§ 1. Statiftik der Hausinduftrie
51
4*
Welche Bedeutung dem Hausgewerbe innerhalb des gefamten deutfehen
Gewerbes zukommt, ift aus folgender Zufammenftellung erfichtlich:
Betriebe
davon haus-
überhaupt j
gewerblich
Gewerblich b
Perfo
überhaupt
efchäftigte
r\en
davon haus-
gewerblich
Von
Be-
trieben
find hau
e 100
gewerbs-
tätigen
Perfonen
sgewerbl.
1907
1895
4 025 561
3 658 088
315 668
342 557
14 348 016
10 175 332
405 263
457 984
7.8
9,4
2,8
4,5
Die Hausinduftrie hat demnach der Zahl nach mit über 400000 Erwerbs
tätigen und über 315 000 Betrieben einen keineswegs geringen Umfang. Im
Rahmen des Gefamtgewerbes aber nimmt fie nur noch eine befcheidene Stel
lung ein, die fich von Zählung zu Zählung ftark verringert. Im Jahre 1882
betrug der Anteil der Hausgewerbetreibenden noch 6,5 Prozent, der Anteil
der Betriebe 10,7 Prozent.
Die Hausinduftrie ift faft ausfchlie|zlich kleingewerblich organifiert,
und zwar ganz überwiegend in Alleinbetrieben. Es beftanden im Haus
gewerbe :
Alleinbetriebe
(Haupt
betriebe)
Gehilfen.
betriebe
Von je 100 haus-
gewerbl. Betrieben
find Alleinbetr.
1907
206 928
72 630
74,02
1895
231 563
69 338
76.96
+ —
— 24 635
+ 3 292
in %
— 10,64
+ 4,75
Von allen hausgewerblichen Hauptbetrieben find demnach 74,02 Prozent
Alleinbetriebe. Von allen hausgewerblichen Perfonen dagegen arbeiten 206 928
allein, während 198 335, etwas weniger, in Gehilfenbetrieben befchäftigt
find. Bei der grofzen Anzahl der Alleinbetriebe bzw. Alleinheimarbeiter ermifzt
man die gro(ze Lücke der bisherigen Arbeiterfchutzgefetzgebung, welche die
Alleinarbeiter unberückfichtigt liefz. Jetzt ift es anders geworden durch das
neue Hausarbeitgefetz.
Über d',e Zahl der reinen Familienbetriebe, die bisher von der fozialen
Gefetzgebung ebenfalls ausgefchloffen waren, gibt die Statiftik auch Auffchlujz.
Reine Familienbetriebe, d. h. folche, in denen ausfchliefzlich Familienangehörige
tätig find, gab es 1907 44 136 mit im ganzen 94 862 Perfonen. Die Zahl