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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

m 
Dörrobst 
89 
Dotter 
besser dämpft und darauf bei nicht zu hoher 
Temperatur trocknet. In Haushaltungen oder 
kleinen Betrieben bedient man sich hierzu der 
Sonnenwärme oder kleiner Öfen nach Art der 
Obstdarren, in der Großindustrie meist beson 
derer Vakuumapparate, in denen bei 40—50° 
Farbe und Aroma besser erhalten bleiben. Künst 
liche Grünfärbung oder Bleichung mit schwef 
liger Säure u. dgl. ist zu verwerfen. Als wich 
tigste D. kommen Bohnen, Möhren, verschiedene 
Kohlarten, Spinat, Zwiebeln, Schoten, neuerdings 
auch Kartoffeln und Kohlrüben in den Handel. 
Der bei letzteren bisweilen beobachtete üble Ge 
schmack ist auf die Verwendung direkter Feue 
rungsgase zurückzuführen. Richtig hergestelltes 
D,, dessen Wassergehalt von 80—90% auf etwa 
10—20 0/0 herabgesetzt worden ist, bildet ein wert 
volles Nahrungsmittel von großer Haltbarkeit, 
muß aber trocken und sauber aufbewahrt werden, 
da es sonst leicht von Milben befallen wird. Die 
Zubereitung erfolgt durch mehrstündiges Ein 
weichen und langsames Kochen. 
Dörrobst im allgemeinen nennt man das 
durch Trocknen haltbar gemachte Obst. Zum 
Unterschiede von dem durch künstliche Wärme 
getrockneten Backobst (s. d.) gebraucht man 
diese Bezeichnung aber im Handel meist für ge 
wisse ausländische Erzeugnisse, die bei Sonnen 
wärme getrocknet sind, wie Görzer Prünellen, 
kalifornische Aprikosen, Pfirsiche, Birnen und 
Äpfel, und sich durch schönes Aussehen vorteil 
haft auszeichnen. Sehr oft ist dieser Vorzug 
allerdings nur ein scheinbarer und auf Behand 
lung mit bleichenden Mitteln, wie schwefliger 
Säure, früher auch wohl Zinkoxyd, zurückzu 
führen. 
Dolomit, ein auch gesteins- und gebirgsbildend 
auftretendes Mineral, das aus einem isomorphen 
Gemisch von Kalzium- und Magnesiumkarbonat 
besteht, erscheint in Form weißer oder schwach 
bräunlicher kristallinischer Massen und kommt 
ln gemahlenem Zustande zur Darstellung von 
Kohlensäure in den Handel. 
Doppelscharlach. Diesen Namen führen ver 
schiedene rote, zur Gruppe der Azofarben ge 
hörige Teerfarbstoffe, so namentlich das N^tron- 
salz <j es Amidoazobenzolmonosulfosäureazobeta- 
n aphtols (Echtscharlach), ein rotbraunes Kri- 
s lallpulver, das in Wasser mit roter, in konzen 
trierter Schwefelsäure mit grüner, beim Ver 
dünnen mit Wasser durch Blau in Scharlachrot 
ubergehender Farbe löslich ist. Doppelschar- 
a ch extra S, das Natronsalz der Betanaphtyl- 
■itninsulfosäureazoalphanaphtolmonosulfosäure, ein 
braunrotes, in Wasser mit gelbroter Farbe lös- 
uches Pulver, färbt wie das vorige Wolle in 
Sa urem Bade scharlachrot. Brillantscharlach 
und Brillantponceau sind sehr ähnliche Far- 
ben - Doppelbrillantscharlach G (Orange- 
r °t I), ein rotbraunes, in Wasser mit gelbroter, 
l? konzentrierter Schwefelsäure mit fuchsinroter 
ar be lösliches Pulver, besteht aus dem Natron- 
Sa * ze des Betanaphtylaminsäureazobetanaphtols 
und färbt Wolle gelbrot. 
, Pormiol (Chloralamylalkoholat) entsteht 
Behandlung von Chloral mit Amylenhydrat 
s ein farbloses, nach Kampfer riechendes öl 
,, < ? r u spez. Gew. 1,250 und wird an Stelle des 
ulorals als Schlafmittel benutzt. 
Dornenstein, die bei der Verdunstung der 
Salzsole auf den Dornen der Gradierwerke in 
Salinen sich absetzende feste Masse von gelblich 
grauer Farbe, besteht der Hauptsache nach aus 
Gips und einigen anderen Salzen und wird als 
Düngemittel verkauft. 
Dorsch (frz. Narvage, engl. Torsk), ein Fisch 
aus der Familie der Gadiden oder Schell 
fische, Gadus calarias, zu der außer dem 
eigentlichen Schellfisch auch der Merlan und 
der Kabeljau gehören, ist im Vergleich zu den 
letzteren großen Verwandten klein, nur i/j m 
lang und 1 —1,5 kg schwer, aber von zartem 
schmackhaften Fleisch und wird sowohl frisch, 
als gesalzen und getrocknet gegessen. Der Fisch 
lebt häufig in der Ostsee sowie an den norwegi 
schen und irischen Küsten, und wird namentlich 
auf den Lofoten massenhaft gefangen. Er kommt 
in Fässern eingesalzen als Salzdorsch und, 
neuerdings häufiger als früher, frisch über die 
norddeutschen Seehäfen in den Handel, wird aber 
oft mit dem Kabeljau (s. d.) verwechselt. Der Ver 
brauch des frischen Fisches ist jetzt durch die 
Eisenbahnen bis weit ins Binnenland hinein er 
möglicht und beständig im Zunehmen begriffen. 
Die Leber dient zur Herstellung von Leber 
tran (s. d.). 
Dost (Dostenkraut, Wohlgemut, wilder 
Majoran, lat.Herbaoriganivulgaris, frz.Sommitü 
fleurie d’origan vulgaire, engl. Common mar- 
joram). Diese, der Familie der Labiaten un 
gehörige, mit Salbei und Majoran nahe verwandte 
Gattung umfaßt verschiedene Arten aromatischer 
und offizieller Kräuter. Der gemeine D. ist 
eine bei uns häufig auf sandigen Anhöhen wach 
sende, 30 cm hohe Pflanze mit vierkantigem, 
zottig behaartem rötlichen Stengel, gegenüber 
stehenden eirunden, buchtig gezähnten, an der 
Unterseite und am Rande weichhaarigen Blättern 
und rundlichen Blütenähren mit purpurroten 
Lippenblüten. Das mit den Blüten gesammelte 
und getrocknete Kraut der Pflanze riecht sehr 
stark, aber angenehm aromatisch und schmeckt 
gewürzhaft bitterlich. Es dient zu Kräuterkissen 
und Kräuterbädern. Durch Destillation mit Was 
ser wird daraus der riechende Stoff als ein dünn 
flüssiges, blaßgeibes, ätherisches Öl, Dostöl (lat. 
Oleum origani vulgaris, frz. Essence d’origan, 
engl. Origan oil), vom spez. Gew. 0,870—0,910 
erhalten, das zum Parfümieren von Seife dient. 
— Die gleiche Verwendung finden Kraut und Öl 
des kretischen Dostes, auch Spanischer 
Hopfen genannt (lat. Herba origani cretici, frz. 
Marjolaine d’Espagne, engl. Spanish marjoram), 
der in Griechenland und Kleinasien heimisch 
ist und von dort eingeführt wird, hauptsächlich 
zur Gewinnung des ätherischen Öls, welches als 
spanisches Hopfenöl (lat. Oleum origani cre 
tici, frz. Essence de marjolaine d’Espagne, engl. 
Spanish marjoram oil) gegen Zahnweh dient. 
Dieses Öl' ist dickflüssig, goldgelb bis rotbraun, 
vom spez. Gew. 0,920—0,980 und enthält außer 
einem Terpen als wichtigsten Bestandteil Karva- 
krol und höhere Phenole. 
Dotter (Leindotter, Flachsdotter, Fin- 
kensame, Dotterlein, frz. Camöline, engl. 
Gold of pleasure) ist eine auf Äckern unter Flachs 
und anderen Saaten oft wild wachsende ein 
jährige Kruzifere (Camelina sativa), die, als
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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