Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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A—B  die.  Produktionsmenge  (t,  m,  kg,  Stück  usf.),  die  auf
der  Wagreckten  vom  Nullpunkt  A  ansteigt.
B—C  die  direkten  proportionalen  Kosten  (=  30000  Mk.).
B—D  die  festen  Kosten  (40000),  demnach  D—C  die  Selbstkosten ­
  (70000).
C—E  den  Gewinn  (20000),  somit  D—E  den  Verkaufserlös
(90000).
Die  durch  den  Verkauf  reproduzierten  Kosten  bewegen  sich
auf  der  Linie  C—A.  Der  kritische  Punkt  liegt  bei  x;  die  Senkrechte
x—p  auf  A—B  (Produktionslinie)  gibt  jene  Mindesterzeugung  an,
die  weder  Gewinn  noch  Verlust  ergibt.  (Hier  666  2 / 3  t;  Kosten
=  40  000  -f-  20  000  ==  60  000;  die  Senkrechte  von  y  gibt  die
.Zahlenverhältnisse  für  die  Normalproduktion  von  800  t.)
Bei  einer  Produktion  unter  der  Mindestmenge  steigen  die  Verluste ­
  in  dem  Dreieck  A  —  x—  F  an;  z.  B.  bei  500  t  (=55  000  Mk.
Selbstkosten  und  45  000  Mk.  Verkaufserlös)  ist  der  Verlust  =  y  —  A)
=  10000  Mk.  Würden  sich  bei  einem  festen  Verkaufspreis  die
Selbstkosten  erhöhen,  würde  der  kritische  Punkt  weiter  gegen  D—E
verschoben  werden,  d.  h.  die  Mindestmenge  der  Erzeugung  müßte
bei  abnehmenden  Gesamtgewinn  gesteigert  werden.

Monatliche  Gewinnermittelung.
§  63.  Die  Erfolge  eines  Betriebes  werden  den  Beteiligten  (Inhabern, ­
  Direktoren,  Aufsichtsräten)  durch  die  Geschäftsbücher  erst
beim 1  Jahresabschluß  bekannt.  Es  ist  klar,  daß  man  der  alljährlichen
Bilanzaufstellung  stets  mit  Unbehagen  und  Unsicherheit  entgegensieht, ­
  daß  man  aber  auch  versucht  hat,  den  erwähnten  Übelstand
zu  beseitigen  und  schon  während  des  Betriebsjahres  fortlaufend
den  Erfolg,  wenn  auch  nur  annähernd,  zu  ermitteln.  Der  Nachweis
der  genauen  Gewinnziffer  bedingt  die  Inventur  aller  Bestände.  Diese
zeitraubende  mühsame  Arbeit  kann  nur  einmal  oder  einige  Male
alljährlich  durchgeführt  werden.  Eine  periodische  Ertragsübersicht
während  des  Betriebsjahres  ist  aber  notwendig;  sie  bietet  gleichzeitig ­
  wertvolles  statistisches  Material  zur  Beurteilung  des  Betriebes,
die  Möglichkeit  rechtzeitigen  Eingreifens.
Bei  der  Ermittelung  der  Rentabilität  einer  Unternehmung ­
  handelt  es  sich  um  Feststellung  des  Reinertrages.  Reinertrag
ist  gleich  Rohertrag  abzüglich  aller  Spezial-  und  Generalkosten.
Die  Rente  stellt  somit  die  Verzinsung  des  Kapitals,  den  Unternehmergewinn ­
  und  die  Risikoprämie  dar.  Sie  soll  rechnerisch  ermittelt
werden  nicht  allein  für  die  ganze  Unternehmung  als  Einheit,  sondern
            
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