202
Westlich des Aargauer Fricktales bilden der Ta-
seljnra im Flußgebiet der Ergolz und das Flach
land an der Einmündung der Birs in den Rhein,
das Gebiet des Kantons Basel; seit 1833 ist er
politisch getrennt in die beiden Halbkantone Basel-
stadt und Baseltand (135 500 und 76 200 Einwoh
ner überwiegend protestantischer Konfession).
Die Stadt Basel halt die für den Verkehr un
gewöhnlich wichtige Stelle inne, wo der Rhein nach
Norden umbiegend die große und volksreiche ober
rheinische Tiefebene zwischen Schwarzwald und
Vogesen betritt. Von Norden her führen beidseits
des Stromes die Verkehrswege in Basel zusammen
und vereinigen sich hier, nahe der burgundischen
Pforte zwischen Jura und Vogesen, mit den Linien
aus dem nordöstlichen Frankreich; die drei Jura-
furchen des Birs-, Ergolz- und Fricktales leiten
den Verkehr ins Mittelland weiter. Neuerdings ist
Basel zur Kopfstation der Oberrhcinschifsahrt ge
worden, und es besteht begründete Aussicht, daß
auch die Strecke bis zum Bodensee für den Schiffs
verkehr geöffnet werden kann. Die Stadt ist der
Sitz einer altberühmten Universität; als wichtiger
Industrie- und Handelsplatz steht sie nach der Volks
zahl mit 132000 Einwohnern unter den Schwei
zerstädten an zweiter Stelle. Der Hauptteil der
Stadt, Großbasel, liegt am linken Rheinuser, über
ragt vom doppeltürmigen Münster auf hoher Ter
rasse, von der der Blick in die dunstige Ferne
der süddeutschen Rheinebene hinausreicht. Das
Rheinknie hält anv rechten Ufer das industrielle
Klcinbasel umschlossen, dessen Seidenbandwcbereien
und chemische Fabriken (für Farbstoffe und Arz
neimittel) den Ruhm der Basler Industrie begrün
den. Der gemeinnützige Sinn der Bevölkerung be-