Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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den  einzelnen  Vereinen  getrennt  zu  verschiedenen  Zeiten  verhandelte.
Das  ist  möglich  auf  Grund  der  Konzentration  des  Einkaufs  'im  organisierten ­
  Konsum,  wie  sie  in  der  Großeinkanfsgesellschaft  und  den  Einkaufsvereinigungen ­
  zum  Ausdruck  kommt.
Der  Einkauf  durch  die  Reisevertreter  bei  deren  Besuchen  tritt  deshalb ­
  an  Bedeutung  gegenüber  dem  direkten  Einkauf  an  den  Lagern
und  dem  Einkauf  an  besonderen  Einkaufstagen  zurück.  Vor  allen
Dingen  sind  es  „prompte  Orders",  die  dem  Reisevertreter  übergeben
werden,  Abschlüsse  dagegen  werden  auf  den  Einkaufstagen  gemacht.
Doch  darf  man  dies  nicht  verallgemeinern,  da  manche  Vereine  noch
keiner  Einkaufsvereinigung  angehören  oder,  wenn  das  auch  der  Fall
ist,  die  Einkaufstage  der  Vereinigung  nur  selten  stattfinden.
Eine  besondere  Bedeutung  kommt  den  Besuchen  der  Reisevertreter
insofern  zu,  als  sie  geeignet  sind,  die  gegenseitige  Fühlungnahme  zwischen ­
  Lieferant  und  Abnehmer  zu  fördern.  Bei  seinen  Besuchen  lernt
der  Reisevertreter  die  Eigenart  der  Bedürfnisse  der  einzelnen  Vereine
kennen,  er  hört  ihre  speziellen  Wünsche  und  kann  bei  Unklarheiten
Aufschluß  geben.  Vor  allen  Dingen  wird  er  die  Ursachen  mangelnder
Geschäftsverbindung  zu  erfahren  und  lockere  Beziehungen  zu  festigen
suchen.  In  besonderen  Fällen  kann  er  um  Spezialofferte  bei  der
G.  E.  G.  nachsuchen  u.  a.  m.  Der  Besuch  der  Reisevertreter  darf
somit  nicht  unterschätzt  werden.
6.  Der  Einkauf  durch  Einkaufsvereinigungen.
Tie  ko  nsu  m  genossenschaftliche  Einkaufsvereinigung ­
  ist  eine  lose  Vereinigung  von  Konsumvereinen
zum  Zwecke  des  gemeinschaftlichen  Einkaufs.
An  der  Spitze  der  Einkaufsvereinigung  steht  der  Einkaufsl
  e  i  t  e  r,  ein  von  der  Vereinigung  gewählter  Einkäufer  eines  größeren
Vereins,  der  die  Einkaufsversammlungen  einberuft.
Meist  kommen  die  Einkäufer  der  angeschlossenen  Vereine  einmal ­
  oder  zweimal  monatlich,  oft  auch  nur  alle  zwei  Monate  oder
noch  seltener  zusammen  und  machen  ihre  Bestellungen  bei  dem  anwesenden ­
  Vertreter  der  Großeinkaufsgesellschaft.  Bei  der  Einberufung
der  Einkaufstage  hat  der  Einkaufsleiter  natürlich  auf  die  jeweiligen
Konjunkturverhältnisse  Rücksicht  zu  nehmen.  Dazu  ist  es  aber  nötig,
daß  weit  mehr  Einkaufsversammlungen  stattfinden,  als  es  bisher  üblich
war.  „Die  Ausnützung  von  Konjunkturen,  die  innerhalb  vier  bis
sechs  Wochen  außerordentlichen  Schwankungen  unterworfen  sind,  und
die  wellenartigen  Bewegungen  des  Warenmarktes  im  allgemeinen
samt  der  sich  immer  schärfer  zuspitzenden  Konkurrenz  gebieten  aber
            
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