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Die Eisenindustrie in Südrußland

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Bibliographic data

fullscreen: Die Eisenindustrie in Südrußland

Monograph

Identifikator:
897231309
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12220
Document type:
Monograph
Author:
Sawelieff, Maximilian http://d-nb.info/gnd/1036372987
Title:
Die Eisenindustrie in Südrußland
Place of publication:
Weida i. Th.
Publisher:
Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (130 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Eisenindustrie in Südrußland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
  • Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
  • Schluß

Full text

41 
Jahre 1892 als eine reine Eisenerzexport-Gesellschaft bestehen. In 
diesem Jahre wurde ein relativ kleines Hüttenwerk mit zwei Hoch 
öfen in Krivoj-ßog erbaut. Das Werk hatte die Aufgabe zu er 
füllen, die minderwertigen und dadurch transportunfähigen Erze am 
Gewinuungsorte zu verhütten. Die Gesellschaft kaufte im Jahre 1890 
die Steinkohlengruben im Donezbassin bei Almasnaja an, um die 
Verhüttung mit eigener Steinkohle zu ermöglichen 1 . Alle diese 
Vergrößerungen der Unternehmung erfolgten ohne Vergrößerung des 
Aktienkapitals, was uns die große Sparsamkeit und Vorsicht der 
Leitung zeigt. Im Zusammenhang damit waren auch die ersten 
Dividenden relativ niedrig; sie überschritten gewöhnlich nicht 5 u / 0 . 
Die Hauptbedeutung der Gesellschaft beruht auf der Eisenerz 
gewinnung. Diese Gesellschaft erscheint immer noch als der be 
deutendste Lieferant von Eisenerzen, obwohl die frühere Monopol 
stellung durch die Entwicklung der Eisenerzförderung in den 
verschiedenen Orten der Krivoj-Bog-Gegend bald verloren gegangen 
war. In der Mitte der 90er Jahre schloß die Gesellschaft eine 
Keihe von neuen Kontrakten mit den Grundbesitzern der Gegend ab. 
Unter anderen bildete sie mit zwei Gesellschaften das sog. Syndikat, 
das gemeinsame Pachtung und Förderung von Eisenerzen zum Zwecke 
hatte. Auf diese Weise wurde auch der kultivierte Boden von der 
Gemeinde Krivoj-Eog im Jahre 1895 gepachtet. Das Pachtgeld 
betrug 1 Kop. pro gewonnenes Pud; dazu wurde den Bauern ein 
jährliches Minimaleinkommen garantiert. Diese Form der Pachtung 
ist auch für die meisten anderen Kontrakte typisch. 
In der unmittelbaren Nachbarschaft der Eisenerzlager von Krivoj- 
ßog waren keine anderen Eisenwerke entstanden, hauptsächlich des 
wegen nicht, weil die Gegend sehr entfernt von Kohlengruben ist, 
und weil die wichtigsten Eisenbahnlinien sie nicht berühren. 
Eine andere Gegend, die im Zusammenhang mit den Krivoj- 
ßog-Eisenerzen steht, deren Lage aber bedeutend günstiger ist, ist 
die Stadt Jekaterinoslaw mit Umgehung. Diese Stadt liegt ungefähr 
175 Werst von Krivoj-ßog und etwa 300 Werst von den Donez-Kohlen- 
gruben entfernt, Sie liegt an dem Kreuzungspunkt der Jekaterinoslawer 
Bahnlinie und des Dniepr. Von dieser Stelle stromaufwärts ist der 
Dniepr vollständig schiffbar, was die Verbindung mit den wichtigsten 
Städten und Orten Mittelrußlands erleichtert. Außerdem kreuzt die 
Jekaterinoslawbabn in geringer Entfernung eine der Hauptadern Süd 
rußlands — die Linie Moskau—Kursk - Charkow—Sewastopol. — 
Endlich erscheint sie als ein natürlicher Haltepunkt für die nach 
Süden strömenden Arbeitermassen, wodurch die Anwerbung der 
nötigen Arbeitskräfte, die besonders früher sehr große Schwierigkeiten 
verursachte, erleichtert wird. Unter allen diesen Verhältnissen hat 
1 Trasenster, a. a. 0., S. 180.
	        

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Die Eisenindustrie in Südrußland. Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen, 1911.
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