Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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Mit  diesen  letzten  Bemerkungen  soll  den  Mitgliedern  der  Konsumvereine ­
  kein  besonderer  Vorwurf  gemacht  werden,  denn  es  handelt
sich  um  Erscheinungen,  mit  denen  man  mehr  oder  weniger  auch
in  den  Erwerbsgeschäften  zu  kämpfen  hat.
Xl.  Das  RollenmarkenMem  und  die  Auszahlung  der
Rückvergütung.')
Um  den  Umsatz  der  einzelnen  Mitglieder  am  Jahresschlüsse  für
die  Auszahlung  der  Rückvergütung  festzustellen,  ist  es  nötig,  auf
irgendeine  Weise  die  Höhe  der  Einzelumsätze  festzuhalten.  Ursprünglich ­
  trug  man  jede  Entnahme  in  ein  Kontobuch  ein,  zu  dem
der  Kontrolle  halber  ein  G  e  g  e  n  b  u  ch  geführt  werden  mußte,  was
sehr  umständlich  war.  Man  ging  deshalb  zur  Ausgabe  von  Gegenmarken ­
  über,  d.  h.  jeder  Entnehmer  erhielt  über  den  Betrag,  für
den  er  Bedarfsgüter  entnahm,  in  gleicher  Höhe  Marken  ausgehändigt.
Anfänglich  benutzte  man  Metallmarken,  die  aber  sehr  kostspielig
waren.  Später  führte  man  Pappmarken  ein.  Beide  Arten  von
Gegenmarken  verschmutzten  leicht  und  waren  hygienisch  zu  verwerfen.
Auch  war  es  sehr  zeitraubend,  die  Menge  der  verausgabten  Marken
festzustellen,  um  so  die  Kasseneingänge  zu  kontrollieren.  Das  führte
zur  Einführung  eines  anderen  Systems:  dem  Rollenmarkensystem. ­
  Man  hat  ihm  diesen  Namen  gegeben,  da  die  Marken  auf
Rollen  geliefert  werden,  und  zwar  befinden  sich  aus  jeder  Rolle
1000  Marken.  Die  Marken  sind  fortlaufend  numeriert,  so  daß
also  die  Höhe  der  Markenausgabc  leicht  festzustellen  ist.  Der  besseren
Handhabung  halber  führt  man  nicht  alle  Markenwerte,  sondern  nur
eine  gewisse  Anzahl.  In  der  Regel  hat  man  Marken  von  zwölf
verschiedenen  Sorten:  1-,  2-,  5-,  8-,  10-,  20-,  50-,  80-Pfg.-Marken,
sowie  1-,  2-,  3-  und  5-Mark-Marken.  Dieses  System,  das  Zwölfer-System,
  im  Gegensatz  zum  Zehner-  und  anderen  Systemen,  hat  sich
in  der  Praxis  am  besten  bewährt.
Die  Marken  sind  in  verschiedenen  Farben  gehalten.  Sie
tragen  außer  der  laufenden  Nummer  und  der  Wertangabe  noch  den
Namen  des  Vereins  und  oft  auch  die  Jahreszahl.  Damit  kein  Mißbrauch ­
  mit  Marken  aus  früheren  Jahren  getrieben  wird,  wechselt

Die  Angaben  über  das  Rollenmarkensystem,  soweit  ich  nicht  das  System
aus  eigener  Anschauung  kenne,  entnehme  ich  der  Broschüre  „Das  Rollenmarkensystem", ­
  wo  Heinrich  Kaufmann  dieses  System,  das  in  wenigen
Jahren  so  große  Verbreitung  gefunden  hat,  erläutert.  Siehe  auch  O  p  p  e  rmann
  und  Häntschke,  a.  a.  O.  S.  95  ff.
            
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