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geradezu in das Gegenteil umgeschlagen ist, davon gibt eine
Äußerung eines Nürnberger Arbeitersekretärs des Metallarbeiterverbandes
Zeugnis. Er erklärte, daß seine Organisation das
Akkordsystem an sich nicht bekämpfe, er sei der Meinung, daß Fälle
eintreten können, wo die Arbeiter zur Erhaltung des Akkordsystems
in den Streik eintreten würden. Er halte den Akkord
für die richtigste Form der Arbeitvergebung.
Die Entwicklung des Akkordlohnes.
In Deutschland begann die eigentliche industrielle Entwicklung
erst in den dreißiger und vierziger Jahren des vorigen
Jahrhunderts. Zwar wurde die Dampfmaschine bereits seit Anfang
des Jahrhunderts in Deutschland benützt und auch hergestellt,
aber die Entwicklung der Industrie war bis dorthin eine
langsame gewesen; erst der Bau der Eisenbahnen und die Begründung
der deutschen Zollvereine wirkten fördernd auf sie ein 15 .
In dieser frühen Zeit waren von den Unternehmern vor
allem konstruktive Fragen zu lösen. Es dauerte lange Zeit bis
die Maschinen aus den Versuchsstadien heraus waren und eine
wirklich brauchbare konstruktive Durchbildung erfahren hatten.
Naturgemäß machte die Herstellung der werkstatttechnisch oft noch
sehr schwierigen Stücke der jungen Industrie viele Schwierigkeiten
und die Abnehmer hatten oft wegen der schlechten Ausführung
ihrer Bestellungen begründeten Anlaß zu klagen. Wichtiger als
der Preis der Erzeugnisse war daher ihre Güte und Brauchbarkeit.
15 C. Matschoß, Die Entwicklung der Dampfmaschine, Berlin 1908,
S. 179. Borsig gründete sein Unternehmen 1837 in Berlin, Schwartzkopf
1852, Hartmann (Sächsische Maschinenfabrik) in Chemnitz 1837. Das Nürnberger
Werk der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg A.-G. wurde 1838
begründet, das in Augsburg etwas später. Masfei (München) stellte
1811 seine erste Lokomotive her.