Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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nahmen,  deren  Hauptzweck  die  Reklame  ist,  bzw.  wo  die  Absicht
einer  Reklame  vorliegt.  Nur  in  diesem  Falle  kann  man  von  Reklame
sprechen.  Die  zentralen  Reklamemittel  gehen  von  den  Zentralorganisationen ­
  aus,  wie  wir  sie  in  der  Einführung  kennen  lernten.
Als  Mittel  der  zentralen  Werbetätigkeit  sind  zu  nennen:
Konsumgenossenschaftliche  Zeitschriften  und  Korrespondenzen,
Broschüren,  Flugblätter,  Versenden  der  Jahrbücher  an  Schulen  und
Behörden  usw.,  Inserate,  sonstige  Publikationen,  Lichtbilder-  und
andere  Vorträge,  Ausstellungen.
Die  örtlichen  Reklamemittel  sind:
Konsumgenossenschaftliche  Zeitschriften,  Broschüren,  Jahresberichte, ­
  Inserate,  Flugblätter  und  sonstige  Publikationen,  Firmenangabe ­
  u.  dgl.  auf  Packmaterialien  usw.,  Preislisten,  Ausstellungen,
Genossenschaftsfeste  (Festzüge  usw.),  Schaufensterdekoration  (in  der
Lebensmittelbranche  in  Deutschland  nicht  üblich),  Lichtbilder-  und
andere  Vorträge.  Dazu  kommen  die  Mittel  der  persönlichen  Agitation, ­
  wie  man  gemeinhin  zu  sagen  pflegt:  im  besonderen  die  Hausbesuche.

Das  Zugabeunwesen  wird  dagegen  von  den  Konsumgenossenschaften ­
  streng  verworfen.  Es  wäre  ja  auch  sinnlos,  wollte  der
organisierte  Konsument  sich  selber  eine  Zugabe  machen.
Auch  die  Anziehung  des  Publikums  durch  luxuriöse  Verpackung ­
  verwirft  man  im  Konsumverein.  Die  Verpackung  ist  höchst
einfach  gehalten,  um  die  Bedarfsgüter  nicht  unnötig  zu  verteuern.
Von  der  Dekoration  der  S  ch  a  u  f  e  n  st  e  r  und  von  Lockartikeln  wird
noch  die  Rede  sein.
Ein  ausgezeichnetes  Werbemittel  der  Konsumvereine  des  Zentralverbandes ­
  ist  das  „K  o  n  s  u  m  g  e  n  o  s  s  e  n  s  ch  a  f  t  l  i  ch  e  Volksb
  l  a  t  t",  das  in  fast  allen  Vereinen  gratis  verteilt  wird.  Dieses
Blatt  mit  seinem  unterhaltenden  Inhalt  hat  viel  zur  Ausbreitung  des
konsumgenossenschaftlichen  Gedankens  beigetragen.  Besonders  ist  es
geeignet,  die  Mitglieder  zu  immer  größeren  Umsätzen  in  der  Konsumgenossenschaft ­
  anzuspornen.
„Wie  oft  wird  nicht  im  Volksblatt  dieser  oder  jener  Eigenproduktionsbetrieb ­
  in  einem  Verein  besprochen.  Die  errichteten  Bäckereien  und  sonstigen
Betriebe  werden  im  Bilde  gezeigt  usw.  In  Tausenden  und  aber  Tausenden
von  Konsumentenherzen  wird  beim  Lesen  dieser  Berichte  der  sehnsüchtige
Wunsch  aufsteigen,  das  auch  im  eigenen  Verein  verwirklicht  zu  sehen.  In
der  Familie  wird  das  Gelesene  besprochen,  Vergleiche  mit  dem  eigenen  Verein
werden  gezogen.  Gleiche  Wirkung  haben  Berichte  über  die  Höhe  des  Durchschnittsumsatzes ­
  in  den  Vereinen.  Auch  hier  werden  Vergleiche  angestellt.
Die  eine  Familie  konstatiert  erfreut,  daß  sie  bedeutend  über  dem  Durchschnitt-
            
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