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Die Eisenindustrie in Südrußland

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Bibliographic data

fullscreen: Die Eisenindustrie in Südrußland

Monograph

Identifikator:
897231309
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12220
Document type:
Monograph
Author:
Sawelieff, Maximilian http://d-nb.info/gnd/1036372987
Title:
Die Eisenindustrie in Südrußland
Place of publication:
Weida i. Th.
Publisher:
Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (130 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Eisenindustrie in Südrußland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
  • Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
  • Schluß

Full text

49 
damals infolge der großen Roheisennachfrage und der hohen Preise 
sehr vorteilhaft war. Die Gesamtzahl der Werke, die im Donez 
bassin gegründet wurden, beläuft sich auf 10, sodaß das Donez 
bassin als das wichtigste Eisenindustriegebiet im Süden betrachtet 
werden muß. 
Außer diesen Gesellschaften, die sich alle mehr oder weniger 
mit Roheisenverhüttung beschäftigten, war hier auch eine Reihe 
reiner Walzwerke und Maschinenfabriken entstanden. Diese be 
schäftigten sich mit der weiteren Bearbeitung von Roheisen. Das 
größte von ihnen ist die „Russische Maschinenbau-Gesellschaft 
Hartmann“. Die Gesellschaft wurde im Jahre 1896, teilweise von 
russischen, teilweise von deutschen Kapitalisten (Hartmann A.-G. und 
Dresdner Bank) gegründet. Das Aktienkapital von 6000000 Rbl. 
wurde später auf 9 000000 Rbl. erhöht. Die Maschinenfabriken 
entwickelten sich zusammen mit den neuen Werken und in Ab 
hängigkeit von ihrer Gründung. Die bedeutendsten unter diesen ist 
die „Wilde und Neuw“ (Taganrog), die „Maschinenfabrik in Jekate- 
rinoslaw“ (eine Filiale der rheinischen Duisburg-Werke), und die 
„Kramatorowskaja A.-G“. 
c) Das Gebiet um das Asowsche Meer. 
Das Gebiet ist in unmittelbarer Abhängigkeit von den 
Kertsch-Eisenerzlagern entstanden. Die Erze waren, wie erwähnt, 
schon längst entdeckt worden, ihre ordentliche Verhüttung aber 
wurde wegen des großen Phosphorgehaltes erst nach der Erfindung 
des Thomasprozesses ermöglicht. Das Gebiet ist erst am Ende der 
90er Jahre zur Entwicklung gekommen. Die Gründungstätigkeit 
griff von den beiden anderen Gebieten hierher über, nachdem die 
Preise der Krivoj-Rog-Eisenerze am Ende der 90er Jahre so hoch 
gestiegen waren,, daß die Verarbeitung der dortigen armen Erze 
gewinnbringend erschien. Das nötige Heizungsmaterial bezieht das 
Gebiet aus dem Donezbassin. Es wurden 4 Werke ins Leben ge 
rufen. Eines dieser Werke befindet sich nicht weit von der Stadt 
Kertsch, drei andere an der Küste des Asowschen Meeres bei den 
Städten Taganrog und Mariupol. 
Im Jahre 1896 wurde hier die „Nikopol-Mariupol A.-G.“ mit 
einem Aktienkapital von 6 750000 Rbl. gegründet. Die Gründer 
waren hauptsächlich Amerikaner („Soud de L’I.llinois Steel c-ny“). 
Das Werk wurde nicht weit von Mariupol erbaut. Die Gründung 
des Werkes kann als ein gutes Beispiel der damals herrschenden 
Spekulationstätigkeit dienen. Sie ist sehr merkwürdig vor sich ge 
gangen. Es gelang der Gesellschaft von Anfang an, eine große 
Staatsbestellung auf Naphtarohre für die Wladikaukasus-Bahn zu 
bekommen, zu der Zeit, wo das Werk und die Gesellschaft selbst 
4 
Sawelieff.
	        

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Die Eisenindustrie in Südrußland. Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen, 1911.
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