Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Sind  alle  Arbeiter  am  Akkordertrag  beteiligt,  so  erfolgt  die
Verteilung  entweder  nur  nach  der  Zahl  der  Arbeitsstunden  oder  im
Verhältnis  zum  Stundenlohn  und  der  verbrauchten  Zeit.
a)  Die  Verteilung  der  Akkordsumme  erfolgt  nach  dem  Zeitaufwand ­
  der  Akkordteilnehmer:  Die  Arbeiter  A x  A 2  A 3  .  .  .  .
arbeiten  zi 1  z 2  %  .  .  .  .  Stunden,  zusammen  n  Stunden;  beträgt  die
M  .  z
Akkordsumme  M  Mark,  so  erhält  A t :  ——  Mark  Anteil,  A 2  empfängt

-  Mark  usf.

n

Manchmal  wird  dem  Vorarbeiter  ein  bestimmter  Prozentbetrag
vom  Akkord  vorweg  gewährt;  erst  am  Rest  haben  alle  Teilnehmer
Anteil.
b)  Die  Verteilung  des  Akkord  Überschusses  erfolgt  nach  der
verbrauchten  Zeit:
A,  arbeitet  z.  Stunden  zu  1,  Pfg.  per  Stunde  =  z,  1,  Lohnforderung

A 2
a 3

Z 3

usf.

2z  1  Lohn.

zusammen  2z  Stunden  und

Der  Akkordüberschuß  beträgt  M  —  2  z  1  =  a,  auf  die  Lohnstunde

entfallen  a

k x  erhält  somit:  z t  l t  Lohn  -)-/?•  z x  Akkordüberschuß
A a  „  „  z 2 1 2  „  -j-  ß  •  z 2  usf.
c)  Die  Verteilung  der  Akkordsumme  erfolgt  im  Verhältnis  zum
Stundenlohn  und  zum  Zeitaufwand.  Die  Akkordsumme  von  M  aufgeteilt ­

  auf  2z  1  Teile  gibt  .  =  v
—  ZI

k x  erhält:  z,  l t  v,  A 2 :  z 2  l a  v  usf.

2.  Für  die  Gruppenakkorde  oder  das  Kolonnensystem  ist
charakteristisch,  daß  die  Arbeit  durch  Arbeitergruppen  oder  Leitung
eines  Meisters  ausgeführt  wird,  wie  z.  B.  bei  Wegebauten,  Dammaufschüttungen, ­
  Errichtung  von  Trockenmauern  aus  unbehauenen
Steinen  usw.  Dieses  System  ist  nur  dort  anwendbar,  wo  eine  rein
mechanische  Arbeit  ohne  besondere  intelligente  Leitung  zu  verrichten ­
  ist.  Die  Tätigkeit  aller  Arbeiter  ist  auf  das  gleiche  Arbeitsresultat ­
  gerichtet.  Die  Arbeit  selbst  wird  entweder  von  jedem  Arbeite]?
selbständig,  getrennt  von  den  anderen,  oder  von  den  an  der  Arbeit
beteiligten  gemeinsam  (z.  B.  Möbelstücke),  oder  schließlich  derart
durchgeführt,  daß  die  Arbeiter  gewissermaßen  Hand  in  Hand  arbeiten
(z.  B.  Nietkolonnen).  Operieren  die  Arbeiter  gemeinsam  oder  Hand
            
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