Full text: Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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wo es sich darum handelt, den Mitgliedern die Kartoffeln „einzu 
kellern", schreibt der Allgemeine Konsumverein Düsseldorf in seinem 
letzten Geschäftsbericht. 
Einige von den Schwierigkeiten haben die Hauslieferungen von 
Kartoffeln und Brennmaterialien gemeinsam. Bei beiden handelt 
es sich um größere Beträge, so daß die Durchführung der B a r- 
z a h l u n g nicht immer leicht ist. Maßnahmen, die für diese Fälle 
getroffen werden, lernten wir schon früher kennen. 
Es kommt auch häufig vor, daß die Fuhrleute die Besteller 
nicht zu Hause antreffen und so oft zwei- oder dreimal anfahren 
müssen, um ihre Lieferungsgüter los zu werden. Das ist mit Rück 
sicht auf die Berufszugehörigkeit der meisten Mitglieder leicht er 
klärlich. Immerhin ließe sich hier durch eine vervollkommnetere Or 
ganisation manches ändern. 
Bei Bezirkskonsumvereinen ergibt sich die weitere Schwierigkeit, 
daß die zerstreut liegenden auswärtigen Verteiln ugs- 
st eilen schlecht zu bedienen sind. Man ist auf Sammelladungen 
angewiesen; auch schließt man beispielsweise bei Kohlen Lieferungs 
verträge mit den Kohlenhändlern der betreffenden auswärtigen 
Orte ab. 
Bei den Kartoffelhauslieferungen kommt es leicht zu Klagen über 
geringe Haltbarkeit der Kartoffeln, was teilweise auf un 
geeignete Aufbewahrungsorte zurückzuführen ist. In einzelnen Be 
richten über die Vermittlung von Kartoffeln und Brennmaterialien 
wurde auch darauf hingewiesen, daß die Mitglieder zu spät be 
stellen, so daß sich der Verein nicht rechtzeitig genügend ein 
decken kann. 
All das hatte die Konsumgenossenschaft Dortmund-Hamm dazu 
geführt, die Hauslieferung von Kartoffeln aufzugeben und zu al 
leiniger Abgabe in den Verteilungsstellen überzugehen. Aber auch 
diese Art der Versorgung hatte ihre Mängel. Vielfach fehlte es an 
den notwendigen Räumen zur Aufspeicherung der Kartoffeln, und 
den Mitgliedern fehlte es häufig an billigen Transportgelegenheiten, 
um die Kartoffeln nach Hause zu bringen. 
Sicherlich wird die allmähliche Erziehung der Konsumenten 
durch die Konsumgenossenschaften den meisten der genannten Uebel 
stände abhelfen. In dieser Beziehung ist schon viel erreicht worden, 
und wahrscheinlich werden die Konsumgenossenschaften von weiteren 
erfreulichen Resultaten berichten können. Jedenfalls suchen die Kon 
sumgenossenschaften die Kohlen- und Kartoffelvermittlung immer 
weiter auszubauen, zumal es sich um zwei Artikel handelt, die für
	        
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