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schäften", bemerkt Heinrich Kaufmann einmal.") „Für das Fi
nanzwesen der deutschen Konsumgenossenschaften sind die Sparein
lagen der Mitglieder geradezu von entscheidender Bedeutung ge
worden".^) Die Spareinlagen müssen allerdings zum großen Teil
liquide gehalten werden. Kaufmann empfiehlt deshalb im Jahres
bericht von 1913,") die Mitglieder zu bewegen, einen Teil der
Spareinlagen in unkündbare Hausanteile und Hausobligationen zu
verwandeln. —
Wie ist es aber mit dem eigentlich fremden Kapital? Den
wichtigsten Faktor, da die aufgenommenen Anleihen nach Kauf-
mann ganz minimal sind, bilden die Hypothekenschulden.
In Prozenten des Umsatzes betrugen sie 8,7 o/g im Zentralverband
— etwa 41 Millionen Mark im Jahre 1913. 1912 betrugen die
Hypothekenschulden rund 37 Millionen Mark, sie waren um 10,8
Millionen Mark seit 1909 gestiegen, in derselben Zeit stieg aberj
der Wert des Grundbesitzes um 27,5 Millionen Mark. Nach
Kaufmann") sind im gleichen Zeitraume von der Bankabtei
lung der Großeinkaufsgesellschaft, teilweise mit Hilfe der Mittel
der Unterstützungskasse, 5,2 Millionen Mark an festen Hypotheken
zur Verfügung gestellt worden, sodaß also nur ein Anleihebedürfnis
nach fremden Geldern von 5,6 Millionen bestand. Kaufmann will
damit beweisen, „daß die Konsumgenossenschaftsbewegung des Zentral
verbandes deutscher Konsumvereine sich nahezu völlig vom frem
den Geldmärkte frei gemacht hat, und daß die Konsum-
Vereine nahezu vollständig in der Lage sind, für ihren Geldbedarf aus
eigenen Kräften Sorge zu tragen".") Diese Angaben beziehen sich
auf die Zeit von 1909 bis 1912. Für das Jahr 1912 selbst glaubt
Kaufmann mitteilen zu können,") daß eine Beanspruchung des
fremden Geldmarkts überhaupt nicht nötig gewesen ist, da die Groß
einkaufsgesellschaft allen an sie herantretenden Wünschen auf Auf
nahme von Hypotheken hatte Rechnung tragen können.
Unter diesen Umständen kann man wohl kaum von Schwierig
keiten in der Kapitalbeschaffung sprechen. Es ist sogar anzunehmen,
daß den kapitalistischen Filialbetrieben die Kapitalbeschaffung nicht
so leicht fällt.
") Jahresbericht des Zentralverbandes für 1912 S. 335.
i 2 ) Ebenda S. 335.
«) S. 312.
u ) Jahresbericht des Zentralverbandes für 1912 S. 339.
Ebenda S. 340.
") Ebenda S. 340.