Full text: Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Verwaltung örtlich getrennt sind. Man kann als Regel auf stellen: 
Alle Kosten, die entfallen würden, wenn der Produktionsbetrieb 
nicht existierte, sind Betriebskosten. 
Kalkulationsbeispiel: Maschinenbau. 
Materialwert .... Mk. 1250,— 
zu 10%' Aufschlag . . . „ 125,— Mk. 1375,— 
Fabrikationslöhne . . . Mk. 1120,50 
Zuschläge „ 783,50 „ 1904,— 
Herstellungskosten Mk. 3279,— 
zu 15% Handlungsunkosten .... „ 491,85 
Selbstkostenpreis Mk. 3770,85 
Wie falsch die Verteilung der Verkaufskosten nach der 
Lohnsumme sein kann, dafür ein Beispiel aus der Werkzeug 
fabrikation. Es werden Feilen und Sägen erzeugt, deren Verkaufs 
preise ungefähr gleich sind. 
Die richtige Berechnung: 
Feilen Sägen 
1. Materialwert 10 Pfg. 70 Pfg. 
2. Lohnkosten 50 » IS „ 
3. „ Aufschläge 30 , 22 „ 
4. Allgemeine Betriebskosten 30 % auf 
die Summe von 2 und 3 24 v 10 » 
Herstellungskosten 114 Pfg. 115 Pfg. 
+ 20% Vertriebskosten 23 „ 23 ,, 
Selbstkosten 137 Pfg. 138 Pfg. 
Die falsche Verteilung liefert: 
Herstellungskosten - 114 Pfg. 115 Pfg. 
Vertriebskosten 50% auf die Löhne. . 25 „ 07 „ 
139 Pfg. 122 Pfg. 
d. h. trotz des gleichen Herstellungswertes werden die Feilen ungefähr mit den 
vierfachen Verkaufskosten belastet. 
Die besonderen Verkaufsspesen (vgl. § 30) können 
nur bei der Verkaufskalkulation Berücksichtigung finden; sie werden 
durch prozentuelle Zuschläge auf den Selbstkostenpreis 
gedeckt. Z. B.: Der Selbstkostenpreis eines Fabrikats beträgt Mk. 
240,—; es soll mit 15%' Nutzen, 2 o/o Rabatt für den Wiederver 
käufer verkauft werden. Die Berechnung des Verkaufspreises ist 
folgende:
	        
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