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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
C
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Cay-cay-Butter 
74 
Champagner 
.Pulpa cassiae), wurde früher zu einer Latwerge 
verarbeitet, die purgierende Eigenschaften hat, 
neuerdings aber durch Tamarindenmus ersetzt 
wird. In Ostindien heißt dieses Mus Gulkar, 
während die frischen eingemachten Früchte dort 
Achar genannt werden. Die C. findet auch An 
wendung zu Tabaksbeizen. 
Cay-cay-Butter (Irvingiafett, Dikafett), 
ein Pflanzenfett, das in Kotschinchina von den 
Eingeborenen aus den Samenkernen eines Bau 
mes, Irvingia Oliveri, gewonnen wird, dient 
;zur Kerzenherstellung. 
Cerise, ein kirschroter Farbstoff, der aus den 
Rückständen der Fuchsinfabriken gewonnen wird. 
Chagrin (aus dem morgenländischen Saghir) 
■nennt man ein starkes, eigentümlich genarbtes 
farbiges Leder, das in Astrachan und Konstan 
tinopel aus den Rückenstücken von Pferde- und 
.Eselshäuten bereitet wird. Die enthaarten, sorg 
fältig entfleischten Häute werden in einen Rah 
men gespannt, angefeuchtet und mit harten, 
eckigen Meldensamen bestreut, durch deren Ein 
drücken Grübchen und Unebenheiten entstehen. 
Ch. dient im Orient zur Herstellung von Messer 
und Säbelscheiden und Zaumzeug. Bei uns wer 
den Nachahmungen hergestellt, indem man wei 
chem Leder mit heißen gravierten Kupferplatten 
oder Walzen eine ähnliche KÖrnelung einpreßt. 
In gleicher Weise entsteht das zu Büchereinbän- 
■den benutzte Chagrinpapier. 
Chagualgummi (Mayulygummi), ein aus Süd 
amerika kommendes Gummi von noch nicht 
■sichergestellter Abstammung, gehört zu den bas- 
sorinreichsten Gummiarten und ist daher in 
Wasser nur wenig löslich. 
Chalzedon (frz. Chalcedoine, engl. Chalcedong), 
ein dichter Quarz, nach einigen Mineralogen ein 
Gemenge von amorpher und kristallinischer Kie 
selsäure, kommt in zahlreichen, durch ihre Fär 
bung verschiedenen Abarten vor, die besondere 
Namen führen und als Halbedelsteine und Mate 
rial für Kameen, Ringsteine, Siegelsteine und 
viele andere Schmuck- und Gebrauchsgegen- 
stände zum Teil schon seit alten Zeiten verarbeitet 
werden. Die bekanntesten Abarten sind: Ge 
wöhnlicher Ch., grau und durchscheinend; 
Karneol, dessen meistgeschätzte Abart die 
blutrote ist, der aber auch braunrot oder gelbrot 
erscheint; Chrysopras, durch Nickeloxyd apfel 
grün. und Plasma, durch Eisenoxydul dunkel- 
.grün gefärbter Ch.; Jaspis, ein undurchsichtiger, 
durch Eisengehalt gleichmäßig gelbbraun, rot, 
grün, schwarz usw. gefärbter Kiesel, kommt in 
größeren Stücken vor und liefert daher ein vor 
treffliches Material zu Säulen, architektonischen 
Verzierungen, Tischplatten und Vasen, die eine 
schöne Politur annehmen. In verschiedenen Far 
ben regelmäßig gestreifter Ch. wird besonders 
schön in Sibirien gefunden und als Bandjaspis 
bezeichnet. Schön gezeichnet ist auch der ägyp 
tische Jaspis, sog. Nilkiesel. Fundorte besserer 
Jaspisse sind außerdem in Sizilien, Böhmen und 
Tirol, von wo z.B. der „Meraner Jaspis“ in pracht 
vollen Abarten angeboten wird. Andere mehr 
farbige Ch. sind: Heliotrop, durchscheinend 
dunkelgrün, mit eingestreuten undurchsichtigen, 
.zinnoberroten Punkten; Sardonyx, rot mit wei- 
ißen Bändern; Onyx, mit weißen und schwarzen 
oder dunkelbraunen Bändern oder Schichten; 
Chalzedonyx, abwechselnd grau und weiß ge 
streift; Stephanstein, weiß mit blutroten Flek- 
ken. Endlich finden sich auch Ch. mit wolken 
artigen und moosartigen Flecken und Zeich 
nungen. Die Onyxe bilden das hauptsächliche 
Material zum Schneiden von Kameen, einer 
sehr alten Kunst, die auch jetzt noch in Italien 
betrieben wird. Durch die heutige Glastechnik 
können übrigens viele der erwähnten Natur 
erzeugnisse ganz gut nachgeahmt werden. Vgl. 
auch Achat, Amethyst, Aventurin. 
Champagner (engl. Champaigne), im weiteren 
Sinne des Wortes alle in der gleichnamigen 
französischen Landschaft erzeugten Weine, im 
engeren Sinne jedoch die aus dortigen Trauben 
gefertigten Schaumweine. Die Departements 
Ardennes,. Aube, Marne und Haute Marne 
liefern auf nahezu 20 000 ha durchschnittlich 
700000 hl Wein, von denen 180000 auf Schaum 
wein verarbeitet werden, während der Rest, meist 
im Lande selbst, unverändert als Champagne 
non mousseux zum Konsum gelangt. Von letz 
teren wird der Sillery sec non mousseux, ein 
weißer trockener Wein von eigentümlichem Aro 
ma, am meisten geschätzt. Der beste Schaum 
wein, dessen berühmteste Sorten der Gegend 
von Rheims entstammen, wird meist aus einem 
Gemisch blauer und weißer, sorgfältig aus 
gelesener gesunder Trauben in der Weise her 
gestellt, daß man, ohne vorher zu maischen, 
mit schwachem Druck auspreßt und den milden, 
farblosen Most (Claret) auf Gärfässer bringt. 
Im Frühjahr wird der zur Erzielung möglichster 
Gleichmäßigkeit mit anderen Sorten verschnittene 
Wein (Cuvöe), mit einem Zusatz von Zucker 
(1—2 0/0) versehen, in die bekannten, starkwan- 
digen, auf mehrere Atmosphären Druck geprüften 
Flaschen gefüllt und in letzteren nach festem 
Verschluß mit Kork und Drahtschlinge der Nach 
gärung überlassen, wodurch der Wein sich mit 
Kohlensäure sättigt. Nach beendeter Gärung 
werden die Flaschen, mit dem Hals nach unten, 
schräg aufgestellt, so daß sich die gesamte Hefe 
als zusammenhängende Schicht (Depot) auf der 
Unterseite des Korkes ansammelt, dann zur Ent 
fernung der letzteren schnell geöffnet (Degorgie- 
ren), mit einer konz. Lösung von Zucker in Wein 
oder Kognak, ev. auch von Aromastoffen (dem 
sog. Likör) versetzt und wieder verschlossen. 
— Ganz ähnlich werden jetzt auchi in anderen 
Ländern (Deutschland), z. T. zur Vermeidung des 
hohen Eingangszolls, Schaumweine bereitet, die 
als Champagner in den Handel kommen, wäh 
rend die neuerdings in den Verkehr gelangenden 
moussierenden Getränke, welche einfach durch 
Imprägnieren gewöhnlicher Weine mit Kohlen 
säure hergestellt sind, als Nachahmungen zu 
beurteilen sind. Als Kennzeichen eines guten 
Sch. betrachtet man die Eigenschaft, nicht nur 
zu Anfang lebhaft zu schäumen, sondern auch 
die Kohlensäure lange festzuhalten und nur all 
mählich perlend entweichen zu lassen. Der Ge 
schmack hängt weniger von der Traubensorte als 
hauptsächlich von der Art des Likörs und der 
Sorgfalt bei der Zubereitung ab. Die Zusammen 
setzung der Schaumweine unterliegt großen Schwan 
kungen, doch unterscheidet man im allgemeinen 
trockne Sch. (Dry oder sec) mit höchstens 0,05
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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