Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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kredere-Reserve).  Auch  unsichtbare,  stille  Reserven,  durch  Minderbewertung ­
  der  Lagerbestände  in  günstigen  Jahren  sollen  denselben
Zweck  erreichen.  In  der  Textilbranche  berechnet  man  mitunter
eine  Art  Versicherungsprämie  durch  Einstellung  eines
reichlich  bemessenen  Aufschlags  für  Materialverluste  und  allgemeine
Fabrikationsunkosten,  durch  vermehrte  Anwendung  von  Surrogatstoffen ­
  (Baumwolle  in  Seidenwarenfabriken).  Auch  die
Kapitalbeteiligungen  an  Unternehmungen  der  Rohstoff
liefernden  Industrie,  häufig  in  Verbindung  mit  Lieferungsverträgeny
sollen  vor  Preisverlusten  schützen  oder  sollen  sie  durch  die  Rente
des  Beteiligungskapitals  vermindern.
Für  Unternehmungen,  die  mit  starken  Schwankungen  der  Rohstoffpreise ­
  zu  rechnen  haben,  dürfte  sich  die  Aufstellung  einer
Preisveränderungstabe  Ile  empfehlen,  die  es  ermöglicht,
ohne  Einzelkalkulation  sofort  den  Einfluß  der  Preisveränderung  auf
die  eigenen  Selbstkosten  abzulesen,  z.  B.  (Bruchstück):
Bei  einer  Veränderung  des  Preises  um  I  Mk.  für  o/o  kg  für

Baumwolle

Salpeter

Oleum  70°  Be

verändert  sich  der  Selbstkostenpreis  für  100  kg  (Fabrikat)  um

0,45  Mk.

1,25  Mk.

0,93  Mk.

Ein  anderes  Beispiel:  Metallwaren:  Grundpreis  des  Messing
300  Mk.  für  100  kg;  Rohgewicht  des  Fabrikates  a  =  2,36  kg,
b  —  1,95  kg.  Preisschwankungen  von  10  zu  10  Mk.

Marktpreis

Materialkosten

a

b

300,-7,10



5,85

310,—

7,35

6,05

320,—

7,55

6,25

330,—

7,80

6,45

340,—

8,05

6,65

c)  Die  Verrechnung  des  Materialverbrauchs  zu  Durchschnittspreisen ­
  aus  der  Menge  der  Bestände  und-,  der  Eingänge, ­
  sowie  den  sämtlichen  Ausgaben  bis  zum  Lagerplatz  zeigt
folgendes  Beispiel:
            
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