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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Azoorseillin 
tige Farbstoffe dieser Reihe sind: Naphtol- 
blauschwarz aus Aminonaphtoldisulfosäure 
(sog. H-Säure), Nitranilin, Anilin und Natrium 
nitrit, Resorzinbraun (s. d.) aus dem „Resor 
zingelb“, d. h. dem Kombinationsprodukt von 
diazotierter Sulfanilsäure und Resorzin, mit Di- 
azoxylolchlorid; Benzobraun G aus Phenylen- 
braun mit diazotierter Sulfanilsäure, Benzo- 
braunB aus diazotierterNaphthionsäure. b) D is- 
azofarbstoffe aus Diaminen. Als Aus 
gangsmaterial dieser Farbstoffe, welche beson 
ders zur substantiven Färbung der Baumwolle 
geeignet sind, kommen in beschränktem Maße 
auch Metadiamine, hauptsächlich aber Paradia 
mine (Benzidin, o-Tolidin, Dianisidin, Diamino- 
karbazol usw.) in Betracht. Zu ihrer Darstellung 
wird, an Stelle der früher angewandten Oxyda 
tion von Monoazofarbstoffen, in der Regel die 
Tetrazoverbindung der Diamine oder ihrer Deri 
vate mit zwei Molekülen derselben oder ver 
schiedener Oxy- resp. Amidoverbindungen ver 
kuppelt. Als wichtigste Farbstoffe der Gruppe 
sind anzuführen: Kongorot (s. d.), Benzo- 
purpurin (s. d.), Diaminschwarz R oderRO 
aus Benzidin und y-Aminonaphtolsulfosäure, ein 
schwarzes Pulver, das in konz. Schwefelsäure 
mit blauer, in heißem Wasser mit violettschwar 
zer Farbe löslich ist, Diaminschwarz B aus 
Äthoxybenzidin und der gleichen Sulfosäure, 
Diaminviolett N entsteht aus denselben Stof 
fen wie Diaminschwarz RO bei etwas anderer 
Versuchsanordnung. Vom diazotierten Tolidin 
leiten sich weiter ab: Rosa zur in B und G mit 
Methylnaphtylaminsulfosäuren, Brillantkongo 
R (s. d.), Chrysamin R (s. d.), Kongo 
korinth (s. d.), Azoblau (s. d.). Vom Benzidin 
leiten sich ab: Chrysamin G (s. d.), Kongo 
korinth (s. d.), Toiuylenorange mit o-Kre- 
solkarbonsäure und m-Toluylendisulfosäure, D i- 
aminscharlach mit je x Molekül Phenol und 
Naphtoldisulfosäure. Von der diazotierten Dia- 
minostilbendisulfosäure sind abgeleitet: Bril 
lantgelb (s. d.), Chrysophenin (s. d.), Hes 
sischgelb (s. d.), Hessischpurpur N und 
B (s. d.), Hessisch violett (s. d.). Aus Dia- 
midokarbazol entsteht mit Salizylsäure dasKar- 
bazolgelb; aus Diamidodiphenylharnstoff mit 
Salizylsäure das Baumwollgelb B, mit Naph 
thionsäure das Salmrot; aus Benzidinsulfon- 
disulfosäure mit Phenyls-Naphtylamin dasSul- 
fonazurin; aus der Tetrazoverbindung des Pa- 
radiaminoäthoxydiphenylamins mit Je l Molekül 
Phenetol und Salizylsäure das Diamingelb N. 
Vom Dianisidin leitet sich ab das Benzoazu 
rin G (s. d.) und das Heliotrop (s. d.), vom 
Diphenetidin das Benzoazurin 10B (s. d.). 
c) Disazofarbstoffe aus Amidoazofarb- 
st off en dienen hauptsächlich zur Wollenfärberei. 
Diejenigen Glieder, weiche Benzolkerne enthal 
ten, weisen lichtere Töne (Scharlach) auf, wäh 
rend bei Eintritt von zwei oder drei Naphtalin 
kernen violett- bis blauschwarze Farben ent 
stehen. Vom Aminoazobenzol leiten sich ab: 
Tuchrot G (s. d.), Krozein B (s. d.), Bril- 
lantkrozein M (s. d.), Ponceau 5R (s. d.); 
vom Amidoazotoluol leiten sich ab: Tuchrot B 
(s. d.), Krozein 3B (s. d.); vomAmidoazoxylol 
das Orseillerot A (s. d.), von Sulfosäuren des 
Amidoazobenzols D opp elscharlach (s. d.) und 
Biebricher Scharlach (s. d,), von derAmido- 
azotoluolsulfosäure durch Kombination mit a- 
oder ß-Naphtolsulfosäure das OrseillinBB und 
Bordeaux G, vom Amidoazoxylol Orseille 
rot A (s. d.), von der Diazobenzol- (bzw. to- | 
luol-) sulfosäure der Krozeinscharlach 3B \ 
und 7 B (s. d.), von der Diazobenzoldisulfosäure j 
das Wollschwarz (s. d.), von der Diazonaph- 
talindisulfosäure durch Kuppelung mit c-Naph- 
tylamin das Naphtylaminschwarz D, mit 
Diphenyl-m-Phenylendiamin das Anthrazit 
schwarz B. Aus Diazonaphtalinazobenzolsul- 
fosäure und ^-Naphtolsulfosäure entsteht Echt- i 
violett, aus Diazonaphtalindisulfosäure und 
/S-Naphtoldisulfosäure Naphtolschwarz B, : 
3 B, 6B (s. d.). Aus diazotierter Amidosalizyl- 
säure, «-Naphtylamin und Naphtolsulfosäure 
wird das Diamant schwarz gewonnen. III. Von 
Polyazofarbstoffen, die ausschließlich für die 
Baumwollechtfärberei in Betracht kommen, seien 
lediglich Diamingrün und Benzoschwarz- 
blau angeführt. — Neben vorstehender Anord 
nung nach der chemischen Zusammensetzung 
kann man die Azofarbstoffe auch nach ihrem 
Verhalten zur Faser in folgende vier Gruppen 
einteilen: 1. Basische Azofarbstoffe, welche die 
gebeizte Baumwolle im kalten oder lauwarmen 
Bade färben, z. B. Anilingelb, Chrysoidin, Bis 
marckbraun; 2. Saure A., welche Wolle im 
kochenden sauren Bade färben, Baumwolle hin 
gegen ungefärbt lassen, z. B. Orange I—IV, 
Echtgelb, Orseille, Echtrot; 3. Substantive A., 
welche ungeheizte Baumwolle zu färben ver 
mögen, meist auch Wolle und Seide im neu 
tralen oder schwach sauren Bade färben, z. B. 
Kongorot; 4. Beizenfärbende A., z. B. Alizarin- 
gelb R. Die Azofarbstoffe finden in der Tech 
nik ausgedehnte Anwendung zum Färben tie 
rischer und pflanzlicher Fasern und kommen in 
zahllosen Farbtönen von Gelb, Rot, Blau, Violett 
und Schwarz von hoher Licht- und Waschecht 
heit in den Verkehr. Vor allem umfassen die 
Amino- und Oxyazofarbstoffe zahlreiche Säure 
farbstoffe, von denen besonders die orangen 
und roten (Ponceau, Bordeaux) als billige, wenn 
schon weniger echte Farbstoffe für Wollen- und 
Seidenfärberei benutzt werden. 
Azogelb (Azoflavin, Azosäuregelb, In 
diengelb), seit 1880 bekannter Azofarbstoff, 
ein ockergelbes, in heißem Wasser lösliches Pul 
ver, ist ein Gemenge von nitriertem Diphenyl 
aminorange mit Nitrodiphenylaminen. A. färbt 
Wolle in saurem Bade gelb. 
Azokokzin, braunes, in Wasser mit roter Farbe 
lösliches Pulver, besteht aus dem Natronsalz der 
Amidoazobenzolazoalphanaphtolmonosulfosäurc 
und wird in der Wollfärberei benutzt. — Eine 
andere Sorte, Azokokzin 2R, besteht aus dem 
Natronsalze der Xylidinazoalphanaphtolmono- 
sulfosäure und erscheint als rotbraunes Pulver. 
Azolitmin, der Farbstoff des Lackmus, aus 
welchem er durch Extraktion mit Wasser und 
folgende Behandlung mit Alkohol und Eisessig 
in reinem Zustande gewonnen wird. Die wäß 
rige Lösung, welche auf Zusatz von Alkalien 
blau und von Säuren rot wird, bildet einen der 
wichtigsten Indikatoren in der Alkalimetrie. 
Azoorseillin, ein seit 1883 bekannter Teerfarb 
stoff, der als schwarzvioletter Teig in den Han-
	        

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Ueber Die Möglichkeit Einer Volkswirthschaftlichen Harmonie. Schade, 1880.
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