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Die Eisenindustrie in Südrußland

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Bibliographic data

fullscreen: Die Eisenindustrie in Südrußland

Monograph

Identifikator:
897231309
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12220
Document type:
Monograph
Author:
Sawelieff, Maximilian http://d-nb.info/gnd/1036372987
Title:
Die Eisenindustrie in Südrußland
Place of publication:
Weida i. Th.
Publisher:
Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (130 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Eisenindustrie in Südrußland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
  • Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
  • Schluß

Full text

29 
Der technische Betrieb war in dem Hugbes-Werk nach den da 
maligen Anforderungen der englischen Technik eingerichtet. Da auf 
diesem Gebiete damals große Erfindungen gemacht wurden, was die 
Eisenherstellung in großen Massen ermöglichte und eine groß 
kapitalistische Organisation erforderte, war auch das Hughes-Werk 
von Anfang an als ein kapitalistischer Großbetrieb eingerichtet 
worden. Es erscheint damals als die größte Unternehmung auf diesem 
Gebiete in Rußland überhaupt, und schon im Anfänge der 80er Jahre 
machte seine Produktion etwa 7"/ 0 der gesamtrussischen aus. 
Die Leitung des W'erkes befand sich in den Händen von Hughes 
selbst. Große Schwierigkeiten bot die Beschaffenheit der Arbeits 
kräfte. Da die heimischen Arbeitskräfte qualitativ ungenügend und 
quantitativ mangelhaft waren, mußte Hughes einen erheblichen Teil 
des Arbeitspersonals, besonders für alle verantwortlichen Posten aus 
England beziehen und ihm höhere Löhne zahlen. 
Ihrem Charakter nach war die Gesellschaft überwiegend ein 
Schienenwalzwerk. Als der Hauptabnehmer der Gesellschaft er 
scheint deshalb der Staat selbst, der mit aller Kraft das neue Werk 
begünstigte. Es wurde von ihm nicht nur die in dem Wertrage be 
stimmte Prämie von 50 Kop. pro Pud Schiene sondern auch bei anderen 
privaten Bestellungen ein erheblicher Zuschlag bezahlt. 
Am 13. August 1876 erschien ein Ukas, laut welchem die Regierung 
damit umging, Bestellungen in der Höhe von zwölf Millionen Pud 
Stahlschienen ä 2,30 Rbl. (Silber) zu machen — ein Preis, der bis 
jetzt alle existierenden weit überschritt. Unter diesen Bedingungen 
hatte auch die Neurussische Gesellschaft die schon erwähnten 
2700000 Pud bekommen. Die Entstehung und die erste Entwicklung 
der südrussischen Eisenindustrie fand also unter starker staatlicher 
Begünstigungspolitik statt. 
Trotz aller dieser Begünstigung lagen die Aussichten der 
weiteren Entwicklung der südrussischen Eisenbahnindustrie damals 
ganz im Dunkeln. Eins war klar, daß die Eisenerzfrage bald mit 
vollem Ernste auf treten mußte und daß die weitere Entwicklung 
der Eisenwerke, soweit bloß die Donez- und Kertscheisenwerke in 
Betracht kamen, unmöglich wurde Die Erze waren von niedrigem 
Gehalt und phosphorhaltig (der Thomasprozeß war noch nicht er 
funden); sie konnten nur als Zusatz dienen. Das beweist der Still 
stand der Roheisengewinnung in dem Hughes-Werk in der Mitte der 
80 er Jahre und besonders die Tatsache, daß die Gesellschaft diese 
ganze Zeit keine Dividenden zahlen konnte.
	        

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Die Eisenindustrie in Südrußland. Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen, 1911.
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