure, ein als Antiseptikum empfohle 
nes Gemisch von Salizylsäure, Borsäure und 
Wasserstoffsuperoxyd. 
Aseptol (Sozolsäure) nennt man die Lösung 
der Orthophenolsulfonsäure (i: 3), welche an 
Stelle der Karbolsäure und Salizylsäure als Anti 
septikum benutzt wird und den Vorzug der 
Mischbarkeit mit Wasser, Alkohol und Glyzerin 
besitzt. 
Asparagin,Amidobernsteinsäurcamid, NH 2 CO. 
C 2 H 3 (NH 2 )COOH, eine farblose, durchsichtige, 
in Wasser lösliche, in absolutem Alkohol un 
lösliche, widerlich schmeckende Kristallmasse, 
findet sich in vielen Pflanzen, namentlich im 
Spargel, der Altheewurzel, Zuckerrüben. 
Asphalt (Erdpech, Judenpech, Erdharz, 
Bergteer, lat. Asphalturn, frz. Bitume de Ju- 
döe, engl. Mineral pitch), ein aus schwarzen bis 
braunschwarzen, bei gewöhnlicher Temperatur 
harten und spröden, beim Erwärmen weich 
werdenden Stücken bestehendes Naturerzeugnis 
kommt in zwei Hauptsorten zum Verkehr. Der 
teurere syrische A. vom Toten Meer und aus 
der Gegend des Kaspischen Sees ist. rein schwarz, 
glatt und glänzend und zeigt deutlich musche 
ligen Bruch, während der amerikanische A. 
von Trinidad, Kuba und Venezuela diesen musche 
ligen Bruch nicht hat und mit einer stark ab 
färbenden braunen Schicht bedeckt ist. Außer 
dem findet sich noch A. gangförmig oder in 
feiner Verteilung als Bestandteil des Asphalt 
steins (s. d.), aus dem er mit Lösungsmitteln 
ausgezogen werden kann. Der von Mineral- 
stoffen befreite reine A., das sog. Bitumen, be 
steht als ein Zersetzungsprodukl organischer 
Stoffe nach Art des Petroleums in der Haupt 
sache aus festen Kohlenwasserstoffen, welche 
in Äther löslich sind, zum geringeren Teile auch 
aus sauerstoffhaltigen Verbindungen (Asphal- 
tene). Der in der Kälte spröde und geruchlose j 
A. nimmt unter gleichzeitigem Erweichen bei I 
höherer Temperatur einen charakteristischen bi 
tuminösen Geruch an. Das spez. Gew. liegt 
zwischen 0,98 und 1,3, der Schmelzpunkt bei 
etwa ioo°. Bei 230 0 destilliert ein Kohlenwasser 
stoff, das Petroien (C 10 H,,,) über, während 
Asphalten (C 30 H a2 O 3 ) zurückbleibt. An der 
Luft angezündet, verbrennt A. mit leuchtender, 
rußender Flamme. In Wasser ist er unlöslich, 
in Alkohol wenig, in Äther teilweise, in Benzin, 
Benzol, Terpentinöl völlig löslich. Das beste 
Lösungsmittel ist Chloroform. Der A. findet aus 
gedehnte technische Anwendung zur Herstel 
lung von schwarzen Lacken und, allerdings we 
niger geeigneten Malerfarben, als Ätzgrund von 
Kupferstichplatten und als wasserdichter Über 
zug von Dächern, Wänden und Kellerräumen. 
Beim Straßenbau bevorzugt man hingegen den 
Asphaltstein. — Von den zahlreichen Verfäl 
schungsmitteln sind in erster Linie die bei der 
Teerdestillation hinterbleibenden Peche (Holz 
teerpech, Steinkohlenteerpech) anzuführen, auch 
werden völlige Kunstasphalte aus den Rück 
ständen der Petroleumdestillation hergestellt. 
Die erstem lassen sich meist daran erkennen, 
daß sie bei der Behandlung mit Benzol, in wel 
chem Naturasphalt völlig löslich ist, eine erheb 
liche Menge von Kohlenstoff (bis zu 200/0 und 
mehr) hinterlassen, und beim Schütteln mit 
960/oigem Alkohol eine stark gelbe, bläulich 
fluoreszierende Lösung geben. Die Petroleum 
asphalte unterscheiden sich häufig durch den 
geringeren Schwefelgehalt von dem Naturpro 
dukte, sind aber nicht immer mit Sicherheit 
nachweisbar. 
Asphaltstein, ein mit etwa 8—12 0/0 Bitumen 
getränkter bituminöser Kalk, der in der Schweiz 
(Val de Travers), in Frankreich (Seyssel) und 
bei Limmer in Hannover vorkommt, wird zur 
Herstellung von Asphaltstraßen (Stampfasphalt) 
benutzt und in Säcken in den Handel gebracht, 
Aspirin (lat. Acidum acetylosalicylicum, frz. 
Acide ac6tylsalicylique, engl. Acetylsalicylic 
Acid), ein weißes Kristallpulver vom Schmelz 
punkt 135 °, wird durch Erhitzen von Essigsäure 
mit Salizylsäure gewonnen und ist in chemischer 
Hinsicht Azetylsalizylsäure. Es dient als Ersatz 
der Salizylsäure bei der Behandlung von Ge 
lenkrheumatismus, Nervenleiden und zahlreichen 
anderen Krankheiten. Der Name ist gesetzlich 
geschützt. 
Aßmannshäuser, der beste deutsche Rotwein 
aus dem Rheingau, heller als die französischen 
Rotweine, jedoch von intensiverer Färbung als 
die meisten roten Ahrweine und von mildem 
Geschmack, enthält in 100 ccm etwa 10 g Alko 
hol, 3,5 g Extrakt und 0,6 g Säure. 
Asthmamittel. Zur Behebung der Atemnot 
werden in erster Linie die Blätter und das Ex 
trakt von Stramonium (s. Stechapfel) ange 
wandt, welche zwar nach Husemann nicht 
direkt auf das Atemzentrum einwirken, aber 
manchmal wegen ihres günstigen Einflusses auf 
das Gehirn Linderung herbeiführen. Sie gelan 
gen, vielfach auch im Gemische mit Belladonna 
(s. d.), Bilsenkraut (s. d.), Hanf (s. d.) und Opi 
um, entweder in Form voh Zigarren und Ziga 
retten (Cigarcttes antiasthmatiques d’Espic) oder 
auch als Räucherpulver (Asthmapulver, Asthma 
papier, Asthmaräucherkerzen), zur Anwendung. 
Neben den vorgenannten Drogen sind noch 
Salpeter, Jodkalium, Arsensäure, Chloralhydrat 
u. a. als Bestandteile von A. aufgefunden worden. 
Astralöl, ein aus Neuyork in den Handel kom 
mendes, sorgfältig raffiniertes Petroleum, ist 
völlig farblos, wasserhell und fast geruchlos. 
Das spez. Gew. beträgt 0,781, der Entflammungs 
punkt 68°. 
Ati (malaiisch), Galeh (sudanesisch), das rote 
feste Holz eines zur Familie der Rubiazeen 
gehörigen Baumes, Nauclea grandifolia, von
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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