Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der historische Materialismus

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
897232399
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12062
Document type:
Monograph
Author:
Krag, Wilhelm http://d-nb.info/gnd/11637523X
Title:
Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 135 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Document type:
Monograph
Structure type:
Contents
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

95 — 
Recht, Brüderlichkeit. Es scheint also, als ob das Ideal 
immer dasselbe sei. 
Bei genauerem Zusehen stellt sich als Ursache dieser 
Erscheinung heraus, daß, seitdem es eine Klassengesellschaft 
gibt, a lle herrschenden Klassen die Unfreiheit, die Un— 
gleichheit und das Unrecht in Schutz genommen haben, und 
a lLIe Beherrschten und Unterdrückten, sobald sie zum Be— 
wußtsein kamen und ihre Kraft sich zu regen begann, Recht, 
Freiheit und Gleichheit forderten. Weil es immer Unter 
drückung gab, gab es auch immer Sinn für Freiheit und 
Gleichheit. Wenn wir aber hinter die Losungen, hinter 
die Worte blicken, dann finden wir, daß die Gleichheit und 
Freiheit, die die einen forderten, eine ganz andere war 
als die, die die anderen verlangten, und daß der Unter— 
schied von den Klassen- oder Produktionsverhältnissen, in 
denen die verschiedenen Unterdrückten sich befanden, her— 
rührte. Wir haben das schon früher an den Beispielen des 
Christentums, der französischen Revolution und der So— 
zialdemokratie nachgewiesen und brauchen das also nicht 
nochmals zu beweisen. 
Auch das sittliche Ideal ist für verschiedene Zeiten und 
Klassen verschieden. Es lebt und entwickelt sich wie alle 
Ideen. Die ganze Sittlichkeit ist also, ebenso wie die 
Politik, das Recht und andere Geistesblüten, eine 
nmatürliche Erscheinung, die wir recht gut verstehen 
und in ihrer Entwicklung verfolgen können. 
Bemerkung 
Die Sittlichkeit ist nicht ein von den anderen ganz 
getrennter Bezirk des Geistes. Der Mensch ist nicht in 
enem Teil ein politisches Wesen, in einem anderen Teil 
ein juristisches Wesen, dann wieder gesondert ein sittliches, 
und in einei Teil ein religiöses Wesen. Der Mensch ist ein 
Ganzes, das wir nur, um es beser zu Derefen, 
in verschiedene Teile zerschneiden, damit wir jeden für sich 
besser betrachten können. In Wirklichkeit sind politische, 
sittliche, —J— religiöse Auffassungen eng miteinander 
berflochten und bilden zusammen einen Geistesinhalt. 
Es nimmt uns also kein Wunder, daß sie alle gegenseitig 
aufeinander einwirken, Die einmal gebildete politi— 
sche Ueberzeugung bekommt eigene Kraft und wirkt auf die 
uristischen Auffassungen und sittlichen Gefühle ein; die 
einmal gebildeten sittlichen Gefühle wirken auf die politi— 
schen und anderen Ueberzeugungen zurück 
Wir wollen das wieder an einem Beispiel dartun
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

The Socialism of To-Day. Field & Tuer, 1884.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.