Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Die  Arbeitstarife  für  solche  Elementenberechnungen  enthalten
die  Preise  für  jede  einzelne  Manipulation  der  Gesamtarbeitsleistung.
Dia  Berechnung  der  Arbeitselemente  ist  einfach,  genau  und  zuverlässig. ­
  Sie  kann  von  einem  Bureaubeamten  besorgt  werden,  ohne
die  Mitwirkung  des  Arbeiters  in  Anspruch  zu  nehmen.  Die  Reihenfolge ­
  der  Teiloperationen  im  gesamten  Arbeitsprozeß  ist  bei  dieser
Berechnungsmethode  auf  den  Akkordlohn  ohne  Einfluß,  während  bei
der  Stück-  und  Einheitsberechnung  infolge  solcher,  durch  Arbeitsteilung, ­
  unvorhergesehene  Bindemisse  und  ähnliches  mitunter  notwendig ­
  werdenden  Änderungen  der  Arbeiter  in  seinem  Lohn  geschädigt ­
  werden  kann.
Die  einzelnen  Teiloperationen  stehen  zum  Gesamt-Arbeitsprozeß
in  einem  bestimmten  Verhältnisse,  das  sich  prozentuell  berechnen
läßt,  z.  B.  die  Operation  I  erfordert  a  o/o,  die  Operation  IIb.o/o',
Operation  III  c  o/ 0  usw.  des  Gesamtlohnes  von  A  Mark  (gleich
100,o/o).  Tritt  eine  Änderung  des  Arbeitsprozesses  ein,  der  nur  eine
Teiloperation  betrifft,  so  können  die  ermittelten  Prozente  der  Berechnung ­
  des  Akkordes  zugrunde  gelegt  werden,  Z.  B.  Operation  III
muß  durch  eine  Maschine  besorgt  werden.  Der  Arbeiter  hat  somit
nur  auf  a  o/o'  und  b  o/ 0  des  Gesamtakkordlohnes  von  .A  Mk.  Anspruch.
Die  indirekte  Akkordberechnung  bildet  die  Regel  bei  Festsetzung ­
  der  Akkordsätze  für  die  Gehilfenarbeit,  d.  h.  für  solche
Arbeiter,  welche  dem  im  Akkord  beschäftigten  Hauptarbeiter  Hilfsdienste ­
  leisten,  also  Arbeiten,  die  mit  der  Fabrikation  an  sich  nichts
zu  tun  haben,  z.  B.  Materialherbeischaffung,  Maschine  reinigen.  In
vielen  Betrieben  werden  solche  Arbeiten  im  Zeitlohn  bezahlt;  doch
werden  auch  hier  die  Nachteile  des  Zeitlohnes  in  Erscheinung  treten:
Langsames  Arbeiten.
Man  hat  nun  versucht,  auch  die  Gehilfenarbeit  im  Akkordlohn
zu  bezahlen  und  nimmt  als  Maßstab  für  die  Bemessung  die  Arbeitsleistung ­
  des  Hauptarbeiters  an;  denn  diese  steht  mit  den  Nebenleistungen ­
  regelmäßig  in  Beziehung.  Je  mehr  der  Hauptarbeiter
produziert,  desto  mehr  wachsen  die  notwendigen  Nebenleistungen;
der  Gehilfenakkord  wird  sich  nach  den  Leistungen  des  Hauptarbeiters
richten.  Diese  Methode  gewährt  dem  Gehilfen  einen  Ertrag  an  der
Gesamtarbeit  und  macht  ihn  von  der  Leistung  des  Hauptarbeiters
abhängig,  auf  die  dem  Gehilfen  kein  Einfluß  zusteht.
Bei  der  Festsetzung  des  Akkordlohnes-  wird  die  Arbeitsleistung
in  Beziehung  zu  bringen  sein  zu  der  darauf  verwendeten  Zeit.
„Stücklohn  ist  nur  eine  modifizierte  Form  des  Zeitlohns“  (Marx,
Kapital,  19.  Kap.).  Die  Berechnung  eines  Akkordes  erfolgt  zumeist
durch  Vergleichung  mit  früheren  Arbeiten  gleicher  oder  ähnlicher
Art  unter  Zugrundelegung  der  Durchschnittsleistung  eines  fleißigen
Arbeiters  mittlerer  Befähigung.  Wenn  also  Arbeiter  und  Unter-
            
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