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konsumiert, die andere hingegen betrachtet beschämt ihren Markenbestand,
gelobt sich aber dabei, daß es in Zukunft mehr werden soll. "6)
Die Verteilung des Volksblatts geschieht entweder durch Auslegen
in den Verteilungsstellen oder durch Lieferung in die Wohnung.
Letzteres scheint das Empfehlenswertere zu sein, da beim Auslegen in
den Abgabestellen viele Mitglieder mehrere Exemplare mitnehmen,
andere dagegen gar keine. Die Kosten, die sich bei Lieferung in die
Wohnung des Mitglieds von ca. 50 Pfg. auf ungefähr 1 M. pro
Nummer erhöhen, werden durch die mit der Hauslieferung erzielte
Umsatzvermehrung wieder wett gemacht. — Auch die Ausstellungen
von Bedarfsgütern bilden ein gutes Werbemittel, besonders dann,
wenn die Waren der Konkurrenz zum Vergleich herangezogen werden.
Bei diesen Vergleichen werden auf den Etiketten Preise und Qualitäten
genau vermerkt, so daß ein etwaiger Unterschied leicht festzustellen
ist.
Gute Resultate hat man auch mit den Hausbesuchen erzielt,
wie sie hauptsächlich von einem neugegründeten Organ, dem Mitgliederausschuß,
organisiert werden. Diese Ausschüsse, auch G enossenschastsräte
genannt, sind erst in den letzten Jahren in den
großen Konsumvereinen entstanden. Ihnen ist u. a. ein Teil der
konsumgenossenschaftlichen Werbearbeit übertragen worden. Der Mitgliederausschnß
soll nach § 20 des am Ende des Buches im Auszuge
wiedergegebenen Statutenentwurfs aus dreimal soviel Vertretern der
Genossen bestehen, als die Genossenschaft Verteilungsstellen hat. Diese
große Zahl von überzeugten Konsumgenossenschaftern bildet einen
ungeheuren Werbeapparat, der geeignet ist, mit der gesamten Mitgliederschaft
in Fühlung zu bleiben. Sein geistiger Leiter ist der
„Genossenschaftssekretär", ein fest angestellter Beamter des Vereins.
Wie schon erwähnt, ist es eine besondere Aufgabe des Genossenschaftsrats,
Hausbesuche zu veranstalten. Man sucht sich von befreundeten
Organisationen die Listen der evtl, in Frage kommenden
Personen zu verschaffen und versucht, sie zum Eintritt in die Genossenschaft
zu bewegen. Neben der Werbung neuer Mitglieder ist
es Aufgabe des Mitgliederausschnsses, die alten Mitglieder zu konsumgenossenschaftlicher
Treue anzuhalten. Es gilt, den Umsatz der
alten Mitglieder immer mehr zu steigern, um so allmählich das
Maximum zu erreichen. Mitglieder, die beabsichtigen auszutreten,
sucht der Mitgliederausschuß von diesem Schritt zurückzuhalten. Der
genannte Ausschuß veranstaltet auch Versammlungen für die Mitb)
Konsumgenoss. Rundschau Nr. 45/1913. Art. über Genossenschaftliche
Propaganda durch das Konsumgenossenschaftliche Volksblatt. .