Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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die  Normalzahl  sowie,  wöchentlich  oder  vierwöchentlich,  der  berechnete ­
  tatsächliche  Verbrauch  zu  Vergleichszwecken  im  Diagramm
einzutragen.  Eine  derartige  Unkostenuntersuchung  hält  den  Betriebsleiter ­
  auf  dem  Laufenden  und  bietet  ein  Hilfsmittel,  Steigerungen
der  Unkosten  im  einzelnen  zu  erkennen  und  zu  verhindern,  aber
auch  die  Wirkung  der  angeordneten  Maßregeln  zu  kontrollieren.
Was  diagrammatisch  dargestellt  wurde,  läßt  sich  auch  zahlenmäßig ­
  und  tabellarisch  darstellen 1 ).
In  manchen  Betrieben  kontrolliert  man  (nach  S  p  e  r  1  i  c  h  a.  a.  0.
S.  17)  die  Unkostenaufschläge,  indem  man  die  Unkosten  der  während
einer  Rechnungsperiode  erledigten  Kommissionsnummern  summiert
und  die  verrechneten  Kosten  den  tatsächlich  verausgabten  gegenüberstellt, ­
  ein  Verfahren,  dessen  Unrichtigkeit  zweifellos  ist.  Nimmt  es
doch  keine  Rücksicht  auf  die  in  Arbeit  befindlichen  Aufträge,  deren
Kosten  in  der  Ausgabensumme  enthalten  sind.
Die  Berechnung  hat  sich  auf  normale  Betriebsverhältnisse
zu  beziehen.  Mehrfach  wird  bei  geringerer  Beschäftigung  des  Werkes
in  der  Nachkalkulation  ein  besonderer  Kostenaufschlag  angerechnet. ­
  Da  bei  geringerer  Beschäftigung  eines  Werkes  erfahrungsgemäß ­
  die  Unkosten  sich  nicht  ohne  weiteres  im  gleichen  Verhältnis ­
  vermindern  lassen  wie  die  Produktionsminderung,  so  werden
die  tatsächlichen  Selbstkosten  der  Fabrikate  dieser  stillen  Periode
gegenüber  den  Kosten  der  Normalleistung  größer  sein,  schon  wegen
der  konstanten  Unkosten,  die  auf  der  Zeit  lasten.  Die  Verluste  lassen
sich  erklären,  aloer  häufig  nicht  abwenden,  und  sind  aus  den  Gewinnaufschlägen ­
  zu  decken.  Da  mit  dem  Rückgang  der  Geschäfte ­
  gewöhnlich  ein  Rückgang  der  Verkaufspreise  verbunden  ist,
so  ist  ein  Preis  aufschlag,  wie  früher  angegeben,  wohl  nur  Utopie.
Man  wird  eher  billiger  verkaufen,  um  den  Beschäftigungsgrad  wieder
normal  zu  gestalten.
In  der  metallverarbeitenden  Industrie  ist  die  Kontrolle ­
  des  Ausschusses  von  besonderer  Bedeutung,  d.  h.
das  Verhältnis  zwischen  brauchbaren  und  unbrauchbaren  Stücken.
Der  Ausschuß  kann  sein:  1'.  Materialausschuß,  der  auf  Materialfehler ­
  zurückzuführen  ist  und  sich  erst  bei  der  Bearbeitung  zeigt.
Wer  die  Kosten  dieses  Ausschusses  zu  tragen  hat,  der  Werkstofflieferer ­
  oder  der  Käufer,  bestimmt  sich  nach  den  privatrechtlichen
Abmachungen  zwischen  den  Parteien 2 ).
e
*)  Sperlich  gibt  S.  81  ff.  Beispiele  hierfür.  Ebenso  Grimshaw.
*)  Man  unterscheidet:  a)  Die  interne  Revision  und  Abnahme  als  Bestandteil ­
  der  Fabrikorganisation  —  Zwischen-  und  Endrevision,  Probearbeit  der
Maschine  u.  a,  b)  Die  Abnahme  durch  den  Käufer,  eine  vorläufige  Prüfung
der  Brauchbarkeit  durch  Organe  des  Käufers;  dazu  ist  zu  vergl.  §§  277  H.GB.
533  f.,  459  ff.  B.G.B.
            
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