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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Z
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Zuckerrüben 
505 
Zündhölzer 
sie möglichst glatt sein, keine Verästelungen, 
wenig und feine Seitenwurzeln treiben, im Fleisch 
dicht, hart und weiß sein, damit sie beim Zer 
kleinern möglichst wenig Abfall geben. Diesen 
Anforderungen entsprechen die erstgenannter^ 
Arten am besten. Die Zucht von Samen guter Z. 
ist sehr lohnend und wird von Handelsgärtnem 
und auch von einzelnen Landwirten im Großen 
betrieben. — Der Anbau der Z. setzt die Vereini 
gung geeigneten Bodens, günstigen Klimas, leich 
ten Bezugs und guter Arbeitskräfte voraus. Auch 
ist die Nähe einer Zuckerfabrik und zur Verwer 
tung der Abfälle die Einführung von Viehzucht 
erforderlich. In Deutschland bildet die Magde 
burger Ebene das Hauptgebiet. Nächst diesem 
ist der Anbau noch bedeutend in Schlesien und 
um Braunschweig, ferner in Anhalt, der Um 
gegend von Leipzig (Markranstädt, Lützen) und 
Döbeln; in Österreich besonders in Böhmen und 
Mähren, und in Frankreich in den Norddeparte 
ments, mit Lille als Mittelpunkt. Neuerdings 
beteiligen sich auch Belgien. Holland, Schweden, 
Rußland, England und Amerika am Rübenbau. 
Die Z. wird vorzugsweise direkt ausgesät, und 
zwar auf vorher sehr sorgfältig bearbeiteten und 
gut, wenngleich nicht zu reichlich gedüngten 
Boden. Von den Düngemitteln sind Phosphor 
säure und Kali in erster Linie zu berücksichtigen. 
Man ackert kleine Beete oder Kämme und sät 
auf diese, also reihenförmig, mittels besonderer 
Maschinen oder mit der Hand je 3—4, selten bis 
acht Samen an eine Stelle. Zur besseren Kei 
mung läßt man den Samen oft vorher quellen 
oder mischt ihn mit feinem Sande. 1 hl „Samen“ 
wiegt im Durchschnitt 25 kg. — Für den Fabri 
kanten kommt es darauf an, die Z. möglichst oft 
bauen zu können, die Bedingungen ihres Wachs 
tums also vollständig zu beherrschen. Es ist jetzt 
gelungen, bis t/a der verfügbaren Bodenfläche un 
bedenklich mit Z. zu bebauen; hingegen emp 
fiehlt es sich im Großen nicht, darüber hinauszu 
gehen, weil dann die zahlreichen Feinde der 
Pflanzen zu sehr überhandnehmen und den An 
bau eine Zeitlang unmöglich machen. Hinsicht 
lich der Düngung und Bearbeitung gibt es keine 
Schwierigkeiten mehr. Der Rübenbauer braucht 
am meisten Handelsdünger und die besten Acker 
gerätschaften, verwendet am meisten Sorgfalt 
mit Jäten, Verpflanzen, Behacken, Behäufeln 
usw. auf seine Felder und führt unter großem 
Kostenaufwand einen unablässigen Krieg gegen 
die Feinde aus der Tier- und Pflanzenwelt. 
Unkraut (Melden, Ackersenf usw.), Rost der 
Blätter, Herzfäule, Fäulnis durch den Wurzel 
töter, Schwärze oder Rußtau, Blattdürre und eine 
der Kartoffelkrankheit ähnliche Erkrankung, die 
fast alle durch Pilze veranlaßt werden, ferner 
Aaskäfer, schwarze Moosknopfkäfer, Rüben 
nematoden (nach manchen die Ursache der 
Rübenmüdigkeit), Saatschnellkäfer, neblige Schild 
käfer, Kohl-, Wintersaat- und Ypsiloneule, Run 
kelfliege und Engerlinge sind die hauptsächlich 
sten Feinde, welche die Z. bedrohen. Der Zucker 
gehalt wird außerdem wesentlich durch dieWitte- 
rmlg bedingt und kann deshalb nach Jahrgängen 
bedeutenden Schwankungen unterliegen. Die 
Blätter kommen als Futtermittel in Betracht. 
Die Ernte findet so spät als möglich statt, die 
Aufbewahrung jetzt nur noch in Erdmieten. —- 
Zur Samenzucht werden, wie bei allen ähn 
lichen Gewächsen, die schönsten, am gleichmäßig 
sten gewachsenen, unverletzten, aber nicht über 
1 kg schweren Rüben bestimmt, bei der Ernte 
sofort ausgeschieden und dadurch rum Überwin 
tern hergerichtet, daß man die Blattrosetten aus 
dreht oder ohne Verletzung der Herzknospe s cm 
über dem Kopfe abschneidet. Die Rüben kom 
men dann im Keller in ein Sandbett und werden 
im Frühjahr auf ihren Zuckergehalt geprüft, in 
dem man mit Hilfe besonderer Maschinen etwas 
Rübenbrei herausbohrt und der polarimetrischen 
Untersuchung unterwirft. Die zuckerreichsten 
Rüben werden nun ausgelesen und nach Ver 
schließung des Bohrlochs mit Erde im April in 
gartenmäßig, bearbeitetes, besonderes Ackerland 
mit einem Flächenraume bis zu 1 qm für jede 
Pflanze ausgepflanzt. Die weitere Behandlung 
im Felde besteht im Reinhalten, Lockern, Be 
häufeln und Anbinden der Stengeltriebe. Der 
Same wird geerntet, sobald die Fruchtknäule 
gebräunt erscheinen. Man schneidet mit hoher 
Stoppel und läßt auf dieser die Nachreife und das 
Trocknen vor sich gehen. Die Gewinnung erfolgt 
schließlich bei Winterkälte durch Ausdreschen, 
nur bei sehr wertvollen Sorten pflückt man 
den Samen mit der Hand und erzielt als Ertrag 
5—10 dz. — Die Z. sind nur selten Gegenstand 
des Verkaufs für Händler, da die Fabriken sich 
den Bedarf durch Abschlüsse mit den Landwirten 
sichern und diesen die Abfälle zurückgewähren, 
zum Teil auch selbst Viehzucht betreiben. So 
weit die Fabriken Aktienunternehmen sind, suchen 
sie die Landwirte auch mit Aktien zu beteiligen 
und geben dann etwas ermäßigte Preise. Für 
den Handel kommt hauptsächlich der Samen in 
Betracht, soweit nicht wiederum Selbstzucht statt 
findet. Zum Teil liefern die Handelsgärtner das 
Saatgut und dann meist nur von den besten 
Sorten, für welche die höchsten Preise gelten, 
die größten Mengen werden aber von besonderen 
Rübensamenzüchtereien in denVerkehr gebracht. 
Zündhölzer (Streichhölzer). Dieses in un 
geheuren Mengen verbrauchte Mittel zur Feuer 
erzeugung ist erst seit etwa 80 Jahren bekannt. 
Bis dahin verschaffte man sich Feuer mit . Hilfe 
von Stahl, Feuerstein und Schwamm oder seit 
1805 mittels des sog. Tunkfeuerzeugs, indem 
man an einem Ende mit Schwefel und chlor 
saurem Kali versehene Hölzchen auf mit kon 
zentrierter Schwefelsäure getränkten Asbest 
tupfte. 1832 wurden von verschiedenen Fabriken, 
in Deutschland von dem Württemberger Käm 
merer, die ersten Phosphorzündhölzer in den 
Handel gebracht, die sich an jeder Fläche ent 
zündeten und trotz wiederholter Verbote all 
gemeine Verbreitung fanden. Die Plölzchen wer 
den in waldreichen Gegenden, im Schwarz- und 
Böhmerwald, Erzgebirge, Riesengebirge und El 
saß, ferner in Österreich und Schweden aus wei 
chen Hölzern, Pappel, Esche, Fichte und Tanne 
meist mit Maschinen geschnitten und dann in 
besonderen Fabriken mit den Zündköpfen ver 
sehen. Man taucht sie zu diesem Zwecke mit 
einem Ende in geschmolzenen Schwefel oder bei 
den besseren Sorten in Stearin oder Paraffin und 
nach demTrocknen des Überzuges in die eigent 
liche Zündmasse, ein Gemisch von fein zerteilten 
Phosphorstückchen und Leim, Gummi, Dextrin 
oder anderen Bindemitteln. Vielfach enthält die 
Zündmasse neben dem Phosphor noch andere
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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