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Der Safranhandel im Mittelalter

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Bibliographic data

fullscreen: Der Safranhandel im Mittelalter

Monograph

Identifikator:
898132916
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12852
Document type:
Monograph
Author:
Bardenhewer, Luise http://d-nb.info/gnd/125994540
Title:
Der Safranhandel im Mittelalter
Place of publication:
Bonn
Publisher:
P. Hauptmann'sche Buchdruckerei
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (74 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Der Safranhandel der Deutschen im Auslande
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Safranhandel im Mittelalter
  • Title page
  • I. Produktion und Herkunft
  • II. Die für den mittelalterlichen Safranhandel wichtigen Anbaubezirke. Der von ihnen ausgehende Handel mit Ausschluß der Handelstätigkeit der Deutschen
  • III. Der Safranhandel der Deutschen im Auslande
  • IV. Safranhandel und Safrananbau in Deutschland
  • V. Wertung, Preise, Anwendung

Full text

38 
Den italienischen und spanischen Niederlassungen 
schließt sich die in Lyon als Zentrum des französischen und 
die in Wien als das des österreichischen Anbaugebiets an. 
So ist es den Ravensburgern möglich, die verschiedenen 
marktgängigen Sorten zu liefern. 
Dieses Netz von Niederlassungen ermöglicht es ihnen 
zugleich, die regelmäßige jährliche Preisschwankung auszu 
beuten. Die Faktoreien werden von Ravensburg aus regiert und 
mit Nachrichten über die Marktverhältnisse versehen. Unter 
diesen Nachrichten nehmen einen großen Raum ein die 
jenigen über die Preise, die am Ende des Erntejahres auf 
den Hauptmärkten, besonders in Nürnberg und Frankfurt 
erzielt werden. Sind die Preise hoch und die Nachfrage ist 
rege, so gibt man den Faktoren Weisung, möglichst bald die 
Einkäufe der neuen Ernte zu bewerkstelligen und auf den 
Markt zu bringen. So hat im Herbst 1479 der Safran in 
Frankfurt in hohem Preis gestanden und die letzten Vorräte 
sind verkauft worden. Dies wird nach Spanien berichtet und 
auf schleunige Neueinkäufe gedrungen; selbst wenn die 
Preise der ersten Ernte noch hoch seien, solle man sich nicht 
scheuen, reichlich einzukaufen, um vor anderen Firmen, vor 
der Ankunft der Hauptmasse der neuen Ernte, frische Ware 
auf den Markt zu bringen und die Preissteigerung auszu 
nutzen ‘). Langsamer gehen die Geschäfte vor sich, wenn zu 
sorgen ist, daß, wie es heißt, der neue Stank ! ) dem alten auf 
den Hals kommt. 
Die Beherrschung aller Anbaugebiete ermöglicht es 
der Gesellschaft zugleich, die Konjunktur von Ernteausfall 
und Nachfrage auszunutzen. Im Spätsommer fangen die 
Faktoren der verschiedenen Niederlassungen an, über Land 
zu reiten und die Felder in Augenschein zu nehmen. Auch 
wird die Meinung der Bauern eingeholt. In Ravensburg 
laufen die Berichte über die verschiedenen Gegenden zu 
sammen, und nach der Übersicht, die man dort gewinnt, wird 
den Faktoren Anweisung über die zu machenden Einkäufe, 
1) Rav. Pap. 8. 
2) In diesen Korrespondenzen wird der Safran meist als Stank 
bezeichnet.
	        

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Der Safranhandel Im Mittelalter. P. Hauptmann’sche Buchdruckerei, 1914.
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