Mk.
276,—.
5,63:
Mk.
281,63
70,40
15 o/o Gewinn vom Selbstkostenpreis
Dieser Betrag soll nach Abzug aller besonderen
Verkaufsspesen übrig bleiben
2 o/o Zinsenzuschlag 1 ) im
Hundert für Skonto
/276V \
\ 98 )
,63.20\
80 /
Mk. 352,03 Verkaufspreis (Listenpreis).
Die Abrechnung für den Käufer:
Mk. 352,03 Listenpreis
70,40 — 20 o/o Rabatt
Mk. 281,63
5,63 — 2 o/o Skonto
Mk. 276,— Erlös.
Die obenstehende Abrechnung beweist die Richtigkeit der Kalkulation.
Dabei ist zu bemerken: 1. Daß die Zuschläge für besondere
Verkaufsspesen im Hundert zu berechnen sind. 2. Daß auch die
Reihenfolge der Zuschläge zu berücksichtigen ist: die Zuschläge
sind in einer der Abrechnung für den Käufer entgegengesetzten
Reihenfolge zu berechnen. Würde man im Beispiel zuerst den Rabatt
(liefert Mk. 69,—) und dann Skonto (7,03) berechnen, so würde
das Endergebnis stimmen (Mk. 352,03), jedoch würden die berechneten
Beträge mit den. tatsächlichen Ausgaben nicht übereinstimmen.
Die Kalkulationsformel S = ([Materialwert -j- 10o/o] -j- [Hauptarbeit-)--
100 o/o] -j- [Nebenarbeit-)- 50 o/o]) -f- 60o/ 0 auf das Ganze,
nämlich 30 o/o Gewinn, 20% Rabatt, 10% Umsatzprämie, ist somit
falsch. Bei einem Materialwert eines Fabrikates von Mk. 24,—,
Hauptlohn Mk. 15,—, Nebenlöhnen Mk. 6,—, würde diese Formel
Mk. 104,64 ergeben. Die theoretisch richtige Formel (Prämie,
Rabatt) liefert Mk. 118,09 als Verkaufspreis; der beabsichtigte Gewinn
(19,62) wird durch den Unterschied der berechneten und der
tatsächlichen Ausgaben auf Mk. 9,94 reduziert! Trotz genauer Kontrolle
der Material- und Lohnkosten, trotz subtiler Berechnung der
Aufschläge wird dieses Unternehmen niemals den rechnungsmäßigen
Gewinn erzielen können.
*) Der Zinsenaufschlag erfolgt bei Arbeiten auf Bestellung als „Skonto“
wegen de* Verkaufszieles, bei Arbeiten auf Lager als „Lagerzinsen“ wegen der
Zinsenverluste bis zum voraussichtlichen Verkauf. Vgl. auch S. 11 ff.