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Danach verteilen sich die Kosten auf diese Zwischenprodukte
wie folgt:
Flachs
Werg
Jl
0/
/o
Ji,
0/
/o
1. Prozeß
24 325,—
50
24 325,—
50
2- „
49 440,-
60
32 960,-
40
3- „
27 468,-
90
3 052,—
10
101 §38,—
60 337,—
Gesamtausbeute: Flachs 1020 600 kg und Werg 1245 000 kg
Kosten für 1 kg „ 9,9 Pfg. „ „ 4,8 Pfg.
Abfallstoffe, Nebenprodukte, Materialverluste.
§ 17. Chemisch- und mechanisch-technologische Betriebe haben
häufig mit Abfallstoffen zu rechnen,, „das sind Teile des Rohstoffes
und Halbfabrikate, welche eine Folge, nicht aber Zweck der Fabri
kation sind“. Die Frage der Gewinnung von Abfällen spielt in der
Kostenberechnung eine bedeutende Rolle. Wir wollen hier davon
absehen, daß eine rationelle Wirtschaft darauf bedacht sein soll,
die Abfallmenge zu vermindern und Zu verwerteii; daß oft die
Rentabilität der Unternehmung von der Ausnutzung der Abfälle
abhängig ist, in anderen Fällen dadurch ihr Bestand überhaupt erst
ermöglicht wird. Für uns kommt die Frage der richtigen Berechnung
der Abfallstoffe ihrem Werte nach in Betracht, weil dadurch der
Wirtschaftserfolg der einzelnen Betriebszweige wesentlich mitbe
stimmt wird.
An einer Reihe von Beispielen soll diese Frage erörtert werden.
Chemisch-technologische Betriebe.
1. Fall: Die Abfälle sind für die eigene Unternehmung wert
los und unverkäuflich; sie kommen für die Kostenberechnung an
sich überhaupt nicht in Frage. Es sind lediglich betriebstechnische
Momente maßgebend, wenn man verlangt, daß wertlose ebenso wie
verwertbare Nebenprodukte ihrer Menge nach prozentuell zum Haupt
produkt berechnet werden sollen, um auf diese Weise das Ausbeute
verhältnis und danach die Wirtschaftlichkeit des technischen Be
triebes zu bestimmen.
Die Kosten des Sammelns, der Abfuhr der Abfälle u. 'ä. sind als
Betriebsunkosten der betreffenden Abteilung zu verrechnen.
2. Fall: Die Abfälle oder die Nebenprodukte werden in der
eigenen Fabrik zwar nicht verarbeitet, aber als solche verkauft
(z. B. Nebenprodukte der Gasfabriken und Kokereien, aus denen
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