Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Erweiternngsvoranschläge.
§  69.  In  dem]  Beispiel  des  §  68  wurde  die  Gründungs-  und
Ertragsberechnung  einer  erst  zu  errichtenden  Unternehmung  gezeigt. ­
  Im  folgenden  Fall  will  eine  bereits  bestehende  Unternehmung
einen  neuenArtikel  erzeugen  und  zu  diesem  Zwecke  die  maschinellen. ­
  Anlagen  erweitern.  Angenommen  wird  ein  fester  Auftrag
auf  eine  bestimmte  Menge  eines  Artikels  besonderer  Konstruktion,
Wert  des  Auftrags  rund  3  Mill.  (1915).
1.  a)  Die  Betriebsingenieure  ermitteln,  daß  etwa  200  Maschinen,
hauptsächlich  Fräsmaschinen  zu  einem  Durchschnittspreis  von
1900  Mk.,  zusammen  ein  Aufwand  von  380  000  Mk.  erforderlich  ist.
Die  Berechnung  des  Maschinenkapitals  ist  nach  oben  abgerundet  und
mit  angemessenen  Sicherheitsfaktoren  veranschlagt.
b)  Für  den  Werkzeugbau  sind  etwa  26  Maschinen  notwendig,
Durchschnittspreis  der  Maschinentype  etwa  3500  Mk.,  zusammen
91000  Mk.
c)  Einrichtungskosten  der  Werkstätte  etwa  9000  Mk.
d)  Der  erforderliche  Baum  (zur  Aufstellung  der  Maschinen,  für
die  Werkstätten,  Montagerjäume,  Betriebsbureau,  Kleiderablage  der  Arbeiter) ­
  ist  etwa  2000  qm.  Für  die  Aufstellung  der  Maschinen,
Einrichtung  der  Fabrikation  und  andere  vorbereitende  Arbeiten
werden  10  Monate  angesetzt,  für  die  eigentliche  Fabrikation,  d.  h.
für  die  Erledigung  des  Auftrages  sind  etwa  14=  Monate  erforderlich.
Als  Mietspreis  werden  10  Mk.  pro  qm  jährlich  angenommen,  für
2  Jahre  somit  40000  Mk.
2.  a)  Für  die  Fabrikation  sind  an  Beamten  erforderlich:
1'  Oberingenieur  Mk.  10000
1  Obermeister  ,,  5  000
3  Meister  „  12  000
15  Vorarbeiter  „  54  000
I  Lagerverwalter  ,,  3  600
1  Expedient  .  „  3  000
zusammen  Mk.  87  600
abgerundet  auf  Mk.  88  000.
Zur  Deckung  der  allgemeinen  Unkosten  während  der  Vorbereitungszeit ­
  (hier  mit  9  Monaten  angenommen),  zl  B.  Zwangsversicherung, ­
  Bureaubedarf,  Licht  usw.,  werden  100  o/o  für  das  Jahr,
also  gut  auskömmlich  in  Ansatz  gebracht,  auf  88  000  Mk.,  demnach
750/0-  =  66  000  Mk.
b)  Nach  Beschaffung  der  Maschinen  unter  1.  treten  die  Werkzeugmacher ­
  in  Tätigkeit.  Die  Vorbereitungszeit  wird  mit  7  Monaten
reichlich  bemessen  sein.  Erforderlich  sind:  8  Dreher,  2  Fräser,
            
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