Full text : Die Schweiz

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der  Hauptvrt,  durch  die  Bergstraße  der  Staffelegg
mit  Aarau  verbunden.  In  den  tiefen  Lagen  reift
das  Obst  etwas  früher  als  im  Mittclland;  so  findet
der  Hauptteil  der  ansehnlichen  Kirschenernte  auf
den  Märkten  des  Mittellandes  als  Frühobst  guten
Absatz;  eine  geringere  Menge  dient  zur  Herstellung
des  Kirschwassers.
Einst  bildeten  die  badischen  Städtchen  Sätkingen
  gegenüber  dem  Ausgang  des  Fricktales
und  Waldshut  gegenüber  der  Äaremündung  mit
den  beiden  linksrheinischen  Städtchen  Laufenb
  u  r  g  und  Rheinfelden  den  Bund  der  „vier
Waldstätte  am  Rhein".  Der  Rhein  zieht  von  der
Äaremündung  an  in  einem  breiten  Tal  als  Grenz--fluß
  westwärts,  bisweilen  durch  Felsbarrieren  eingeengt, ­
  die  das  Wasser  in  Strudeln  und  Stromschnellen
  durchbricht.  Der  „Laufen"  von  Laufenburg, ­
  die  schönste  dieser  Stromschnellen,  ist  jetzt
dem  modernen  Kraftwerk  dieses  Ortes  geopfert  wor  ­
den,  wie  denn  überhaupt  Rhein  und  Aare  in  diesem
Gebiet  eine  reiche  Ausbeutung  der  Wasserkräfte  in
Elektrizitätswerken  erfahren  haben.  An  den  Schnel
len  von  Laufenburg  und  Rheinfelden  waren  Haltepunkte ­
  und  Umladestellen  der  mittelalterlichen  Fluß
schiffahrt.  Von  jeher  lieferte  hier  die  Lachsfischcrei
ansehnliche  Erträge.  In  der  flußumzogenen  Ebene
bei  Rheinfelden  liegt  das  Dorf  Möhlin,  in  dessen
Nähe  die  Reihe  der  schweizerischen  Rheinsalincn
beginnt.  Riburg,  Rheinfelden  und  Kais
  c  r  a  u  g  st  liefern  jährlich  300  000  q  Salz.  Rhein
selben  nutzt  die  Salzsoole  zu  den  heilkräftigen  Sool
bädern  aus.  Die  Salinen  stehen  seit  der  Mitte
des  19.  Jahrhunderts  im  Betrieb.  Beidseits  der
Ergolz  nehmen  Kaiseraugst  und  Baselaugst  die  Stelle
der  Römerstadt  Augusta  Rauracorum  ein,  die  noch
in  ihren  Überresten  für  die  einstige  Größe  zeugt.

Rheintal
            
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