Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

Schloesser,  Die  konsumgenossenschaftliche  Gütervcrmittlung.

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1910  beschloß  ein  Konsumvereinskongreß  in  Mailand  die  Bildung ­
  einer  Großeinkaufsgesellschaft  für  Italien;  in  Prag  errichteten
die  tschechischen  und  in  Warschau  die  polnischen  Konsumvereine  ebenfalls ­
  eine  Großeinkaufsgesellschaft.
Im  vorigen  Jahre  entwickelte  sich  aus  der  „Großeinkaufszentrale
westdeutscher  Konsumvereine"  die  „Großeinkaufszentrale  deutscher  Konsumvereine."^) ­

Keine  Großeinkaufsgesellschaften  besitzen  bisher  Bulgarien,  Portugal, ­
  Rumänien,  Serbien  und  Spanien.  In  den  außereuropäischen
Ländern  ist  das  Großeinkaufsgenossenschaftswesen  noch  zu  keiner  namhaften ­
  Entwicklung  gelangt.  Allerdings  besteht  in  Kalifornien  eine
kleine  Co-operative  Wholesale  Society.  Sie  ist  jedoch  über  die
ersten  Anfänge  noch  nicht  hinaus.  Ebenso  wurde  von  Versuchen
berichtet,  die  in  Australien  und  Südafrika  zur  Bildung  einer  Großeinkaufsgesellschaft ­
  unternommen  wurden.  Positive  Resultate  liegen
jedoch  noch  nicht  vor.
In  nachstehender  Tabelleb)  sehen  wir  die  Umsatzzahlen  der  verschiedenen ­
  Einkaufszentralen  für  das  Jahr  1913,  soweit  die  Zentralen
dem  Genossenschaftsbund  angeschlossen  sind.

Beginn

Zunahm

e

der

Umsatz

gegenüber

1912

Tätigkeit

M

M

o/o

6.  W.  8.,  Manchester

.  .  1864

627  400  000

32  756  920

5,50

8.  6.  W.  8.,  Glasgow  ,

.  .  1868

179  280  660

11  455  500

6,82

G.  E.  G.,  Hamburg  .

.  .  1894

154  047  321

18  140  143

13,35

F.  D.  B.,  Kopenhagen

.  .  1884

69  748  420

7  592  900

12,21

SS.  S.  K.,  Basel  .  .  .

.  .  1892

35  520  340

5  703  660

19,12

Hangya,  Budapest  .

.  .  1899

26  554  880

2  034  640

8,29

G.  E.  G.,  Wien  .  .  .

.  .  1905

23  054  880

1  519  440

7,05

Keskuskunta,  Helsingfors  .

.  .  1905

18  374  200

2  755  680

17,64

8.  P.  0.,  Moskau  .  .  .

.  .  1901

17  301  340

4  492  540

35,97

P.  C.  B.,  Antwerpen  .

.  .  1899

9  003  740

3  751  743

71,43

K.  F.,  Stockholm  .  .  ,

.  .  1904

8  573  960

986  560

13,00

Handelskamer,  Rotterdam  .

.  .  1890

7  657  000

293  280

3,98

V.  D.  P.,  Prag  .

.  .  1911

2  774  800

868  440

45,55

N.  K.  L.,  Kristiania  .

.  .  1907

2  741  700

543  120

24,70

Konkordia,  Zürich  .

.  .  1911  (?)

1  227  440

273  480

28,67

C.  I.  C.,  Mailand  .  .

.  .  1911

967  000

—  37  520

4,03

6 )  Siehe  Seite  53.
6 )  Zusammengestellt  nach  dem  Jahrbuch  des  Internationalen  Genossenschaftsbundes ­
  für  1913  und  dem  Internationalen  Genossenschaftsbulletin  1914
Rr.  3.
            
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